Plädoyer für ein bedingungsloses Grundeinkommen

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Meinung. Geld verdienen ohne zu Arbeiten! Freie Entfaltung für Jeden! Das klingt so schön, dass man es kaum glauben möchte. Bedingungsloses Grundeinkommen nennt sich dieses Utopie, politisch übersetzt. Geld verdienen ohne im Leistungssystem des Kapitalismus festzusetzten, das klingt ja schon fast wie Sozialismus – ist aber das Gegenteil. Wie sähe eine Welt mit bedingungslosem Grundeinkommen aus? Welche Chancen bietet ein solches Bürgergeld? Diese Fragen will ich kurz beleuchten.

Geldregen

Es ist der bisher größte Feldversuch in Deutschland: Drei Grundeinkommen à 12.000 Euro pro Jahr hat ein 29-jähriger Berliner in diesem Sommer per Crowdfunding organisiert und unter allen Bewerbern verlost. Jetzt geht es los. Aber wie werden die Gewinner ihr Jahr verbringen? Ich wage mal eine Prognose: Sie werden kreativ und produktiv sein wie selten zuvor. Denn ein bedingungsloses Grundeinkommen auf existenzsicherndem Niveau macht Schluss mit der lähmenden Angst um die eigene Existenz, die uns in Arbeit treibt, deren Sinn wir oft nicht sehen. Genau das braucht unsere Gesellschaft: Zeit für soziale Innovationen!

Aber mal ganz von vorne. Bedingungsloses Grundeinkommen? Die Idee ist einfach. Jeder erhält ein festes Einkommen von öffentlicher Hand. Dieses sollte bei jedem möglichst gleich hoch sein, und dieselben Chancen schaffen. Eine Art Bürgergeld also, das viele Sozialleistungen ersetzt und für Innovation sorgt. Jeder Bürger erhält ein bedingungsloses Grundeinkommen, braucht nicht mehr zu arbeiten, kann sich zurücklehnen und das Leben genießen. Und wer Lust hat, kann trotzdem arbeiten und sich so etwas dazuverdienen. So sehen Viele die Idee rund um das Grundeinkommen. Jedoch beschreibt dieser Zustand eher eine Utopie als eine gesellschaftliche Realität. Denn wie würde eine Welt mit bedingungslosem Grundeinkommen aussehen?

Was wäre wenn…?

Na, was wäre wenn ein bedinungsloses Grundeinkommen eingeführt wird? Was denken Sie? Würden Sie mit 400-800 €  im Monat faul zu Hause sitzen und sich freudsam statt „Sozialschmarozer“ nun „Grundeinkommenszecke“ nennen? Wohl eher nicht. Wäre es nicht eher so, dass Sie das Geld nutzen würden, um sich Zeit zu nehmen, den Job zu suchen, der Ihnen zusagt, den sie schon immer machen wollten, in dem Sie gut sind? Würden Sie nicht – falls Sie das wollen – sich weiterbilden solange Sie das wollen und vielleicht noch ein Studium anfangen? Wäre die Welt nicht viel schöner?

Doch bevor nun Politiker, Manager und Unternehmer panisch ihren neuesten IMac wegwerfen, zu ihrem nagelneuen Ferrari 599XX rennen und sich vor Angst und Schrecken kaum noch auf ihren Ledersitzen halten können , möchte ich auch auf die wirtschaftlichen und politischen Apsekte eingehen. Geschickt gemacht würde ein (mehr oder weniger) bedingungsloses Grundeinkommen, anders als vielerorts gedacht,  den Bundeshaushalt nicht weiter belasten. Man könnte mit geführter Hand beispielsweise Sozialleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosengeld und die Rente in das Grundeinkommen übergehen lassen und somit alle gezielt unter einer Leistung vereinen. Freilich keine einfache Aufgabe, eine lohnende ist sie abermal. Jugendliche könnten Ausbildungen, Weiterbildungen und Studien führen wie sie es wollen und sich schließlich für den für sie Ideal passenden Job entscheiden, in dem sie die beste Leistung bringen, während beispielsweise Arbeitslose nicht als „Sozialschmarotzer“ und „Hartz-4 Empfänger“ abgestempelt werden sondern mit einem gesicherten Einkommen den Weg zurück finden können. Aber auch diejenigen die innovative Ideen haben und unternehmerisch tätig werden wollen, könnten ohne große Risiken ihr Vorhaben durchsetzen und die Wirtschaft fortschrittsmäßig voranbringen. Aber auch die Chanchengleichheit bei Bildungsfragen würde für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen und für einen allgemeinen Anstieg des Bildungsniveaus sorgen.

Wie Sie sehen, sind die Möglichkeiten und Ideen nahezu unbegrenzt. Freilich möchte ich auch hier nicht verschweigen, dass Probleme auftreten können oder es zu einen allgemeinen Rückgang des Sozialstaats kommen könnte. Das ist jedoch kein Grund die gesellschaftliche Debatte auf praktisch Null komma Nichts zu dezimieren. Wir brauchen das Grundeinkommen, aber vorallem brauchen wir eine breite politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Debatte darüber!

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