in Gesellschaft

Am heutigen Sonntag wird in Österreich eine Volksbefragung zur Wehrpflicht, Ja/Nein, durchgeführt. Wenn jemand gegen die Wehrpflicht, die einen Grundwehrdienst für alle Burschen von 6 Monaten oder einen Zivildienst von 9 Monaten beinhaltet, stimmen will, dann bleibt nur das Berufsheer als Alternative. Die Bürger sind aus den unterschiedlichsten Beweggründen mit der jetzigen Situation nicht zufrieden und die Forderung nach einer Veränderung ist durchaus nachvollziehbar. Ist ein Berufsheer aber wirklich eine Alternative bzw. eine gewinnbringende Lösung für das „neutrale“ Österreich? Oder könnten damit sogar ganz anderen supranationalen Interessen gedient werden und das Berufsheer wird vielleicht doch nur als Kriegsinstrument benutzt?

Französisches Berufsheer Personal versucht sich übrigens gerade gegen Einheimische oder Islamistische Rebellen in Mali durchzusetzen. Dabei können sie seit ein paar Stunden auch auf die Hilfe von Ausbildner vom amerikanischen Berufsheerpersonal zählen und der Einsatz von Drohnen hat bereits begonnen. F. W. Engdahl geht davon aus, dass Frankreich ähnlich wie in Libyen nur als Vorbote für die USA nach Mali eingedrungen ist. Diese Art von Strategie wäre besser für die Reputation von den Amerikanern. Die durch den Irak- und Afghanistankrieg sehr in Mitleidenschaft geraten ist.

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Nach Engdahl soll also Frankreich nur ein Kriegsinstrument für amerikanische und westliche Interessen sein. Das Berufsheer von Frankreich ist also schlussfolgernd eine essentielle Bedingung für den Auslandseinsatz in Mali. Wenn Frankreich kein Berufsheer hätte, dann wären sie wahrscheinlich nicht in Mali und auch kein NATO Mitglied. Auf der anderen Seite wären die Franzosen dann aber auch geopolitisch nicht so einflussreich. Die Frage ist nur, was bringt das den Franzosen?

21 von 27 EU Staaten haben mittlerweile  ein Berufsheer und bewegen sich somit auf fast gleicher Ebene. Demnach könnte eine Implementierung einer fusionierten Europaarmee nichts mehr Weg stehen. Österreich soll also auf Linie gebracht werden. In Deutschland wurde das Berufsheer von Mr. Gutenberg eingeführt und in bei uns soll es jetzt Faymann richten. Wie die Kollegen richtig  festgestellt haben, ist die Verteidigungsprämisse mit einem Berufsheer nicht mehr auf der Agenda, sondern der Fokus liegt auf Auslandsinterventionen! Um an solchen teilnehmen zu können, soll ein Berufsheer logischerweise besser sein als unfreiwillige Amateure.

„Die Schaffung eines Berufsheeres wird bereits seit fast zehn Jahren in Papieren des Verteidigungsministeriums als eine wesentliche politische Voraussetzung für die Teilnahme an EU-Kampfeinsätzen bezeichnet. Statt das aber offen zu sagen, mimen die Berufsheerbefürworter die Verteidiger der österreichischen Neutralität:  „Fest steht: An Österreichs Neutralität ändert sich durch die Umstellung auf ein Profiheer nichts“ heißt es dann, landauf, landab. (berufsheer/diefakten)!”

Man kann nur an alle verantwortungsbewussten Bürger appellieren, nicht nur auf  sich zu schauen sondern Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen. Wenn jemand was für Österreichische Interessen übrig hat, dann ist das Berufsheer keine Alternative zur aktuellen Wehrpflicht. Die Zivildienstproblematik kommt überdies noch dazu.

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