in Gesellschaft

Mehrfach haben wir an dieser Stelle beschrieben, wie die niedrigen Zinsen verschiedene Pensionskassen unter Druck setzen. Wer dort arbeitet, muss mich Streichungen rechnen. Konkretes Beispiel – aber nur als Beispiel für andere – ist jetzt wieder die Caritas-Pensionskasse. Erst jetzt ist das Geschäftsjahr 2017 buchhalterisch abgeschlossen worden. Das Minus: 142,5 Millionen Euro. Die Mitglieder-Vertreterversammlungen haben nun darüber abgestimmt, dass die Pensionskasse sowie die Kölner Pensionskasse ein Sanierungskonzept auflegen müssen. Die Versicherten müssen demnach auf Geld verzichten – gekürzt wird die Pension um etwa annähernd 20 % bzw. über 12 %. Das Ganze wird auch noch rückwirkend zum 1. Januar 2018 veranlasst.

Wer Selbstständiger ist, wird die Einschnitte tatsächlich ohne Hilfszahlungen über sich ergehen lassen müssen. Grund sind auch hier die niedrigen Zinsen, die sich nicht wieder erwirtschaften ließen. Mithin haben die Staaten hier mitgewirkt. Was andere mit sonstigen Pensionskassen noch erleben werden, steht in den Sternen. Dies wird möglicherweise erst der Anfang sein. Wir erinnern an einen früheren Beitrag:

„Pensionskassen sind an sich eine praktische Einrichtung in den deutschen Sozialsystemen. Faktisch haben die Pensionskassen den Status von sicheren Rentenkassen. Damit jedoch ist es möglicherweise nicht so weit her, wie die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse belegen. Die Niedrigzinsen haben auch diesen Kassen erhebliche Aufgaben gestellt. Nun wird es eng für die Versicherten.

Caritas-Pensionskasse darf keine Verträge mehr abschließen

Ein äußeres und bedeutendes Bild gibt möglicherweise die Caritas Pensionskasse schon ab. Sie darf mit gut 25.000 Versicherungsnehmern keine „neuen Betriebsrenten-Verträge“ abschließen, wie es heißt. Zudem müssen die Versicherten damit rechnen, dass die Leistungen gekürzt werden. Dasselbe Schicksal droht den Versicherten des „Schwesterunternehmens“ der Caritas, der Kölner Pensionskasse. Das wiederum zeigt, dass die Bafin, die deutsche Finanzaufsicht, offensichtlich größere Schwierigkeiten für die Pensionskassen befürchtet.

Die Pensionskassen leiden unter dem selben Problem wie die größeren Versicherungsgesellschaften, die Kapitallebensversicherungen abgeschlossen haben. Die haben Schwierigkeiten damit, ihre „hohen Zinsversprechen“ tatsächlich durch Gewinne zu erfüllen. Die Probleme dürften sich bald auf die Arbeitgeber umwälzen. Diese sollen nach Meinung der Bafin das Geld „nachschießen“, wie es heißt. Die Pensionskassen benötigten Geld von „außen“. Und dies können nur die Arbeitgeber selbst sein.

Dabei sei die „Lage noch ernster als vor zwei Jahren“, so die Meinung. Durch die niedrigen Zinsen würde sich die Situation eher sogar noch dramatisieren, lautet die Auffassung. Mittlerweile sollen 31 Kassen bei der Bafin unter „intensiver Beobachtung“ stehen, heißt es, nachdem noch im Frühjahr 45 Kassen unter Beobachtung standen. Hier haben die „Träger“ bereits nachgezahlt….

Sollten die Maßnahmen nicht erfolgen oder nicht greifen, dann gibt es nur eine Lösung für das „Problem“: Die Leistungen würden gekürzt. Die genannten Träger, die Caritas und die katholische Kirche, können oder wollen laut Satzung nicht zahlen. Insofern droht deren Mitarbeitern schon bald die Kürzung ihrer Auszahlungen.“

Wir gehen sogar davon aus, dass Sie für Ihre Altersvorsorge „enteignet“ werden. Lesen Sie hier mehr darüber…

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Anzeige

Dein Kommentar

Kommentar

  1. Mein Bruder das arme Schwein arbeitete in Hamburg 45 Jahre bei einer Flugzeugfirma und erarbeitete sich 300.000.-€ zur Altersversorgung. Er ist schon seit 3 Jahren in Rente und wartet immer noch auf sein Geld!
    Ihr verdammten Schweine!