Umwelt und Gesundheit: Die deutsche Schutzfraktion möchte verbieten…

Edeka und Rewe haben als Supermärkte jetzt einen Verkaufsstopp für Silvesterböller durchgesetzt. Deutschland wird „korrekter“, wie Beobachter feststellen. Und gesünder: Böller gelten seit längerem nicht nur für Menschen, sondern auch für die Tierwelt als Gesundheitsrisiko. Dennoch fragen sich Beobachter, ob „Verbote“, wie die Politik sie nun teils fordert, das richtige Mittel sind.

Die „Deutsche Umwelthilfe“ jedenfalls kümmert sich bereits intensiver um die Verbote. Neben den zahlreichen Eingriffen in den Straßenverkehr geht sie auch gegen die Feuerwerke vor. Kommunen ziehen mittlerweile hinterher, wie wir berichtet haben: Immer mehr Kommunen wollen den „Feinstaub“ unterbinden….

Verbote erfolgreich gefordert

„Im Oktober hat die Lobby-Organisation „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) in 98 mit „Feinstaub belasteten“ Städten ein Verbot für Silvester-Feuerwerke beantragt. Ziel der DUH sind „Schwarzpulver-freie“ Silvester-Feuerwerke in deutschen Städten.

Die DUH hatte ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches in 98 Städten Feinstaubwerte oberhalb des WHO-Grenzwerts zeigte. Deshalb wollte die DUH die für Luftqualität, Gesundheit und Tierwelt schädliche Böllerei verbieten. Denn durch die Böllerei werde so viel Feinstaub freigesetzt, wie in 2 Monaten des Straßenverkehrs, so die Begründung der DUH.

Die DUH war offensichtlich erfolgreich, denn in vielen deutschen Städten wie Hamburg, München, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Bremen, Hannover, Köln, Stuttgart, Augsburg, Nürnberg, Karlsruhe, Sylt etc. ist das Böllern an Silvester entweder verboten oder nur noch in bestimmten Gebieten erlaubt. Die DUH zieht positive Bilanz: 39 Prozent der „belasteten Feinstaub-Städte“ seien nun Feuerwerksverbotszonen.

Kurz vor dem Jahresende erreicht die Klimadiskussion auch den Handel mit Silvesterfeuerwerkt. Erste Supermärkte verbannen nun schon Feuerwerk ganz aus dem Sortiment. Marktleiter sprechen von Umweltschutz, Hersteller von einer Scheindebatte. Ob der Böller-Boykott zum Trend wird, entscheidet sich wohl erst nächstes Jahr.

DUH-Chef- Jürgen Resch sagte, er „hoffe, dass ein Ruck durch die Gesellschaft gehe und die Menschen in diesem Jahr weniger Böller und Raketen kaufen“. Anfang 2020 wolle man die Händler auffordern, den Feuerwerksverkauf komplett einzustellen. Als prominenteste Baumarktkette kündigte Hornbach jüngst an, von 2020 an in Deutschland kein Feuerwerk mehr ins Sortiment zu nehmen. Die Empfindlichkeit hat auch die „Grünen“ erreicht…. Lesen Sie mehr hier…“