WWF: 50% der Lebensmittelabfälle vermeidbar

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Die Metastudie ‘Das Große Wegschmeißen’ des WWF hat sich mit der Lebensmittelverschwendung in Deutschland beschäftigt und kommt zu einem klaren Ergebnis: 18 Millionen Tonnen (!) Lebensmittel werden im Jahr weggeschmissen; 10 Millionen Tonnen lassen sich ohne große Umstände vermeiden.

Folgend ein paar Vergleiche zum Verständnis: 10 Millionen Tonnen sind knapp ein Drittel des Nahrungsmittelverbrauchs in Deutschland. Rechnet man diese Menge um auf die benötigte Fläche, die es mit industrieller Landwirtschaft zur Erzeugung braucht, so sind das ca. 2,6 Millionen Hektar Ackerfläche. Das entspricht in etwa einem Viertel der gesamten Ackerfläche in Deutschland und der Größe des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Untersuchung hat die Wertschöpfungskette von der Ernte bis zum Endverbraucher in sechs Kategorien unterteilt und auf ihre jeweilige Verschwendung untersucht. Hier die wichtigsten Bereiche: Mit rund 40% verschwendet der Endverbraucher den größten Anteil, während sich 70% der 7,2 Millionen Tonnen einsparen lassen würden. Bei Großverbrauchern wie Restaurants oder Großküchen liegt der Anteil bei 20%, hier könnten ebenfalls 70% eingespart werden. Der Groß- und Einzelhandel belegt mit 2,5 Millionen Tonnen Rang Drei, hat aber mit 90% das größte Potential Abfälle zu vermeiden.

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Viele Gründe der Verschwendung sind gesetzlicher Natur. Richtlinien, Normen, Regelungen von Wirtschaftsverbänden. Sie alle sorgen dafür, dass zum Beispiel bei der Nachernte viel Obst und Gemüse liegenbleibt, weil es in Form oder Farbe nicht der Norm entspricht. Bei Karotten sind es z.B. 30% ‘Abfall’, bei Äpfeln 10%. Hier ist die Bundesregierung in die Verantwortung zu nehmen, um sich für weniger verschwenderische Richtlinien einzusetzen.

In anderen europäischen Ländern versucht man schon neue Wege zu gehen. In Frankreich wurde vor kurzem erst ein Gesetz erlassen, dass es Supermärkten verbietet, Lebensmittel wegzuschmeißen. Auf anderen wegen ist die Plattform Foodsharing.de engagiert, Lebensmittel zu retten, die aufgrund von Richtlinien entsorgt werden müssen, aber noch genießbar sind.

Die Zahlen der Studie sind im Detail sicher diskutierbar. Doch eins ist klar: wir schmeißen zu viel Essen weg. Gerade in Zeiten, in denen immer noch rund 1 Milliarde Menschen keine ausreichende Nahrung haben und die Weltbevölkerung weiter steigt, sollten wir zuerst mal das Wegschmeißen beenden und erst dann darüber diskutieren, dass wir immer mehr und mehr produzieren müssen.

Quellen:
http://www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/30627.html
http://enorm-magazin.de/die-vermeidbaren-10-millionen-tonnen
http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Studie_Das_grosse_Wegschmeissen.pdf

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