in Medien

Der sogenannte Qualitätsjournalismus in Deutschland sieht sich um ein wichtiges Stück gebracht. Der Verlag DuMont gibt seine Zeitungen ab. Wenn möglich, vollständig. Die Blätter wie die „Morgenpost“ in Hamburg oder der „Berliner Kurier“ sind anders als der „Kölner Stadtanzeiger“ teils wohl offenbar ohnehin am Markt schwer vermittelbar, wird vom Branchenbeobachter „meedia.de“ beschrieben. Das war relativ bekannt. Nun aber nimmt die Entwicklung fast schon dramatische Züge an. Denn die Zeitungslandschaft wird nicht nur durch fallende Leserzahlen aufgescheucht. Gleichzeitig klappen nun auch die Anzeigenerlöse zusammen.

Staatliche Unterstützung?

Schon kommen die ersten Forderungen nach staatlicher Unterstützung. Um, wie es heißt, die Branche mit ihrem Qualitätsjournalismus zu retten. Die Berichterstattung, frank und frei, ist ein Wesenszug der demokratischen Ordnung. Dagegen steht ein Argument, das Springer-Chef Mathias Döpfner hervorbrachte: Es dürfe keine staatliche Unterstützung geben. Alleine, um die verlegerische Unabhängigkeit zu gewährleisten. Ein Argument, das sticht.

Und so wird der Niedergang der Branche mit hoher Sicherheit weitergehen. Die Verlage haben bislang bis auf deutliche Einsparungen in den produzierenden Bereichen, den Redaktionen, keine Antwort gefunden. Mit anderen Worten: Das Produkt wird schlechter, die Rahmenbedingungen mit der neuen digitalen Medien- und Selbst-Medienwelt bleiben und verändern das Geschäft immer stärker.

Es gilt als unwahrscheinlich, dass ein reines „Weiter so“ in der Effizienzsteigerung den Verlagen helfen wird. Es gilt zudem als unwahrscheinlich, über die reine Digitalisierung, einen anderen Träger der Informationen also, die Geschäftsgrundlage zu retten. Die Leser und die Anzeigenkunden zahlen weniger. Leser wären dann zu gewinnen, wenn die Medien ihre ursprüngliche Rolle als Berichterstatter wiederfinden würden. Als objektive Berichterstatter und als Kommentatoren. Nicht aber als Erzieher mit dem einzigen Ziel, die gesellschaftliche Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Nicht als Herrschaftsinstrument.

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Kommentar

  1. Eine ehrliche Berichterstattung und eine unabhängig Kommentierung wäre die einzige Basis für ein Überleben der Printmedien. Zudem müssten sie sich mehr einfallen lassen, um die Querverbindungen ins Netz zu verbessern. Da kaum noch wer glaubt, dass die Beherrscher der Medien gewillt sind, das Richtige zu tun, kauft kaum noch jemand ihre
    manipulatives Geschreibsel.

    • Bin nicht ganz der selben Meinung, denn auch Lügner haben ihr Klientel.
      Um diesem Klientel auf die Sprünge zu helfen bedarf es z.B der Hebelwirkung eines fächendeckenden Auslösers wie etwa einer Hungersnot.
      Eine breite finanzielle Katastrophe täts auch.

  2. Der Ruf der L****Presse nach „staatlicher Unterstützung“ wird schnell auf fruchtbaren Boden fallen. Merkel wird wieder sagen: „Wir schaffen das!“ – und schon haben wir die Zeitungs-GEZ! Die dann natürlich auch für „internetfähige Geräte“ gilt! Und unabhängig davon, ob man überhaupt lesen kann!
    ;-)

    • Genau das, wird passieren, denn die meisten Blätter in Deutschland können vom Verkauf, schon lange nicht mehr leben. Aber auch die Werbeeinnahmen werden nicht ausreichen. Dann müssen Steuermittel her und die holt sich der Staat dann vom Michel zurück. Vielleicht schaffen wir dann einen neuen Beitrags Service für die ungezählten Wurstblätter nach dem Vorbild der Öffentlich Rechtlichen Anstalten !!!