in Gesellschaft

In letzter Zeit liest man immer mehr von einer humanoiden Rasse, die marodierend durch die europäischen Strassen zieht. Oft schwarz gekleidet, völlig vermumt und Parolen brüllend, aber auch  scheinbar optisch normal wirkende Menschen sind darunter,  verhalten sich aber genau gleich zerstörerisch wie die vermummten Gestalten. Gerüchten zu Folge sind einige politisch motiviert, andere einfach nur frustriert oder schlimmsten Falls, beides zusammen. Eines haben diese Individuen jedoch gemeinsam: Sie trinken Unmengen Bier. Ist das der Auslöser einer Mutation im Stammhirn, die den Menschen in ein ?? verwandelt? Diese marodierenden Gesellen haben sämtliche sozialverträglichen Eigenschaften sprichwörtlich ersäuft und  sich in zerstörungsfreudige Mutanten verwandelt, mit fatalen Folgen. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind mit einem Heuschreckenschwarm vergleichbar. Wenn die hüpfenden Gesellen einen Landstrich auserkoren haben, steht dort nachher kein Grashalm mehr. Das Gleiche kann man bei dieser neuen, randalierenden Spezies beobachten. Wo die waren sieht man nachher nur Scherbenhaufen und brennende Autos.

Was ist das für eine Rasse? Sie bewegen sich auf zwei Beinen, geben unverständliche Laute von sich und sind von Kopf bis Fuss verhüllt. Sie erscheinen in Massen, selten sieht man einzelne Individuen. Man könnte meinen, sie kommen aus ihren Erdlöchern, sobald die gesellschaftliche Wut eine gewisse Hitze entwickelt hat. Vermutlich brauchen sie die Wärme um ihre kognitiven Fähigkeiten zu entwickeln. Ähnlich wie eine Schlange, die in der Sonne liegt und sich aufwärmt. Erst bei einer optimalen Umgebungstemperatur, egal ob durch brennende Autos oder Volkswut, kommen sie aus ihren Löchern gekrochen und überziehen ihr besetztes Gebiet mit Chaos. Die Wissenschaft hat bis jetzt keine Erklärung für die neue Spezies. Quervergleiche mit anderen Tierarten hinken etwas. Einzig die Attribute wirbelloser Tiere scheinen auf diese neue Art zuzutreffen – schleimig, meist hirnlos, blind und ohne Rückgrat. Ist das eine missratene Mutation der Gesellschafts-Evolution oder einfach ein Fehlgriff der Natur?

Auf alle Fälle zeigen sie ein Gebaren, das sich dem gesunden Menschenverstand oder einem natürlichen Verhalten entzieht. Tagsüber gehen sie in die Geschäfte um ihren Konsumgier zu stillen und nachts zerstören sie ihre Lebensgrundlage. Das ist eher ein unnatürliches Verhalten. Daher muss man die Möglichkeiten einer Rassenbestimmung etwas ausweiten und wir begeben uns in die Welt der Mythen und Sagen. In der Fantasy-Ecke gibt es eine Rasse, die erschreckende Ähnlichkeiten mit der neu entdeckten Spezies hat. Sie kriecht ebenfalls aus ihren Erdlöchern und marodiert durch die Gegend. Das sind die Orks. Finstere Gesellen, erscheinen meist nachts, grölen laut im Chor und zerstören alles, was ihren Weg kreuzt. Ihnen eilt meist ein bestialischer Gestank voraus. Literarisch-dramatisch oft als „Hauch des Todes“ umschrieben.

Dasselbe gilt für die neu entdeckte Rasse. Bei ihnen stinkt es nach Alkohol, Urin und Erbrochenem, was dem „Todeshauch“ sehr nahe kommt, sie röhren gemeinsam Schlacht- Parolen und schlagen alles kaputt, also ein Ork-typisches Verhalten. Einzelne Wissenschaftler vertreten die These, dass diese Spezies extrem auf spiegelnde Oberflächen reagiert. Schaufenster, Autoscheiben usw. sind immer wieder bevorzugte Ziele. Die Forscher glauben, dass ein Ork-ähnliches Wesen beim Anblick seines Spiegelbildes entweder den Verstand verliert oder einen Feind vor sich sieht. Im Endeffekt verhält sich das Wesen immer gleich, es will sein gegenüber vernichten. Das Nichterkennen des eigenen Spiegelbildes wird in der Tierwelt mit mangelnder Intelligenz erklärt.

Solche Tierarten haben in der Regel eine enorme Vermehrungsrate. Aber die beobachtete Zahl von paarungswilligen Männchen steht in keinem Verhältnis zu den vorhandenen Weibchen. Bei der hohen Populationsrate muss noch eine weitere Vermehrungstechnik im Spiel sein. Gerüchten nach kann die neu entdeckte Spezies bei gesund denkenden Menschen einen Hirnausfall auslösen. Unbestätigten Zeugenaussagen nach mutierten innert kürzester Zeit normal denkende Bürger zu marodierenden Kreaturen. Wie diese Umwandlung von statten geht ist noch völlig unbekannt. Es wird vermutet, dass übermässiger Alkoholkonsum diese intellektuelle Verwandlung fördert.

Da man bis jetzt kein eindeutiges Erscheinungsmuster dieser Spezies entdeckt hat, kann man jederzeit und überall mit so einer marodierenden Bande konfrontiert werden. Aus diesem Grund hat die europäische Union in Brüssel ein Schreiben mit Empfehlungen veröffentlicht , welche den Bürger vor einer unfreiwilligen Verwandlung schützen können. Sollten man in eine solche Horde geraten, helfen nach neuesten Erkenntnissen folgende Massnahmen:

  • Grunzen, grölen, rülpsen sind wesentliche Merkmale, mit denen man sich als Artgenosse ausgeben kann.
  • Akademisches Vokabular sollte möglichst vermieden werden.
  • Torkeln und regelmässiges Abstützen wirken sehr glaubwürdig. Die neue Spezies hat erst vor kurzem gelernt aufrecht zu laufen. Sie sind daher noch etwas wackelig auf den Beinen.
  • Nach Alkohol riechen wirkt ebenfalls sehr gut.
  • Wachsam bleiben. Manche Wesen wollen ihre Umgebung markieren, ähnlich wie es die Hunde machen. Man sollte seine Hosenbeine im Auge behalten.
  • Ganz üble Gestalten attackieren unbescholtene Bürger mit ihrem Mageninhalt. Bis obenhin aufmunitioniert mit Alkohol sind das wandelnde Einschleimer. Unbedingt auf Abstand halten.

Die örtliche Polizei ist in vielen Fällen mit der neu entdeckten Spezies überfordert. Sie hat Mühe unschuldige Bürger von einem Ork-ähnlichem Wesen zu unterscheiden. Die Wesen sehen unter ihren Verhüllungen wie Menschen aus und im Winter packt man sich selber auch gut ein. Da wird es für die Polizei schwierig einen Unterschied zu erkennen. Selbst in Brüssel hält man sich mit einer Verhaltens-Empfehlung noch bedeckt. Es ist einzig die Meldung durchgesickert, dass man genau das Gegenteil von den oben genannten Punkten machen soll.

  • Keine Körpergeräusche von sich geben.
  • Je mehr Fremdwörter in einem Satz sind umso besser.
  • Sichere Auftreten
  • Gepflegtes Aussehen
  • Den Beamten nicht ans Bein Pinkeln oder mit sonstigen Körperausscheidungen bewerfen.

Diese Punkte sollten einen vor einer ungerechten Verurteilung seitens der Polizei bewahren.

Die Wissenschaftler und Politiker arbeiten fieberhaft an einer Lösung für diese neue gesellschaftliche Erscheinung. Dabei begeben sie sich manchmal selber in höchste Gefahr. Es wurde beobachtet, dass die Verwandlung in die Hirnlosigkeit schon manchen Politiker erwischte und er selber jetzt nur noch krudes Zeugs von sich gibt. Es bleibt zu hoffen, dass die Pharma-Industrie so schnell wie möglich einen Impfstoff entwickelt, der dem geistigen Zerfall in der Gesellschaft Einhalt gebieten kann. Sonst enden wir alle womöglich ebenfalls als marodierende Bande, die unkontrolliert und grölend alle Glaspaläste in den Hauptstätten kurz und klein schlagen. Die Zeit drängt.

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  1. Mit anderen Worten wird es schwierig, wenn »Maulwürfe« und Gesetze den Angriff von außen erleichtern und die »Abwehrkräfte« des Zielstaates schwächen, die zum Beispiel darin bestehen, echte Flüchtlinge von instrumentalisierten Flüchtlingen zu unterscheiden.

  2. Warum nur, habe ich bei diesem Artikel ein Bild im Kopf, von einem musliemischen Neonazi der ein Hakenkreuz auf der Brust hat zudem eine Punkfrisur trägt und eine Antifa Fahne in der einen und den Koran in der anderen Hand?
    Denn diese Spezies trifft in verschiedenen Punkten auf so gut wie alle verschiedenen radikalen Gruppen zu die nur auffallen wollen oder zum auffallen gebracht werden müssen um Probaganda zu produzieren und die Menschen gegeneinander aufzubringen.
    Vieln Dank für die Erkenntniss das hier auf Neopresse nun auch die Probagandisten einzug gefunden haben und ich mich in Zukunft von diesem Blatt fernhalten werde. Denn nach diesen Zeilen kann ich nicht mehr davon ausgehen das die anderen Artikel hier noch objektiv sind!

  3. Eine etwas gruselige und meines Erachtens missratene Satire, denn der Autor scheint auf seinen bildungsbürgerlichen Sockel – auf dem er zu stehen glaubt – mächtig stolz zu sein und betrachtet augenscheinlich „Affektkontrolle“ als das höchste der zivilisatorischen Güter und alle jungen Männer, die damit aus irgendwelchen (vielleicht sogar psychosozial erklärbaren!?) Gründen Probleme haben, als degenerierten „tierischen“ Abschaum. Dabei wirkt der verbale Erguss des Autors selbst ganz schön aggressiv, um nicht zu sagen faschistoid.
    Zum Thema Affektkontrolle könnte ich Norbert Elias‘ „Über den Prozess der Zivilisation“ wärmstens empfehlen – dort wird zumindest einiges erklärt!