Todesfalle Deutschland: 40.000 Menschen sterben in Krankenhäuser an Infektionen

Todesfalle Deutschland: 40.000 Menschen sterben in Krankenhäuser an Infektionen

Ein Land, das die Anschnallpflicht geradezu erfunden hat, lässt eine der größten Todesfallen einfach weiter wirken: Infektionsfälle in Krankenhäusern. Schlimm, welche Zahlen ein Schwesterportal erst vor wenigen Tagen ans Licht der Öffentlichkeit brachte. Es gibt in Deutschland nach einer früheren Meldung der „Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene“ immerhin statt den bislang öffentlich zugegebenen 20.000 Todesfällen sage und schreibe 40.000 Todesfälle durch Infektionen in Krankenhäusern.

Sollte die Zahl auch nur annähernd stimmen, dann hat der neue Gesundheitsminister Spahn eine viel größere Aufgabe vor sich, als „nur“ die Pflege neu zu organisieren.

Hintergrund der Schätzung ist der Umstand, dass sich insgesamt bis zu 1 Million Menschen in Deutschlands Krankenhäusern mit einer Infektion anstecken lassen – jährlich. Das wiederum ist eine Zahl, die zumindest das „Nationale Referenzzentrum zur Überwachung von Klinikinfektionen“ so nicht bestätigen kann. Deren Auffassung nach sind lediglich die Hälfte der Patienten davon betroffen, Opfer einer Infektion zu werden.

Die DGKH erblickt darin wiederum deutlich eingefärbte Zahlen, die sich in der Realität nicht mehr bestätigen lassen. Unabhängig davon sei es möglich, etwa die Hälfte aller Infektionskrankheiten in Krankenhäusern zu unterbinden. Dafür reiche schlicht mehr Hygiene. Dies allerdings wird in den Krankenhäusern vernachlässigt, da Hygiene Geld kostet und der Staat nicht so exakt untersucht. Die Gesundheitsbehörden also müssten deutlich mehr Engagement und Willen zeigen, um den Skandal zu unterbinden.

Hier findet sich auch der Ansatz für Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Öffentlichkeit hat saubere Krankenhäuser und weniger Todesfälle verdient. Das gesamte Abrechnungssystem der Krankenhäuser müsste auf den Prüfstand gestellt werden. Derzeit verdienen die Häuser an sogenannten Fallpauschalen. Dies ist indes eine Abrechnungsform, die Hygiene weitgehend überflüssig werden lässt – kaufmännisch betrachtet. Insofern ist hier Vorsicht geboten – in Krankenhäusern. Als Patient.