Kosten für Moderna-Corona-Impfstoff nun bekannt…

Jetzt hat das US-Unternehmen Moderna wie auch das Mainzer Unternehmen BioNTech (mit dem Partner Pfizer) die Zulassung des Corona-Impfstoffs bei der EMA (der EU-Behörde für solche Angelegenheiten) beantragt. Moderna hat zudem bereits den Zulassungsantrag in den USA gestellt. Im Dezember, so hieß es kürzlich, wolle Moderna möglicherweise schon an den Markt. BioNTech hofft offenbar, am 29. Dezember die Zulassung zu erhalten. Das Geschäft mit den kurzzeitig „getesteten“ Impfstoffen rollt an. Der Impfstoff von Moderna dürfte zum Kassenschlager werden.

Neben BioNTech und Pfizer, die zusammen einen Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Zulassung bei der FDA angemeldet haben, steht nun auch Moderna vor neuen Abschlüssen. Das Unternehmen hat gegenüber der „Welt“ gemeldet, es stehe kurz davor, einen Vertrag mit der EU abzuschließen. Ziel von Moderna sei es nicht (gewesen), als erster über die Ziellinie zu gehen, sondern einen guten Impfstoff zu entwickeln. Es benötige mehr als einen Impfstoff, um die Pandemie zu besiegen. Nun wird auch der Preis für den Impfstoff bekannt.

Moderna möchte 25 bis 37 Dollar

Der Preis sei mengenabhängig, so Moderna. Die Impfstoffdosis koste zwischen 25 und 37 Dollar. Der Preis sei „fair“. Dabei sei zu bedenken, wie „hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn ein Mensch schwer an Covid-19 erkrankt“.

Die Rechnung wird von Beobachtern als zynisch wahrgenommen. Denn Moderna wie auch alle anderen Pharma-Unternehmen sollten sich, so die Vorstellung, bei der Preispolitik nicht an den Fallzahlen orientieren – wenn die Kosten für die Behandlung der Gradmesser seien, wären beispielsweise die überbordenden Kosten bei verschiedensten Krankheiten, an denen die Pharma-Industrie profitiert, nicht zu argumentieren.

„Fair“ ist ein Preis in der Marktwirtschaft offenbar dann, wenn ein ausreichend großer Markt zwischen Anbieter und Nachfragern ein Niveau erzeugt, mit dem alle Seiten zufrieden sind. Angesichts der Knappheit des zur Verfügung stehenden Impfstoffs, so er optional kommen wird, ist dies kein „Markt“, sondern im sogar noch besseren Fall ein Oligopol verschiedener weniger Anbieter.

Hier wäre alternativ der Staat ggf. gefragt, die Grundrechte auf Eigentum gegen Entschädigung auszusetzen – doch dann läge die Preiskalkulation auf Seiten der Gerichte. Ausgesprochen seltsam, so Kritiker, dass die stille Enteignung in Form von Einschränkungen und dem unbegrenzten Geldmengenwachstum politisch einfach so durchgehen kann.