in Gesellschaft

Der Norweger Kjell Inge Rokke hat es vom Fischer zum Großindustriellen und zum Milliardär gebracht. Der Milliardär kündigte an, den Großteil seines Vermögens für die Forschung zu spenden, damit die Ozeane von Plastikmüll befreit werden können. Derzeit lässt er das Forschungsschiff REV (Research Expedition Vessel) in Norwegen und Rumänien bauen. An Bord des 181 Meter langen Schiffs befindet sich neuste Technik, mit der die Wissenschaftler die Atmosphäre und den Meeresboden in bis zu 6.000 Meter Tiefe untersuchen können.

Neue Technik….

Mit Mini-U-Booten kann die Wasserqualität und die Verschmutzung untersucht werden. Rokke ist aufgrund der Vermüllung der Ozeane tief beunruhigt. Auf der REV soll eine Konstruktion installiert werden, die Plastikteile aus dem Wasser aufsaugt und später emissionsfrei an Bord einschmelzen kann: „Wir wollen Plastik aus dem Meer fischen“, sagte Rokke in einem norwegischen Zeitungsinterview. Die REV bietet Platz für 30 Forschungscontainer, in denen die Wissenschaftler an unterschiedlichen Projekten gleichzeitig arbeiten können.

Wieviel Rokke genau in das Projekt investieren will, bleibt sein Geheimnis. Er sagte den Medien allerdings, dass er einen Großteil dessen, was er als Fischer verdient habe, der Gesellschaft zurückgeben wolle. Die REV und die Säuberung der Ozeane sei ein Teil davon, so Rokke. Es dürfte sich aber um eine ansehnliche Summe handeln, denn Rokke finanziert nicht nur den Bau des Schiffs, sondern will bis zu 60 Wissenschaftler und die 30-köpfige Besatzung bezahlen. „Das Meer hat mir große Möglichkeiten gegeben. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Rokke. Rokkes Vermögen wird auf rund 1,8 Milliarden Euro geschätzt. Er gilt als einer der reichsten Menschen in Norwegen.

Die Ozeane sind durch Überfischung, Küstenverschmutzung, Zerstörung von Lebensräumen, Klimawandel und Übersäuerung, sowie eine der dringlichsten Herausforderungen überhaupt – die zunehmende Vermüllung der Ozeane mit Plastik – mehr denn je in Gefahr. Das Bedürfnis nach Wissen und Lösungen ist dringend, so Rokke. Der Niederländer Boyan Slat, der mit seinem Projekt „Ocean Cleanup“ ebenfalls die Ozeane von Müll befreien will, hat Rokke bereits zugesagt, sich an dessen Projekt zu beteiligen.

Es gibt zudem einige andere Lösungswege, um das Meer vom Müll zu befreien. Hier könnten Umweltschützer ansetzen. Wir berichteten – hier – darüber.

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Kommentar

  1. ist es nicht schön wenn man so was liest…und wenn dann der mensch dahinter seiner steuererklärung abgibt und diese großinvestition absetzt, dann ist es doch eine freude zu erleben…dass es wieder der dumme kleine zahlt..

    warum muss man so was veröffentlichen…derartige lachen passen in die welt….großes pr für boote.

    es wäre dann gerechtfertige zu feiern, wenn er das nicht in der steuererklärung anrechnet und wirklich aus der tasche als spass bezahlt.

    glauben wir es?????

  2. Interessaant, dass aufgefischtes Plastik auf dem Schiff eingeschmolzen werden kann. Warum macht man das nicht vorab an Land? Es wäre wohl die wirtschaftlich günstigere Methode.

    Übrigens habe ich mal gelesen, dass 90% alles Plastikmülls der Meere von zwei Flüssen Afrikas dort hinein geschwemmt wird. Wurde das Zeug etwa vorher dorthin entsorgt? Mich wundert nichts mehr.