in Europa

Anwälte freuen sich über die Zenzurpolitik.

Schon geht es los: Die DSGVO ist kaum eine Woche tatsächlich gültig, schon flattern den ersten Betreibern von Webseiten die Abmahnungen ins Haus. Verbraucher, die ja eigentlich geschützt werden sollen, werden sich kaum unmittelbar bei den Betreibern melden. Anwälte sehen hier ein erstklassiges Geschäftsmodell. Und die Politik kann sich über eine Zensur erster Güte freuen.

Amerikanische Zeitungen haben sich verabschiedet

Viele Seiten sind aus dem Netz verschwunden. Es fiel vor allem auf, dass US-Zeitungen aus Sorge vor den Folgen ihre Angebote vom Netz genommen haben. Auch große Häuser, die sich zunächst auf die vermeintlich rechtssichere Seite stellen wollten.

Inzwischen sind viele E-Mail-Fächer voll von irgendwelchen Bestätigungsmails, in denen sie aufgefordert werden, die Buchung von Newslettern noch einmal deutlich zu bestätigen oder nachzuholen. Andere müssen einfach nur verkündigen, dass sich nichts ändern und verschrecken ihre Leser auf diese Weise (was sie tatsächlich genau so machen müssen).

Schließlich aber haben auch die Behörden jetzt viel zu tun. Es gibt nicht nur zahlreiche Anfragen, sondern jetzt schon Beschwerden, so zitiert etwa der „Focus“ die dpa. Das Anliegen, so die Datenschutzbeauftragte, die zitiert wurde, sei nicht höhere Bußgelder zu kassieren, sondern vielmehr ginge es tatsächlich um den Datenschutz. Tatsächlich? Es folgt die „Drohung“, wie Kritiker meinen: Diejenigen, die sich bemühen würden und gleichzeitig kooperativ mit den Behörden zusammenarbeiteten, müssten nichts befürchten. Aha.

Ein sogenannter Rechtsexperte sieht jetzt zwar einige Abmahnbriefe, allerdings keine Abmahnwelle, die an sich befürchtet worden war. Er vergisst zu erwähnen, dass die Verordnung erst sei einer Woche auf dem Markt ist. Kleine Büros sind noch gar nicht in der Lage, so viele Abmahnbriefe zu verfassen und die Vorgänge zu erfassen.

Wir sind sicher: Die ersten Meldungen dienen nur der Beruhigung einer aufgebrachten Bevölkerung – die Abmahnwelle kommt auch. So sicher wie das Amen in der Kirche.

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Kommentar

  1. Datenschutz ha, ha, ha

    Das ist ein diktatorisches Gesetz der EU-Elite, die die freie Meinungsäußerung unmöglich macht- Wie will man etwas darstellen, oder beweisen, wenn man nicht mehr ein Foto oder Film, auf denen Personen zu sehen sind, nicht mehr ins Internet stellen dar, o h n e

    den Betroffenn gefragt zu haben!! W I E soll das in der Praxis gehen??? Garnicht. Genau das war beabsichtigt. Aber die „öffentlichen Medien sind davon ausgenommen!“ Ja gehts noch????????????

  2. Bei solchen Regeln verliert man die Freude, Informationen zu verbreiten. Das war ja wohl geplant. Aber das geschäftliche Weiterreichen von Informationen wird auch erschwert, was gut aber sicher nicht geplant war. Es wird wohl noch eine weitere Generation dauern, bis die Menschen mit den neuen Systemen klug umgehen können.