Gesundheitsministerium antwortet zur Frage von „extrem wenig“ Atemwegserkrankungen

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Der inzwischen auf der „Bundespressekonferenz“ unter Druck durch die etablierte Konkurrenz stehende Journalist Boris Reitschuster vom Portal reitschuster.de hat den Sprecher des Gesundheitsministers Jens Spahn, Hanno Kautz, zu Zahlen des Robert-Kochs-Instituts (RKI) befragt: „Im aktuellen Influenza-Wochenbericht des RKI steht wörtlich, dass die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen unter den Werten der Vorsaison auf einem extrem niedrigen Wert ist.“ Zugleich würde das RKI behaupten, dass eine Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus oft mit Atemwegserkrankungen einherginge.

Der Journalist wollte nun wissen, wie dieser Widerspruch zu erklären sei. Das Bundesgesundheitsministerium allerdings hat keine Antwort präsentiert, sondern verwies vielmehr darauf, der Fragesteller solle sich an das RKI wenden. Der Sprecher des Ministeriums wurde wörtlich zitiert: „Ich habe doch gerade gesagt, Sie sollen sich ans RKI wenden. Ich würde jetzt ungerne die Statistik des RKI oder die Auswertung des RKI kommentieren von dieser Stelle“. Es sei besser, der Journalist würde das RKI fragen.

Tatsächlich wandte sich Reitschuster eigenen Angaben nach an das RKI. Bis dato hat Reitschuster.de noch keine Antwort auf diese Anfrage, die vor wenigen Tagen gestellt wurde, ins Netz gestellt. Möglicherweise hat der Journalist noch keine Antwort erhalten. Die Situation erinnert an den März 2020. Auch damals meldete das RKI stark fallende Zahlen an Atemwegserkrankungen.

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Der „Lungeninformationsdienst.de“ beschrieb seinerzeit (am 16. April), dass die Rate an akuten Atemwegserkrankungen „seit Anfang März 2020 in Deutschland stark gesunken (ist). Ein so deutlicher Rückgang sei extrem ungewöhnlich.“ Dies sei, so wurde das RKO zitiert, ein klarer Hinweis auf die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Atemwegserkrankungen.

In Verbindung mit diesen Aussagen wäre es nun interessant zu erfahren, wie sich dieser inzwischen auch schon historische Widerspruch (Atemwegserkrankungen sind 2020 wahrscheinlich wegen der Maßnahmen massiv zurückgegangen, Infektionen aber sind weiterhin auf hohem Niveau) erklären lässt.

 

 

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