in Gesellschaft

Einer Studie des Max-Planck-Instituts für Demografische Forschung nach beträgt die Rente in Deutschland im Durchschnitt lediglich gut 70 % des jeweils letzten Nettoeinkommens. Aktuell würde dies reichen, um „Altersarmut“ zu vermeiden. Dies wäre bei durchschnittlichen Einkommen von 33-50 % des jeweils letzten Nettoeinkommens bereits gewährleistet, heißt es. Dennoch: 88 % bis 98 % des jeweils letzten Nettoeinkommens seien nötig, um den Lebensstandard im Rentenalter aufrecht erhalten zu können, so die Studie. Wir erinnern dennoch daran, dass eine andere Studie zeigt, dass die Altersarmut in Deutschland zuzunehmen scheint.

„Eine Bertelsmann-Studie hat ergeben, dass in 20 Jahren mehr als jeder Fünfte von Altersarmut bedroht sein könnte. Und die Rentenreformpläne der Regierung für eine Grundrente würden an dieser Prognose nichts ändern. Dies geht aus Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor. Demnach soll der Anteil der von Armut bedrohten Rentner bis 2039 von rund 17 Prozent auf über 21 Prozent steigen.

Von Altersarmut sollen vor allem Geringqualifizierte, Alleinstehende sowie Menschen mit längerer Arbeitslosigkeit betroffen sein. Als von Altersarmut bedroht gelten sie laut Studie dann, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen. Das sind gemäß dieser Studie Menschen, deren monatliches Nettoeinkommen unter 905 Euro liegt. Die derzeit diskutierten Modelle für eine Rentenreform, wie die im Koalitionsvertrag vorgeschlagene Grundrente würden daran kaum etwas ändern.

Die Tafeln in Deutschland schlagen schon jetzt Alarm. Nach eigenen Angaben ist der Zulauf von Rentnern, die auf Lebensmittel von Tafeln angewiesen sind, dramatisch angestiegen. Tendenz steigend. Die Tafeln stellen fest, dass die Zahl der Menschen, die regelmäßig gespendete Lebensmittel beziehen müssen, innerhalb eines Jahres um zehn Prozent auf 1,65 Millionen Menschen gestiegen ist. Als besonders dramatisch bezeichnete der Vorsitzende des Vereins „Tafel Deutschland“, Jochen Brühl, einen 20-prozentigen Anstieg bei Rentner.

Diese würden wegen niedriger Renten oder weil sie von Grundsicherung leben im Alter zur Tafel gehen müssen. „Altersarmut wird uns in den kommenden Jahren mit einer Wucht überrollen“, warnt Brühl. Dem Verein gehören inzwischen bundesweit 950 Tafeln an, die überschüssige, aber noch genießbare Lebensmittel wie etwa von Bäckern oder Supermärkten sammeln. Mehr als 60.000 ehrenamtliche Helfer sind dabei im Dienst. Die Ware wird kostenlos oder gegen einen geringen Betrag an Bedürftige ausgegeben, meist Langzeitarbeitslose oder Rentner.

Genau zur Altersarmut unter Merkel gibt es inzwischen zahlreiche Belege. Lesen Sie hier mehr….“

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Wissen Sie, warum ich das alles nicht glaube? Mürküll und Konsorten würden Sie jagen und ruinieren, wenn das stimmen würde!!! Mürküll will nämlich solche Berichte nicht…

  2. Die in Ihrem Beitrag geschilderte Rentenhöhe entspricht ja wohl nicht den tatsächlichen Renten und deren Höhe. Der derzeitige Rentenfaktor allein widerlegt Ihre Darstellung. Habe bisher angenommen, diese Publikation wäre seriös und keine verordnete Staatspropaganda-leider weit gefehlt.

    • Anfänglich habe ich mich auch über die Zahlen gewundert. Doch sollten Sie bedenken, dass nicht alle gegenwärtigen Rentner die Hälfte oder weniger als die Hälfte vom letzten Netto erhalten. In meinem Verein sind z.B. ältere Rentner, die 64% und 70% des letzten Nettos erhalten. Diese Zahlen wären eine mögliche Erklärung für die Zahlenangaben im o.g. Beitrag.

  3. Wer sich für das Rententhema ernsthaft interessiert, dem empfehle ich die Lektüre des informativen Buches „Die Humane Marktwirtschaft. Das Wirtschafts- und Finanzsystem zum Wohle aller Menschen“, 2. Auflage 2016, aus dem Anderwelt Verlag, München.

    Auf den Seiten 74 – 76 wird die Genialität des deutschen Rentensystems beschrieben. Ab Seite 133 wird dargestellt, dass und wie ein „Gesichertes Grundeinkommen“ den sozialen Frieden garantiert.

    Das Schöne an der Sache: Sie ist machbar – falls es gewollt wird.

    Dieses leicht verständlich geschriebene Buch sollte neben dem Grundgesetz Pflichtlektüre in allen Schulen sein. Das wäre ein echter und wichtiger Beitrag zur Volksbildung.

Webmentions

  • Rentner können Lebensstandard bei weitem nicht halten… – Die Welt 13. März 2020

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