in Medien

Einen spektakulären Fall von Selbstkasteiung erlebten Zuschauer auf „tagesschau“-Online. Der WDR-Journalist Lorenz Beckhardt klagte sich vor laufender Kamera an, zu den Konsumsüchtigen zu zählen. Die allerdings gehörten bestraft, vom Staat – mit höheren Preisen. Ein ungewöhnlicher Auftritt, meinen die Kritiker. Auch der „Focus“ äußerste sich: „Schräger Klima-Kommentar in ARD: Journalist will endlich bestraft werden“.

Nehmt mir Geld….

Sein Appell ist ausdrücklich an Regierungen und Politiker gerichtet. Wir essen Fleisch, wir fliegen viel und wir nutzen das Auto. Dafür gehörten wir, die Konsumsüchtigen, mittels höherer Steuern bestraft. Auch er selbst zählte sich zu den Süchtigen, die nur über höhere Strafen gezähmt werden könnten.

Kritiker meinen, dies sei zwar eine persönliche Offenbarung, die insofern möglicherweise sogar redlich wäre. Dennoch bleibt die Frage, ob ein derart persönlicher Appell, eine Selbstauskunft des von den allgemeinen Zwangsbeiträgen finanzierten Journalisten, Teil der öffentlich-rechtlichen Medien sein kann.

„Der Klimaschutz“ ist derzeit eine Geschichte, bei der zwar alle offenbar in etwa dasselbe meinen, aber dennoch aneinander vorbeireden. Die einen leugnen den Klimawandel, die anderen meinen, er sei nicht menschengemacht, die dritten sehen den Menschen nur in der Teilverantwortung und die nächsten sind der Auffassung, der Mensch sei der wesentliche Triebmotor. Wie weit der Klimawandel reicht, steht nicht fest. Welche Instrumente sich zur Verhaltenssteuerung überhaupt eignen, Appelle, Verbote, Gebühren etc., ist praktisch und wissenschaftlich höchst umstritten.

Der Journalist stellt damit ein persönliches Anliegen, sein Strafverlangen, als Meinung oder Kommentar vor. Ein befremdliches Bild, so einige Kritiker, die auf die Informationspflicht der Sender verweisen. Persönliche Befindlichkeiten in Kommentarform dürften mit der geforderten Aufklärung über objektivierbare Sachverhalte wenig zu tun haben. Wer Politik betreiben möchte, kann dies in Deutschland bis dato in den verschiedensten Parteien und damit jederzeit. Dennoch ist der Auftritt des öffentlich-rechtlichen Journalisten kein reiner Zufall, sondern Ausdruck der Politisierung der vormals unabhängigen Senderbotschaften. Wir fördern objektiveren Journalismus. Klicken Sie hier.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. Äußerst befremdlich. Wenn er den Drang verspürt, bestraft zu werden, kann er gerne Sühnezahlung leisten an bedürftige deutsche Rentner und Alleinerziehende. Er soll aber nicht diese Sühnezahlungen von der Allgemeinheit verlangen. Mit welchem Recht will er sowieso schon sozial und finanziell Minderbemittelte (und das sind heute schon Mittelständler!) in Generalbestrafung nehmen? Solch ein Warzenschwein! Und das ist noch eine Beleidigung für diese lieben und unschuldigen Tiere.

  2. Das untere Einkommensviertel der Bevölkerung hat kein Auto, kann sich keine Flugreisen leisten und isst bestenfalls Fleischereiabfälle aus dem Supermarkt. Das nächste Viertel da drüber kann sich solchen Luxus auch nur sehr beschränkt leisten. Vielleicht sollte der Schreiberling einfach mal seine Kohle in eine Domina investieren? Da kann ihm fachkräftig der Op versohlt und geholfen werden. Aber das ist eigentlich nix, dass an die große Glocke gehört. Ich empfinde das öffentliche Ausleben der eigenen Perversionen einfach als unangemessen und irgendwie peinlich.

Webmentions

  • ARD-Journalist ruft nach Strafe für sich…. - NEOpresse - JOURNALIST.international 5. August 2019

    […] 5. August 2019 JOURNALIST Google, JournalismusARD-Journalist ruft nach Strafe für sich….  NEOpresse […]