in Gesellschaft

Die Wohnungsnot in Deutschland wird immer grotesker. Wer das nicht wahrhaben möchte, kann nach Berlin gehen und zusehen, wie sich die Wohnungsnot zuspitzt. Die BZ-Berlin.de zeigte, dass bei einer Wohnungsbesichtigung in Kreuzberg mehrere hundert Menschen eine Wohnung besichtigen wollten. Es ging weder um eine große, noch um eine luxuriöse Immobilie.

Dramatischer Wohnungsmangel

In Berlin sind demnach innerhalb von fünf Jahren 250.000 neue Einwohner zugezogen. Die Stadt wird immer voller. Dennoch wird kaum gebaut. Die Wohnungsnot führt dazu, dass die Kaltmiete allein in Kreuzberg auf 9,43 bis 22,08 Euro pro Quadratmeter gestiegen ist. Kaltmiete wohlgemerkt. Das bedeutet, dass die Einwohner Berlins bei fast stagnierenden Einkommen und einer immer größeren Nachfrage immer weniger Wohnraum für ihr Geld erhalten. Oder weniger Geld für andere Investitionen erübrigen können.

Das ist Marktwirtschaft, könnten Befürworter sagen. Nur: Die Marktwirtschaft im Immobilienmarkt lebt auch davon, dass die Politik nicht schläft. Sie müssten durch Rahmenbedingungen selbstverständlich dafür sorgen, dass in einer größer werdenden Stadt – bezogen auf die Einwohner – hinreichend schnell Wohnraum geschaffen wird.

Sie dürfte die Kredite per künstlichen Niedrigzinsen nicht so günstig werden lassen, dass Eigentümer für ihre Immobilien immer mehr Geld zahlen müssen – und selbstverständlich die Mieten anheben müssen. Sie dürfte die Rahmenbedingungen bezogen auf Bauvorschriften oder Energievorschriften nicht permanent verschärfen. Sie dürfte die Grunderwerbsteuer nicht permanent erhöhen und auch die Grundsteuer müsste immobiliengerecht gestaltet werden.

Doch schon jetzt fehlen 77.000 Wohnungen in Berlin. Den aktuellen Rechnungen nach würden bis Ende der 2020er-Jahre gut 200.000 Wohnungen fehlen. Dank der seit Jahren vorgenommenen Politik in Merkel-Deutschland. Die Niedrig-Zinsen allein sind bereits ein hinreichender Grund für den Mangel und die Preisexplosion. Nicht nur in Berlin, auch in allen anderen Metropolen sind die Preise bereits massiv gestiegen – und damit die Mieten.

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Kommentar

  1. Die Mieten können doch nicht hoch genug sein bei unseren Finanzminister. Je höher der Mietzins, um so höher sind doch die Steuer Einnahmen. Alles nur Show und nichts anderes. Und was gebaut wird ist, noch viel teurer. In Kleinstädten stehen Tausende Wohnungen leer, weil sie viel zu teuer sind. Hauseigentümer vermieten lieber an die Städte und Gemeinden, die dann dort Migranten einquartieren. So sieht es in Wirklichkeit aus !!!!