Zehntausende Migranten warten auf Familienzusammenführung

Ab August dürfen nach offiziellen Angaben monatlich 1.000 Angehörige von Migranten nach Deutschland nachreisen. Es bereits über 31.000 offizielle Anfragen über Familienzusammenführung geben. Die meisten Anfragen kommen aus dem Libanon. Doch auch aus anderen Syrien-Anrainer-staaten wie z. B. aus Jordanien, dem Irak und der Türkei kommt großer Andrang. Aufgrund dessen hat das Auswärtige Amt personelle Verstärkung angefordert, um die Visa-Anfragen zu bearbeiten.

Das Auswärtige Amt will die 1.000 Personen pro Monat nach „humanitären Gründen“ auswählen. Dies könnte eine bereits seit langem bestehende Familientrennung sein oder eine Gefährdung von Leib, Leben und Freiheit eines Familienmitglieds eines in Deutschland lebenden Migranten.

Die Linken im Bundestag kritisieren das geplante Vorgehen der GroKo. Die Entscheidung darüber, wer nachziehen dürfe, gleiche einer Lotterie, die zulasten Tausender Frauen und Kinder ginge. Das Personal im Auswärtigen Amt, das über solch lebenswichtige Fragen entscheiden solle, sei dafür viel zu unqualifiziert, kritisieren die Linken. Zudem sei unklar, nach welchen Kriterien entschieden werde. Dadurch könne für viele eine Zusammenführung um Jahre verzögert werden. Das sei weder sozial noch christlich und gefährde die Integration.

Der vorübergehend gewährte Schutzstatus der Bundesregierung könnte als bald zu einem Daueraufenthalt werden. Asylbewerber erhalten eingeschränkten Schutzstatus, die nach Genfer Flüchtlingskonvention keinen Anspruch auf Schutzstatus haben. Dennoch dürfen 1,5 Millionen Migranten, die 2015 und 2016 illegal nach Deutschland eingereist sind bleiben und jetzt ihre Familien nachholen.

Der „reguläre“ Familiennachzug geht ab August weiter. Ende vergangenen Jahres gab es bereits über 54.000 Anträge auf Familienzusammenführung. Sollten alle 1,5 Millionen eingereisten Migranten ihre Familienangehörigen nachholen, könnte es im Schnitt bald 4,5 Millionen Migranten aus Nahost und Afrika sein, die in Deutschland leben – auf Kosten der Steuerzahler.