in Gesellschaft

Jetzt stellen Sie sich bitte mal Folgendes vor: Sie sind Journalist und haben eine Riesen-Sauerei aufgedeckt. Es geht um Spenden. Sie wurden gesammelt, aber nicht immer werden sie korrekt weitergeleitet. Sie berichten darüber. Jetzt bekommen Sie jede Menge Ärger, werden bedroht und mit Prozessen überzogen.

Mehr noch: Sie werden diffamiert. Denn der Gegner, mit dem sie sich angelegt haben, hat Macht, Geld und Zeit. Redaktionen und Internet werden mit Schmähbriefen überzogen.

Stefan Loipfinger: “Das Problem ist, wenn man eine Sache raus gelöscht hat, da muss man so viel Energie reinstecken, dass in der Zeit der andere locker drei, fünf neue Dinge woanders verbreitet. Und das ist wie eine Hydra, der schlägt man einen Kopf ab, drei neue wachsen sofort nach. Man ist im Grunde fast machtlos.”

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Viele schwarze Schafe hat Stefan Loipfinger enttarnt. Er hat der Spendenbranche auf den Zahn gefühlt, mit dem Internetportal “CharityWatch.de“.  Auch Verbraucherschützer empfehlen seine Veröffentlichungen.

Doch jetzt hat er aufgegeben: “Kapitulation ist ein hartes Wort, aber letztendlich ist es ein Eingeständnis, dass es so nicht funktioniert hat. Das ist so.” meint der Gründer der Plattform, “Man muss am Ende einfach, wenn man die vier Jahre, wo ich das jetzt gemacht habe, ein Stück weit Revue passieren lässt, erkennen, dass es, für einen Einzelkämpfer im Grunde unmöglich war, gegen die Industrie, die ja beim Spendenwesen dahinter steht und Milliardenbeträge bewegt, gegen so eine Industrie zu bestehen.”

Quelle: NDR/Maik Gizinski

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