in Gesellschaft

Hilfsorganisationen konstatieren, dass Ungleichheit und Armut sowie die Kluft zwischen arm und reich ständig zunehmen. Die Fakten lassen sich nicht mehr leugnen.

„Die globalen Ungleichheiten haben ihr höchstes Niveau seit 20 Jahren erreicht und wachsen weiter“, heisst es im Bericht von ‚Save the Children‘ (Rettet die Kinder).

Im Bericht Bom Equal (wie durch Verminderung der Ungleichheit unsere Kinder eine bessere Zukunft erhalten) sagt, dass die fortlaufende Ungleichheit Fortschritte zur Verbesserung des Lebensstandards verhindert.

STC fand in 32 untersuchten Entwicklungsländern, dass die Reichen ihren Anteil am Nationaleinkommen seit 1990 vergrößerten. In einem Fünftel der Länder sind die Einkommen der Armen im selben Zeitraum gefallen.

Weiter heisst es:

In allen 32 untersuchten Ländern haben Kinder in den 10 % reichsten Haushalten 35 mal mehr Geld zur Verfügung als in den ärmsten 10 %. Die Kluft zwischen den ärmsten und reichsten Kindern ist beträchtlich größer als zwischen den Erwachsenen, was darauf verweist, dass die Kinder den Ungleichheitseffekt viel stärker verspüren.Und die Kluft wird immer größer.
Seit 1990 ist der Anteil der Kinder am BNP in den ärmsten 10 % gefallen und entsprechend wuchs der Anteil der reichen Kinder.“
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Diese Kluft ist besonders ausgeprägt bei Kindern, was ihr Wohlbefinden vermindert und in verschiedenen Schlüssel-Indikatoren Ungleichgewichte verursacht, wie STC meint.
Im Bericht heisst es, dass in Tansania die Kindersterblichkeit im reichsten Fünftel der Bevölkerung von 135 auf 90 pro 1000 Geburten gesunken ist, während sie sich im ärmsten Fünftel kaum – von 140 auf 137 – verändert hat.

Obwohl die Ungleichheit zwischen Ländern nach wie vor hoch ist, leben mehr als 70 % der ärmsten Menschen der Welt – bis zu einer Milliarde Menschen – in Ländern mit mittlerem Einkommen. Diese ’neue Milliarde ganz unten‘ mit Menschen in extremer Armut in Ländern, die reicher werden, ist innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte entstanden und ist eine starke Herausforderung für die globale Entwicklung.“

Der Bericht fährt fort:

Die Kindersterblichkeitsrate ist unter den Ärmsten mehr als doppelt so hoch in Ländern mit hohen Einkommens-Unterschieden wie etwa in Nigeria. Erschütternde Raten können mehr als sechsmal so hoch in ländlichen gegenüber städtischen Gebieten sein in Ländern mit großen räumlichen Trennungen zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung – wie zum Beispiel in China. Geschlechter-Ungleichheit spielt für das niedrigere Erziehungsniveau der Mädchen eine große Rolle. In Indonesien gibt es zweimal so viele Analphabeten-Frauen als Männer und dreimal so viel Mädchen als Jungen besuchen niemals eine Schule. In Nigeria beträgt der Anteil der Einschulung von Mädchen 44 % gegenüber 56 % bei Jungen.
Einige der größten Fehler zur Erreichung der MDG (Millenniums-Entwicklungsziele) ist das Versagen, Ungleichheit umfassend anzugehen. Ungleichheit ist ein komplexes Problem. Sie zeigt sich in verschiedenen – ökonomischen, sozialen und politischen Dimensionen. Man kann Ungleichheit beim Einkommen, bei der Gesundheits-Versorgung, beim Schulbesuch oder in politischer Vertretung feststellen. Und Ungleichheiten bestehen auf sehr verschiedenen Ebenen.“
Quelle

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