in Gesellschaft

Bundespräsident Steinmeier hat eingeladen. Zu einer Veranstaltung „Risse und Ressentiments“, über die jetzt mit der „Welt“ auch ein Leitmedium eingehend und richtig berichtet hat. Der Bundespräsident ist seit mehr als einem Jahr im Amt. Dort, wo Johannes Rau als Bundespräsident einst „Versöhnen statt spalten“ wollte, möchte Steinmeier darauf aufmerksam machen, wie sehr die Risse und Ressentiments diese Gesellschaft prägen. Und hat sich Politiker, Politiker aus Stiftungen (wie den früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck) und Soziologen eingeladen.

Alle aus einer Schicht….

Die „Welt“ attestiert dem Publikum zu Recht, im Grunde entstamme es einer Schicht. Das Publikum und auch der Einladende, der Präsident, sprechen über „Risse“ und verkörpern offensichtlich einfach nur ihre eigene, der Realität der großen Mehrheit im Lande fernen Welt.

Hass und Hasskommentare, die Steinmeier gerne anprangert, sind indes kein Phänomen der Neuzeit. Sie tauchen überall auf, wenn in der Geschichte zurückgeblättert wird. Nur nicht immer so offensichtlich und öffentlich wie in den neuen sozialen Medien. Hier darf jeder sprechen und jeder lesen. Oder jedenfalls fast.

Hier wird jeder gehört, wenn die Menschen zuhören wollen. Die Autoren dieser Texte sind oft Menschen, die auf die „Eliten“ schimpfen. Und die Eliten mögen nicht, dass dies öffentlich wird. Bei Steinmeier trifft und traf sich eine bestimmte Elite. Vielleicht nicht die Finanzelite. Nicht die internationale Elite. Aber die Deutungselite aus Politik und Stiftungen sowie aus der Soziologie.

Der Riss der Gesellschaft, den Steinmeier anprangert, ist offensichtlich ein Riss, der vor allem die Eliten erreicht hat. Die Anti-Elite, so von der Elite wahrgenommen, kennt diesen Riss schon länger. Er wird größer und feiner, je differenzierter die Gesellschaft wird. Unter anderem auch durch die Zuwanderung, die den Eliten so willkommen ist. Ob die Zuwanderung gut, schlecht, nötig, unnötig, hilfreich, fatal oder wie auch immer ist – die Risse werden ohnehin mächtiger. Gegen „Hasskommentare“ zu wettern und sich um den eigenen Deutungshorizont zu bewegen, hilft nicht.

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Kommentar

  1. Die globalistische Elite zerstört Familien und Kulturen, reisst den Menschen ihre sozialen Wurzeln aus
    und ist konsterniert, wenn sie Hass erntet ?