in Medien

Am Sonntag entschied sich CNN dafür, Dmitrij Peskov zu interviewen, bedauerte es dann aber. Präsidentensprecher Peskov war nämlich nicht nur ziemlich grob, sondern er wies zudem alle Vorwürfe über die angeblichen russischen Versuche, Trump Wahlhilfe zukommen zu lassen, zurück. Nebenbei bemerkte er spöttisch, dass Amerika doch behauptet, das Land Nummer eins mit stabilen politischen Traditionen zu sein. Wenn man dann jedoch davon ausginge, dass andere Länder Einfluss auf die US-Wahlen nehmen könnten, sei das ein klarer Fall mangelnden Selbstbewusstseins.

Zugleich sagte er, dass Sergey Kislyak sich auch mit Leuten der Clinton-Kampagne getroffen hätte, woraufhin die CNN-Journalisten sich stark darauf konzentrieren mussten, das als derart nebensächlich und unbedeutend zu kommentieren, dass niemand wegen der Info zu Clinton stutzig werden müsste. Aber das Faktum hatte bereits Aufmerksamkeit erweckt und die Menschen haben es sogar geschafft, einen Witz darüber zu machen, dass also beide Kandidaten Putin-Marionetten gewesen wären und sich Putin so die Kontrolle über die USA gesichert hätte.

CNN geriet in Verwirrung, weil ihnen die „New York Times“ den Preis für gesteigerte journalistische Idiotie vor der Nase weggeschnappt hatte. Deswegen wurde beschlossen, eine nächste These über Putin zu veröffentlichen, gefüllt mit nachdenklich philosophischen Überlegungen wie jener, dass „wenn die Kommission des Kongresses beweisen würde, dass Herr Putin Einfluss auf die Wahlen nehmen konnte, dann würde das bedeuten, dass er auch Einfluss auf deren Ergebnisse hatte“.

Plötzlich und unerwartet hat sich CNN jedoch entschieden anzudeuten, dass dies nicht unbedingt bedeuten müsste, dass Donald Trump dem Herrn Putin wirklich gefällt. Putin hätte vielleicht eben nur diese Madame Killary nicht ertragen wollen können. Das ist ein großer Sieg für die Demokratie innerhalb von CNN! Glückwunsch!

In einem Interview über die Tweets von Donald Trump bezüglich eines vermuteten Abgehörtwerdens durch Herrn Obama kam sogar eine unschuldige, harmlose Mikrowelle in den Genuss unerwarteter Hasstiraden von der Assistentin des Präsidenten, Kellyanne Conway, die dieses elektronische Gerät beschuldigte, es hätte die technische Möglichkeit Gespräche heimlich aufzunehmen und zu versenden.

Auch der Pressesprecher von Präsident Trump, Sean Spicer hat sich ausgezeichnet. Am Sonntag hatte eine indische Frau ihn im Apple Store erkannt und beschlossen die Frage zu stellen, wie es ihm geht. Weil er doch für einen Faschisten arbeiten müsse der aber seinerseits eng mit den Russen zusammen arbeitete. Die Logik lahmte bei dieser Gewissensfrage wie immer, aber ihr war es offenbar wichtig, an diese Frage vieles anhängen, was sie mittlerweile beunruhigt. Sean Spicer, gut als Journalist ausgebildet, sagte ähnlich wie Peskow, dass Amerika „solch ein großes, großartiges Land sei, ihr zu erlauben hier zu sein und zu bleiben (such a great country that allows her, to be here“.

Auch der Dienstag war für Herrn Spicer nicht einfach. Während des Briefings sagte er, dass Trump sein Präsidentschafts-Gehalt einer Stiftung spenden wolle, die die Medien selbst benennen könnten und verursachte somit stürmisches Gelächter. Zu den ihn durch Lachen beleidigenden Journalisten sagte Sprecher Spicer, dass das kein Witz sei, Donald Trump es versprochen hätte und damit dann die Journalisten keinen Lärm machen könnten, dass er sein Geld an die Falschen gespendet hätte, sollten die Journalisten halt selbst eine x-beliebige Stiftung auswählen. Die neugierige Journalistenmeute jedoch konnte Sean Spicer damit nicht von ihrem Hauptthema „Terrible Trump“ ablenken.

Sie interessierten sich für erforderliche Beweise zum behaupteten Abhörskandal durch Obama, weil die Kommission des Kongresses vom Justizministerium entweder solche Beweise für die „ungerechtfertigten“ Tweets Mr. Trumps forderte, oder aber dass Präsident Trump seine Tweets unverzüglich zurück nehmen müsse. Spicer antwortete dazu nichts Konkretes, wie es sich für einen Presse-Speaker halt grundsätzlich so gehört. Am Abend sagte das Justizministerium dann, dass es mehr Zeit brauchte und die herzensgute Kommission verlängerte die Frist bis zum nächsten Montag.

Im Kongress leben politische Partisanen. Wenn für eine Entscheidung nur eine einzige Partei stimmt, dann heißt das „Partisanenentscheidung“ (ein Partisan ist ein Mensch, der die Linie der Partei unterstützt). Wenn für diese Entscheidung gar Leute aus beiden großen Parteien stimmten, nennt man das dann „Bipartisan“. Scheinbar wären nun alle möglichen Optionen bereits ausgeschöpft, aber es gibt noch eine „Nonpartisan“. Es ist noch unklar, inwieweit sie anders als die „Bipartisan“ sind.

Als „Nonpartisan“ wird zum Beispiel das Budget-Office des Kongresses bezeichnet, der heute einen Bericht darüber vorbereitet, wie viel der Ersatz von Obama-Care kosten werden wird. „Nonpartisan“, wie sich somit herausstellte, bedeutet also beileibe nicht „objektiver“, weil diese Institution seit langem für ihre Nutzlosigkeit und Käuflichkeit bekannt ist, vor allem dadurch, als sie sich gorillagleich lobheischend an die Brust geschlagen hatte, um zu beweisen, wie toll ihrer Einschätzung nach Obama-Care werden wird.

Der aktuelle Bericht war eine aus Löchern zusammengesetzte lückenhafte Vermutungsarie, Sie haben in ihren Berechnungen sogar einige Teile jenes Anti-Obama-Care Gesetzentwurfes ausgelassen, weswegen die Republikaner ziemlich cool auf ihre Berechnungen reagieren konnten. Aber die Demokraten rannten anscheinend beglückt herum, um dieses kommende Gesetz lauthals zu verurteilen, freudig die Zahlen im präsentierten Budget-Office „Bericht“ schwingend, bestärkt durch eine ebensolche parallele Vermutungsarie des alles-wissenden CNN, einig darüber, dass und wie beim Trumpschen Ersatz von Obama-Care alles grottenschlecht ist.

Quelle:blog.gerstein.us  – Übersetzung: fit4russland

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Kommentar

  1. Die USA die ganz Europa abhören. Industriespionage betreiben. Die Uckermarck Tante abhören. Die NSA die jeder mit sich im Handy trägt, haben keine Firewall um sich zu schützen? Ich sage mal den kalten Krieg hat Russland gewonnen und nicht die durch Hack Attacken sabotierten USA.
    Tja da spricht doch einiges für Wahlzettel und nicht Wahlcomputer. Was mich wundert. Als Bush Junior nicht gewählt wurde, ist nicht so ein Aufstand gewesen. Erkläre mir einer die Welt.

  2. Werde mich heute mal bei der NSA und NASA in das System hacken. Ist ja anscheinend ein Kinderspiel ;) bei unserem Big Brother, Entschuldigung Kindergarten :) :) :)