in Gesellschaft

Frieden ist einer der Hoffnungsbegriffe in einer immer kriegerischeren Zeit geworden. Die Menschen wünschen sich Frieden, wissen aber nicht, wie der konkret zu erreichen ist. Immanuel Kant hat in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ konkret darüber nachgedacht, wie man eine friedliche Welt schaffen kann. Seine Gedanken hatten eine gewaltige Folgewirkung bis hin zu den heutigen Vereinten Nationen.

Natürlich werden die Thesen eines Philosophen nichte direkt in die Wirklichkeit übersetzbar sein. Sie können aber als Maßstab diesen, als Richtschnur für das Handeln in der aktuellen Politik. Das Bündnis der Nationen das Kant wollte ist formal in den UN verwirklicht, aber natürlich nicht der Wirkung nach. Die Vereinten Nationen sind ein sehr loser Bund der Staaten, der eigentlich immer geringeren Einfluss hat. Entscheidungen treffen ja weniger die in den UN versammelten Nationen, sondern die Großmächte im Sicherheitsrat. Dies liegt nicht in der Intention von Kant. Die Lage entspricht ja eher dem Großmächtesystem zu Zeiten von Kant.

Etliche andere Vorschläge sind auch interessant, wie Kants Weltbürgerrecht. Er verstand das als Besuchsrecht der Bürger in jedem anderen Staat. Etliche von Kants Friedensvisionen sind auch schon verwirklicht, so werden heute keine Staaten mehr verkauft oder vererbt. Dies erschien Kant deswegen ablehnenswert, weil ein solches Vorgehen die Bürger sozusagen entwertet.

Kant gilt als herausragender Denker, seine Friedensschrift ist aber weit weniger bekannt als z.B. seine Kritik der reinen Vernunft. Es lohnt sich deshalb, einen Blick hineinzuwerfen und die Vorschläge herauszuarbeiten, die Kant macht, um den Frieden in der Welt voranzubringen. Vieles ist uns heute schon vertraut. Es bleibt noch einiges zu tun, um die Ideen des Königsbergers Wirklichkeit werden zu lassen. Aufgerufen sind die Staaten, aber nicht nur. Es ist ebenfalls Aufgabe der Bürger für eine gerechte Friedensordnung einzutreten. Von Kant lässt sich lernen, dass ein Frieden mehr ist als ein unterschriebenes Stück Papier. Er braucht eine feste Basis in der Bürgerschaft, muss rückgebunden werden, darf kein Elitenprojekt sein. Kein geringer Anspruch, aber plausibel.

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Kommentar

  1. „WDR-Reportage_ Steuerfrei — Wie Konzerne Europas Kassen plündern – YouTube“, „Schwarze Kassen der CDU – Das dunkle Geheimnis _ Arte Doku – YouTube“, „USA_CIA supports Nazi-Fascists worldwide – arte Doku_ Dienstbereit – YouTube“.

    „C: Welche weiteren Probleme muss Europa noch vorrangig lösen?

    VK: Europa muss überleben. Das ist das Allerwichtigste, weil ich sehe, wie die Idee Europa sabotiert worden ist. Einerseits ist da der Euro. Andererseits die Ukrainekrise. „

    Das Gegenteil ist richtig, die Idee „Europa“ ist genau der ungeistige Unhold Brüssel. Den haben sich die Nazis ausgedacht. (ganz nebenbei sollten gerade die Hitler-Anhänger total begeistert sein von diesem Europa und im Siegestaumel „Heil mein Führer“ kreischen)

    • Wenn Europa nicht funktioniert, dann liegt das nicht an Saboteuren, sondern an einem irreparablen Webfehler in der Idee der Nazis, die war einfach Schrott. Das ist ja auch ganz klar, denn wer auf die sozialdarwinistischten, snobistischten, imperialistischten Elemente der Wirtschaft und der Politik baut, der baut ein Ghetto in der Bronx und das ist eben kein Haus am Meer.

      Um überhaupt eine blasse Ahnung von dem zu bekommen, was sich in Europa und der Welt abspielt, müssen zuerst die Hintergründe sitzen. Wir haben es nun sehr einfach, denn die Hintergründe sind gut dokumentiert und wir können sie als Filme ansehen.
      Das Grundübel ist die Arroganz und die hat Europa schon 33 bis 45 in Schutt und Asche gelegt, die EU war seine Kopfgeburt.

      • Solange mit dem 3. Reich sympathisiert wird, wohnt ein Teil der Arroganz in einem selber und erzeugt einen blinden Fleck. Die Teilblindheit äußert sich als Allergie, die Tatsachen bestreitet und mit Meinungen gegen eine wirkliche Neuerung opponiert. Damit wird man, ob man will oder nicht, zum Komplizen des Chaos.

  2. Der Grundgedanke EU ist eigentlich toll. Wird leider durch die Handelnden torpediert. So wird es halt nix mit Frieden. Schade!!!!!!!!!!!!!

  3. Kant war ein Idealist. Seine Schriften strotzen geradezu von Moral mit ihrer Pflichterfüllung.
    Die Auswirkungen erleben wir gerade.

    Sein ethischer Universalismus, mit dem uneigeschränkten Siedlungsrecht, den die Grünen so gerne vor sich hertragen, um diesen Flüchtlingswahn zu legimitieren, ist schlicht nicht anwendbar, da das Recht des einen immer auch das Recht des Anderen tangiert.
    Deshalb braucht es Regeln, Gesetze und Grenzen.
    Alles andere ist Selbstmord.

    Ich mag mich irren, aber ich kennen keinen Ort und kein Volk, wo es anders gehandhabt wird.
    Selbst im tiefsten Dschungel gibt es klare Regeln mit den dazugehörigen Grenzen fürs Zusammenleben.

  4. @MaoAnna: Kant postuliert gerade k e i n Siedungsrecht, sondern nur ein Besuchsrecht, wie es der Autor Dr. Weilmeier deutlich hervorgehoben hat. Es hat den Anschein, dass dem Autor das persönlich nicht ausreichend erscheint.

    Zu keiner Zeit in der Weltgeschichte hat es das aber gegeben, dass sich eine gewachsene menschliche Gemeinschaft grenzenlos jedem Zuzug von außen öffnete.Über unsere realitäsferne Kanzlerin ärgern sich alle mitbetroffenen Politiker in Europa. Der Rest der Welt lacht über so viel Unverstand.

    Von Kants Friedensethik können wir heute so viel lernen, dass wir große Menschheitsträume achten sollen, auch wenn wir wissen, dass sie kaum umsetzbar sind.

    • Da haben Sie vollkommen Recht.
      Nur passiert es eben immer wieder, dass Politiker versuchen manche Philosophie als besonders ethisch zu verkaufen.
      Die Grünen ins besondere eben mit diesem Siedlungsrecht. Das da Vermischungen auftreten ist, glaub ich, gewollt.

      Leider ist es so, dass das was Moral ist, immer vom Staat festgelegt wird.
      Im Übrigen ist Moral eine rein menschliche Erfindung und selbst auf den Menschen nur bedingt anwendbar.

      Kant hatte seine Visionen.
      Aber gerade das mit der Vernunft und dem moralischen Pflichtbewusstsein kann ziemlich nach hinten losgehen, wenn man wie gerade jetzt, dem Ganzen blind verfällt.

      Ich denke, Pflicht bis zur Selbstaufgabe war nicht sein Ziel.