Israel und Großbritannien schaffen Impfpass ab

Die EU-Kommission hat den Weg für den sogenannten „digitalen grünen Pass“ freigemacht. Mit diesem Impfpass sollen Menschen ab Juli innerhalb des Schengen-Raums testfrei reisen können. In dem grünen Pass werden nicht nur Impfungen vermerkt, sondern auch ob, wann und mit welchem Impfstoff geimpft worden ist. Zudem wird dort registriert, wann der letzte Corona-Test stattgefunden und ob man eine SARS-CoV-2-Infektion überwunden hat.

Scannen eines QR-Codes

Der grüne Pass soll in allen EU-Staaten anerkannt sein. Der entsprechende „Status“ des Passinhabers wird durch Scannen eines QR-Codes geprüft, beispielsweise auf dem Smartphone oder ausgedruckt auf Papier. Neben den EU-Staaten wollen auch Island, Norwegen, Liechtenstein und die Schweiz den grünen Pass anerkennen.

In Israel hingegen sollen ab Juni sämtliche Corona-Maßnahmen aufgehoben werden – auch für Ungeimpfte. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, dass „zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie alle Restriktionen auf israelischem Staatsgebiet ab dem 1. Juni aufgehoben werden“.

Vollständig Geimpfte oder „Genesene“ sind im Besitz eines „grünen Passes“, mit welchem die Inhaber Zugang zu Restaurants, Bars oder Sporthallen haben. Ab Juni sollen jedoch auch Menschen, die nicht gegen Corona geimpft sind, wieder überall Zutritt erhalten. Ab Juni soll die Maskenpflicht auch nur noch in geschlossenen Räumen gelten. Der „grüne Impfpass“ ist damit in Israel obsolet geworden.

Die britische Regierung hat nun entschieden, ihre Pläne für die Einführung eines Immunitätsnachweises aufzugeben. Nur noch Bürger mit diesem Pass sollten Zutritt zu größeren Veranstaltungen, Konferenzen, Fußballspielen etc. erhalten. Entsprechende Pläne hatte Premierminister Boris Johnson im Februar 2021 ins Spiel gebracht, wobei schon zu diesem Zeitpunkt deutlich gemacht wurde, dass Regelungen, wie es sie derzeit in Deutschland gibt, also ein Nachweis der „drei Gs“ um etwa in Restaurants etc. zu gelangen, im Vereinigten Königreich nicht in Frage kommen.

Seit Februar hatte eine Kommission in Großbritannien die Vor- und Nachteile eines Impfpasses untersucht. Die Kommission unter der Leitung von Michael Gove, dem Chancellor of the Duchy of Lancaster, ist zwischenzeitlich zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Impfpass in Großbritannien keine Zukunft hat, wie der „The Telegraph“ berichtete.

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