in Medien

Polemik. Da das Internet es möglich macht, dass sich Menschen zunehmend selbst informieren und zu unbequemen Schlüssen kommen, ist es ratsam, von Zeit zu Zeit Artikel erscheinen zu lassen, die sich vorgeblich mit diesen Schlüssen auseinandersetzen. So kann – ohne sachliche Argumentation – der Verdacht zerstreut werden, die „freie Presse“ würde etwas verschweigen. Der Begriff „Verschwörungstheorie“, obwohl ähnlich wie „Kapitalismus“ oder „Pazifist“ semantisch neutral bis positiv, hat sich dabei als negativ aufgeladener Kampfbegriff etabliert.

1. Der Name „Hitler“ muss genannt werden.
2. Definiere niemals, was eine Verschwörungstheorie ist. Je diffuser der Begriff in den Köpfen der Leser bleibt, desto mächtiger ist er.
3. Beginne den Artikel mit einer möglichst abstrusen Behauptung. Beispiel: Bielefeld existiert nicht; Paul McCartney ist bereits tot; Elvis lebt und führt zusammen mit Hitler und Honecker eine Werkstatt für Reichsflugscheiben in der argentinischen Pampa.
4. Führe ein paar alternative Erklärungsansätze von Vorfällen an, an deren offizieller Erklärung ein kritischer Geist zweifeln könnte: Pearl Harbour, John F. Kennedy, 11. September. Durch die Verbindung mit Elvis und Hitler wird jeglicher Zweifel von vornherein als Spinnerei abgetan.
5. Erwähne, dass es Menschen gibt, die an eine „jüdische Weltverschwörung“ glauben. (Nenne u. U. „Die Protokolle der Weisen von Zion“ zur Verstärkung). Kein anständiger Mensch will mit denen in einem bis zehn Atemzügen genannt werden. Besonders angebracht bei Kritik an Bank- und Geldsystem.
6. Gehe niemals auf Argumente der Verschwörungstheoretiker ein.
7. Benutze halbwegs subtile Argumente ad personam. Belege sind nicht nötig. Zur rechtlichen Absicherung setze ein „mutmaßlich“ vor deine Diffamierung der Person. Bei Zeitnot kann die Subtilität auch entfallen.
8. Unterstelle den Verschwörungstheoretikern niedere Motive. Geeignet sind: alles Trolle bezahlt vom [hier Geheimdienst des jeweilig aktuellen Feindes einfügen]; notorischer Hass auf [hier die positive Version des eigenen Weltbildes einfügen, z. B.: freier Westen; Menschenrechte; demokratische Grundordnung]; Minderwertigkeitskomplexe; Profilneurosen; Ressentiments …
9. Erwähne niemals: dass auch die offiziellen Erklärungen oft nur Verschwörungstheorien sind; dass es auch kaum wahrscheinlich ist, wenn es in unserer Welt keine Verschwörungen gäbe; dass Unmündigkeit selbstverschuldet ist, wenn man sich nicht traut, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
10. Erwecke den Eindruck, die Mehrheit und/oder der gesunde Menschenverstand stünden hinter dir. Belege sind nicht nötig. Niemand möchte als Außenseiter gelten (vgl. Asch-Experiment).
11. Recherchiere niemals selber! Du könnest auf dumme Gedanken kommen …
12. Der Name „Hitler“ muss genannt werden.

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Kommentar

  1. Die Verschwörungspraktiker brauchen die Tips nicht, außerdem ist Nr. 1 und 12 identisch.
    Nur um den Begriff am Kochen zu halten, war der Artikel nicht der Beste.

  2. Wie bekommt ein typischer “Öko”-Ladenhüter Fahrtwind? Richtig, mittels Subventionen

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  3. Drolliger Artikel!

    Vieles ist bestimmt wahr! Ganz besonders die Erwähnung des Adolfs! Ist immer ganz großes Kino!

    Ein Punkt verdient jedoch Kritik – die Reichsflugscheiben.

    Dahinter steckt eine Technik, die einem förmlich die Schuhe auszieht. Wer technisch kein Uni-Grobmotoriker ist und über den Standart-Dummstuß in den Physikbüchern hinausgehen kann, beschäftige sich in diesem Zusammenhang mit den Arbeiten des Prof. Laithwaite, Uni Oxford.

    Warum alle Hinweise auf seine Arbeiten aus den Bibliotheken enfernt wurden?

    Kant lächelt…

  4. Tipp nebenbei, (schon mal darauf hingewiesen) dass
    u.a. Volker Pispers populär wird, immer mehr Seher
    hat.
    Zufall oder nicht, während die Medien an Leserschaft
    verlieren geben offensichtlich immer mehr Leuten
    wie Pispers den Vorzug, hören sich an was der zu
    sagen hat.
    Selbstmord und Defaitismus sind nicht notwendig.
    Z.B.:
    https://www.youtube.com/watch?v=OpFNlNK8j20

  5. Danke für die Tipps. Jetzt kann ich den Verschwörungsverblendeten etwas profesioneller Paroli bieten. Hab immer nur auf die Alltagsmedien hingewiesen aber diese werden leider nicht für wahr gehalten obwohl diese ja für Millionen von Bürgern mit fleiß recherchiert werden.