Nato, Bilderberg, Atlantische Initiative: Deutschlands Alpha Journalisten

Atlantik-Brücke, Trilaterale Kommision, Münchner Sicherheitskonferenz, Bilderberger Konferenz – Ihnen sagen diese Organisationen nichts? Das soll wohl auch so sein. Den etwas einflussreicheren deutschen Journalisten sind diese Vereine, Think-Tanks und Stiftungen durchaus ein Begriff – klar, immerhin sind viele davon selbst Mitglied. Doch wie sehr sind diese sogenannten Alpha Journalisten verstrickt in Transatlantische- und Nato-affine Milieus?

Zweifelhafte Sammelbecken

Würde man einen Anschlag planen, der die westliche Welt mit einem Schlag lahmlegt, würde man während der Bilderberg Konferenz wohl viele Möglichkeiten finden. Immerhin, liest man die Teilnehmerliste fragt man sich welche A-Prominenz aus Politik, Militär, Wirtschaft und Presse eigentlich nicht anwesend ist. Bei Treffen der Atlantik-Brücke, Trilateralen Kommision oder Bundesakademie für Sicherheitspolitik wird man vielleicht nicht ganz so fündig werden, durchaus elitäre Zirkel würde man trotzdem treffen.

Doch unter den Teilnehmern, Mitgliedern und – nennen wir sie mal sanft formuliert, Symphatisanten finden sich eben nicht nur die Bundeskanzlerin, diverse Oppositionspolitiker und Nato-Generäle in- und außerhalb des Dienstes, sondern auch Journalisten und Pressvertreter. Doch bestimmte Journalisten treten dort meist kaum als Berichterstatter auf sondern sind selbst rege Beiteiligt, meist als Mitglied. Freilich, hinter diesen Treffen steckt keine Weltverschwörung – wohl wären sie sonst etwas geheimer gestaltet und kaum auf Wikipedia zu finden. Auch muss man hier betonen, dass man nicht davon ausgehen kann, dass die breite Masse der deutschen Journalisten in ihrer Freizeit. von der Nato spendierte, Eiscreme in transatlantischen Geheimkantinen schlecken. Es sind mal wieder jene 1% – einflussreich und vielseitig begehrt.

Josef Joffe

Bei Herrn Joffe wird man sich wohl zurücknehmen müssen, den er ist es, der aktuell das ZDF verklagt, weil „die Anstalt“ ähnlich journalistisch tätig wurde. Aber anständig formuliert lässt sich zu Josef Joffe folgendes sagen: Vielen Quellen zufolge, ist Joffe angeblich in zahlreichen Kuratorien und Gremien engagiert, so beim Deutschen Museum München, dem Aspen Institute Berlin, der Jacobs University Bremen und der Atlantik-Brücke. Außerdem wird er von mehreren Beobachtern und Studien zu den am stärksten mit den Eliten vernetzten Vertretern der Pressewelt gerechnet. Man könnte schon fast sagen – nebenbei, ist er auch noch Journalist und Herausgeber der „Zeit“. Diese vermeintlichen Vernetzungen zeigen sich anscheinend auch in seiner Berichterstattung. Im Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine 2014 zählt „World Socialist Web Site“ Joffe zu den ‚deutschen Journalisten, die am aggressivsten gegen Russland hetzten und ein härteres Vorgehen gegen die Regierung Putin forderten‘.

Stefan Kornelius

Herr Kornelius macht weniger Hehl aus seinen Mitgliedschaften und Verbindungen. Die Berichterstattung der „Anstalt“ im ZDF bewegte ihn, im Gegensatz zu Josef Joffe, nicht zu einer Klage. Kornelius ist Mitglied des Atlantik-Brücke-Vereins und moderiert dort diverse Veranstaltungen. Ihm werden enge Verbindungen zur Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) nachgesagt, einem Think-Tank politischer und militärischer Führungszirkel. Kornelius gehört darüber hinaus dem Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS) an. Die staatliche Einrichtung ist dem Verteidigungsministerium zugeordnet und bezeichnet sich selbst als “höchstrangige, ressortübergreifende Weiterbildungsstätte” auf dem Gebiet der Militärpolitik. Neben seinen freudigen Mitgliedbeitragszahlungen bei diversen transatlantischen Organisationen erhält er aber nocht ein Gehalt von der „Süddeutschen Zeitung“. Dort ist er nämlich Journalist und leiter des außenpolitischen Ressort. Auch er wird von Studien zu den am stärksten mit den sogenannten Eliten vernetzten Journalisten gerechnet. Besonders in den Themenfeldern Sicherheit, Verteidigung und Auslandseinsätzen der Bundeswehr zeige sich, dass er in seinen Artikeln den Diskurs der Eliten abbilde, deren Argumente verbreite und für mehr militärisches Engagement werbe.

Klaus-Dieter Frankenberger

Man könnte schon fast meinen, eine prall gefüllte Mitgliedschaftsliste gehört zum guten Ton. Denn auch hier liest sich das Portfolio wie der Terminkalender des US-Präsidenten: Mitglied der Trilateralen Kommission, des Beirates der Atlantischen Initiative, der Bundesakademie für Sicherheitspolitik sowie des Instituts für Europäische Politik. Außerdem ist der Fellow der Transatlantic Academy. Frankenberger nimmt außerdem seit 2009 an der Münchener Sicherheitskonferenz teil. Er wurde vom German Marshall Fund gefördert. Auch hier nicht ganz ohne Grund: Seit 1986 arbeitet er in der politischen Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seine Schwerpunkte sind die USA und internationale Politik. Seit Beginn des Jahres 2001 ist er für das Ressort Außenpolitik hauptverantwortlich. In der linguistischen Analyse von Mirjam Zwingli wird Frankenberger in einem Kommentarbeispiel eine unterschwellig tendenziöse Darstellung nachgewiesen: „… eine ernstzunehmende Themenentfaltung (lässt sich) nur äußerst schwer erkennen. In erster Linie finden sich deskriptive Elemente, verbunden mit teils willkürlich geäußerten Behauptungen, die jedoch bei oberflächlicher Betrachtung faktisch argumentativ anmuten und auf der impliziten Wertbasis einer russischen Regierung, der grundsätzlich zu misstrauen ist, beruhen.“

Michael Stürmer

Auch Michael Stürmer pflegt engen Kontakt zu militärischen und politischen Eliten – oder ist er selbst bereits Teil davon? Jedenfalls ist er neben seiner Chefkorrespondententätigkeit bei der Springer-Zeitung „Die Welt“, begeisterter „Transatlantiker“: Münchner Sicherheitskonferenz, Council on Foreign Relations, German British Forum. Dazu kommt selbstverständlich noch die Springer’sche Grundsatzerklärung zur Wahrung der transatlantischne Partnerschaft. In der Untersuchung von Uwe Krüger zum Einfluss von Eliten auf Leitmedien wird Michael Stürmer zu den am stärksten mit den sogenannten Eliten vernetzten Journalisten gerechnet. Das vermittelte Bild von Bedrohungen und Konflikten entspreche offiziellen militärpolitischen Doktrinen. Techniken der Propaganda würden zu seiner Verbreitung eingesetzt.

Eine ausführliche Darstellung und weitere wissenschaftlichen Studien finden Sie hier: <Alpha Journalismus>

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