in Gesellschaft

In Kassel hat sich vor gut 15 Jahren ein Politiker in der Grünen Partei nach vorne gearbeitet, der heute Geschichte schreibt. Matthias Berninger wird der neue Chef-Lobbyist des Monsanto-Konzerns Bayer. Berninger war vor gut 15 Jahre damit aufgefallen, dass aus der einst grünen Moral schnell eine Karriereabsicht wurde. Der Mann war unter anderem Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium. Eines Tages dann verschwand er aus der Politik, als es für die Grünen nicht so recht weiterging.

Berninger: Mars macht mobil

Er verschwand bei Mars, dem bekannten Süßwarenunternehmen. Berninger ist 2007 zu diesem Unternehmen gegangen und wurde seither bei der grünen Partei offiziell zumindest nicht mehr gesehen. Die Karriere verlief zwar in der Öffentlichkeit weitgehend geräuschlos, Berninger musste auf die übliche Prominenz eines Politikers mit wichtigem Posten verzichten.

Jetzt wird es wohl lebendiger für Berninger. Bayer wird ihn zum „Leiter Public and Governmental Affairs“ machen. Am 1. Januar tritt der den Posten an. Es geht darum, nach den Glyphosat-Skandalen das Umfeld wieder zu beruhigen. Monsanto mit zahllosen Klagen wird in den kommenden Jahren ohnehin zum Geschäftsrisiko für die Leverkusener. Berninger nimmt gleich seinen Dienstsitz in Washington ein. Das bedeutet, er weiß wohl, dass es ausschließlich um Monsanto und Glyphosat geht. Die Grünen werden sich darüber „freuen“, wie der frühere Verbraucherschützer sich gemacht hat. Ein Schüler von Renate Künast.

Berninger hat seiner Partei damit einen Bärendienst erwiesen. Sämtliche grünen Programme, an denen er mitgewirkt hat, zielen auf die Abschaffung von Pflanzenschutzmitteln hin. Er arbeitet gegen Geld nun gegen seine früheren Freunde. Hätte er nur seine „Meinung“ gewechselt, wäre dies ein normaler Vorgang. Er ist allerdings eines der zahlreichen Beispiele für eine gewisse Doppelmoral, die sich bei den Grünen eingeschlichen hat. Die Karriere ist überaus wichtig. Wichtiger als die Umwelt.

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Kommentar

  1. Da kann man nur mit den Worten der Gruppe „PUR“ fragen „Wo sind all die Indianer hin?“. Letztendlich aber ist doch klar zu erkennen, dass die gesamte grüne Spitze, die keine Posten in der ach so freien westlichen Wirtschaft bekommt, ebenfalls als Lobbyisten dienen. Und immer wieder ist an der Sache das deutsche Volk in der Schuld, da es sich keine volksherrschaftliche Verfassung schafft, mit der solche und tausend andere Dinge beendet werden könnten.

  2. Für die Bekämpfung der Startbahn West am Frankfurter Flughafen haben sich die Grünen in den 80ern noch im Stadtwald angekettet – heutzutage genehmigt ein grüner Wirtschaftsminister Al-Wazir Zusatzbauten für die Billigflieger der Ryanair, die ab 2020 für noch mehr Krach und Dreck im Rhein-Main-Gebiet sorgen werden. Und weil diese Schizophrenie von der ebenso schizophrenen grünen Wählerschaft nicht erkannt wird, sattelt dieser Schwätzer problemlos noch einen drauf, indem er das geltende Nachtflugverbot angeblich erweitern will. Schöne Ankündigungen ohne Aussicht auf Erfolg. Den braucht es auch nicht, wenn nur damit die zur Tarnung der eigentlichen Politik verwendete grüne Tünche zum Einsatz kommen kann.

    Das Leute mit solcher Hirnfäule jetzt auch noch zu Monsanto ziehen, ist so gesehen eigentlich fast schon logisch.

  3. Und wieder zeigt es sich, Geld stinkt nicht – auch für einen EX-GRÜNEN nicht ! Unglaublich ! Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte !

  4. Die Grünen arbeiten doch so wie andere Parteien auch mit Volldampf am Untergang Deutschlands. Dafür haben die auch 25% der Stimmen, gell? und nun werden das 30% weil die AfD soweit ist. hehehehe