in Medien

Die ARD hat eine Studie in Auftrag gegeben. Ein Handbuch darüber, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten soll bzw. wie die Sendungen dargereicht werden sollen. Geht es nach der Schweizer Zeitung „NZZ“, erinnert dies schlicht an Propaganda. So jedenfalls lautet einer der Kommentare in der NZZ zu diesem Manual und dem Umstand, dass die Informationen in einem „Rahmen“ veröffentlicht werden sollen, die das Meinungsbild verändern.

Seltsame Begriffe

Die ARD hat sich selbst mit diesem Manual ein Ei ins Nest gelegt. Denn alleine die verwendeten Begriffe sind verrätischerisch bis hin zu unfreiwillig komisch. Die ARD sei ein „Gemeinwohlsender“, heißt es. Die Autorin spricht mutig davon, dass „wir sind ihr“ seien. Und der „unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“ wird so auch nicht von jedem Menschen wahrgenommen.

Der Kommentar in der NZZ hält sich allerdings nicht nur mit der Aufzählung dieser Begriffe auf, sondern beschreibt auch, wie die ARD demnach ihre Debatten führen solle. In einem moralischen Aufmarsch. Der ordnet ein. Damit würde die ARD ihren Zuschauern Orientierung bieten. Nämlich moralische. Fakten sind demgegenüber irrelevant. Ein Beispiel: Wer sich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegenüber als Gegner darstellt, ist nach der Darstellung in dem zitierten Handbuch „demokratiefern“. Nein, er soll als „demokratiefern“ bezeichnet werden. Moral schlägt die Fakten. Denn die werden erst gar nicht geprüft.

 

Die NZZ und ihr Kommentar vergleichen diese Haltung mit dem, was der Urvater der „Public Relations“ beschrieben hat. Edward Bernay. Der nannte das noch „Propaganda“. Eine Bezeichnung, die später durch den Gebrauch in den 30er Jahren lieber durch ein anderes ersetzt wurde. Die „Public Relations“. Das Instrument bliebe dasselbe. Die Sprache solle das Denken kontrollieren. Daraus wiederum könnten die demokratischen Entscheidungen „gelenkt“ werden. Bertrand Russell, ein bekannter Philosoph, nennt dies „in Demokratien Meinungen zu schaffen“. Der ebenfalls bekannte Noam Chomsky spricht davon, dass es eine „Konsensmanufaktur“ gebe. Und genauso liest sich auch nach Meinung dieser Redaktion die Empfehlungsliste für die ARD. Nennen wir sie „Konsensmanufaktur“ – einverstanden? Teilen Sie uns gern Ihre Meinung mit.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. @Daraus wiederum könnten die demokratischen Entscheidungen „gelenkt“ werden. Bertrand Russell, ein bekannter Philosoph, nennt dies „in Demokratien Meinungen zu schaffen“.

    Das ist ganz klar festzustellen bei Berichten über:
    Russland/Putin
    Syrien/Assad
    Venezuela
    Trump
    Ukraine
    AfD

    Informiert man sich ausserhalb der MSM, soll heißen in Atternativmedien wo man Interviews findet von Journalisten, Botschaftern oder auch Staatsoberhäuptern, findet man ein gänzlich anderes Bild als das was von den MSM als ‚gelenkte Meinung‘, um das Wort Lügenpropaganda zu vermeiden, verbreitet wird.
    Da findet man Dinge die der Mainstream niemals bringt. Passt schließlich nicht zur ‚gelenkten Meinung‘, um das Wort Lügenpropaganda wieder zu vermeiden.

  2. Hallo,

    jaja, das wird ein Rohrkrepierer. Alleine schon die Wortwahl lädt zum spielen ein. Da wird aus dem „Gemeinwohlsender“ schnell ein „Gemein sind sie wohl, die Sender“. Und aus dem „Wir sind ihr!“ macht der gehässige Wortverdreher dann ein prägnantes „Wir sind irr’!“

    Das erinnert mich an das vollkommen unfachkräftige Umbenennen des Strohmanns GEZ und Gebührenservice ARD ZDF Schlandradio. Borher war die GEZ, eigentlich nur ein Rechenzentrum der ÖR, der Böse und nun tauchten die Namen ARD und ZDF bei der Abzocke offen auf. Das war auf 2013 so. Und kurz darauf erschalten die Rufe „Lügenfresse halt die Presse!“ – oder so ähnlich – auf den Straßen. Aus propagandistischer Sicht liefern die ÖR ein erbärmliches Trauerspiel ab.

    MfG