Kein Geld mit Krieg: Trump will weitere US-Truppen abziehen – NATO dagegen

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Kurz nachdem Präsident Trump seinen neuen Verteidigungsminister Christopher Miller einsetzte, kündigte dieser an, den Abzug der US-Truppen aus dem Irak und Afghanistan zu beschleunigen. Der neue Pentagon-Chef – welcher auch Terrorismus-Experte ist – sagte, es sei „Zeit für die US-Truppen, nach Hause zu kehren“.

Damit wolle er das Versprechen des Präsidenten, die Beteiligung der USA an ausländischen Kriegen zu beenden, erfüllen. Trump sagte wiederholt, dass er die „endlosen Kriege beenden wolle“.

US-Kommandeure bereiten sich nun auf einen Befehl vor, die Zahl der Soldaten in Afghanistan bis zum 15. Januar von 4.500 auf 2.500 zu reduzieren. Verteidigungsminister Miller warnte jedoch gleichzeitig, dass der Kampf gegen die Terrororganisation Al-Quaida noch nicht vorbei sei.

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Die NATO indes, welche Präsident Trump als „obsolet“ bezeichnete, ist an einem Truppenabzug der US-Soldaten im Irak und in Afghanistan offenbar nicht interessiert. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnte vor dem „hohen Preis“ des Abzuges der US-Truppen und erinnerte die USA an den Grund des Einsatzes. Stoltenberg warnte Donald Trump vor einem „überhasteten Abzug“ der US-Truppen aus Afghanistan. Er erwarte, dass die Alliierten ihre Zusage einhielten, Afghanistan nur abgestimmt und geordnet zu verlassen, wenn die Zeit dafür reif sei.

Stoltenberg sagte: „Wir sind seit fast 20 Jahren in Afghanistan, und kein NATO-Verbündeter will länger bleiben als nötig. Der Preis für ein zu schnelles und unkoordiniertes Verlassen des Landes könnte aber sehr hoch sein.“ Die Terrormiliz IS könne wieder erstarken, so Stoltenberg und die NATO-Partner der USA seien in Folge der Terrorangriffe auf die USA im September 2001 nach Afghanistan gegangen. Die Interessen von Präsident Donald Trump und NATO-Chef Stoltenberg gehen ganz offensichtlich weit auseinander.

Nur einen Tag, nachdem der neue Pentagon-Chef die Beschleunigung des US-Truppenabzugs mitteilte und NATO-Chef Stoltenberg diese Pläne kritisierte, erfolgten Raketenangriffe auf die US-Botschaft in Bagdad. Augenzeugen berichteten von roten Leuchtsignalen am Himmel nach den Explosionen, ein Zeichen dafür, dass das Raketenabwehrsystem C-RAM der US-Botschaft eingesetzt wurde. Ein Sprecher der US-geführten Anti-IS-Koalition im Irak teilte mit, irakische Geheimdienste hätten einen Angriff auf die US-Botschaft in Bagdad bestätigt.

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