in Gesellschaft

Viele Unternehmen haben ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt. Teils stocken sie deren Einkommen auf. Teils werden die Bezüge nur leicht aufgestockt. Doch künftig werden vor allem die Rentner unter der aktuellen Entwicklung leiden.

Denn die Rentenentwicklung bemisst sich an der Entwicklung der Einkommen. Die dürften allen Schätzungen zufolge wegen der Wirtschaftskrise langsamer steigen. Damit aber werden die Renten gleichfalls faktisch eingebremst.

Teure Entwicklung

Aktuell dürfen sich Rentner in Deutschland noch darüber freuen, dass die Renten steigen werden. Ab Juli sind die Renten im Westen der Republik basierend auf den Einkommen des vergangenen Jahres um 3,45 % anzuheben. Die Renten im Osten werden um 4,2 % steigen.

Der enge Arbeitsmarkt war verantwortlich für diese Lohnentwicklung. Nun wird es allerdings in den kommenden Monaten keine nennenswerten Einkommensanpassungen nach oben geben. Deshalb werden die Renten allenfalls noch sehr gering ansteigen. Das wiederum hat zur Folge, dass die Rentner doppelt getroffen sind. Die Inflationsrate wird auf Basis der steigenden Geldmenge gleichfalls nach oben klettern. Das wiederum bedeutet, die Netto-Rentenerhöhung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit niedriger sein. Die Inflationsrate von 2% dürfte reichen, um eine negative Rentenerhöhung oder wahrheitsgemäßer: Rentenkürzungen vornehmen zu müssen.

Das große Problem der Rentner dabei ist in der Regel, dass sie keine Ausweichstrategien haben, um die eigenen Bezüge anzuheben. Wenn die Wirtschaft wieder aufgebaut werden sollte, dann dürften die Arbeitnehmer in den kommenden Jahren verschiedene Tätigkeiten vorfinden und unter anderem auch den Lohn bzw. das Einkommen als Entscheidungsgrundlage wählen.

Rentner, die ohnehin schon hunderttausendfach in Deutschland deutlich verarmt sind, werden als langjährige Opfer der aktuellen Corona-Wirtschaftskrise erheblich weniger als bislang verdienen. Aktuell sammelt der Staat auch kein Geld, um hier dann aushelfen zu können.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Rentner verdienen nichts, sondern sie erhalten Rentenzahlungen, auf welche sie durch die jahrelangen Einzahlungen einen rechtmäßigen Anspruch haben – insofern haben sie die Rentenzahlungen durchaus auch“ verdient“. Es ist allerdings kein Verdienst aus einer aktiven Tätigkeit, den sie in irgend einer Form noch beeinflussen können – und das ist das Dilemma. Man ist auf die Gnade derer angewiesen, die an den Rentenschrauben drehen und selbst davon nicht betroffen sind – Minister, Beamte, und sehr viele Bundestagsabgeordnetee… Diese erhalten üppige Staatspensionen, die sie zumeist nicht verdienen…

    • Das Rentensystem mit seinem genialen Umlageverfahren ist das gerechteste Versorgungssystem.
      Leider haftet ihm der Mangel des sachfremden Umgangs durch die Politiker an: Erstens zahlen nicht alle ein. Zweitens werden fortlaufend Beamte und besserverdienende wie Ärzte, Apotheker, Juristen etc. von Beitragszahlungen befreit. Drittens feiert die seit Hitler praktizierte Anmaßung rentenfremder Eingriffe fröhliche Urständ: Von den Rentenbeiträgen wurden zu Zeiten Franz Josef Strauß‘ Kampfflugzeige gekauft; heute muss das Rentengeld für alle möglichen Leistungen bis hin zur Zahlung von Kuren herhalten. Uns erzählt man dann nix von der systemischen Misswirtschaft und Rentengeldveruntreuung, sondern faselt lügnerisch von demographischen Gründen.

Webmentions

  • Rentner mit besonderen Einkommenseinbußen – Die Welt 14. April 2020

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