Multijobber: Wenn ein Job nicht mehr reicht

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Wir haben das Phänomen der Multi-Jobber. Das sind Menschen, die mit dem Geld, das sie in ihrem Hauptjob verdienen, nicht mehr auskommen.

Niedriglöhne macht Regina Sparfeld-Möbus, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Südwestfalen, für das Phänomen verantwortlich.

Sie gehen deshalb tagsüber putzen und nachts kellnern. Ihre Zahl steigt und steigt: In den vergangenen zehn Jahren hat sich ihre Zahl von 1,2 auf 2,6 Millionen mehr als verdoppelt. Besonders viele von ihnen leben in den teuren Boom-Regionen Süddeutschlands.

Abhilfe könne nur ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn schaffen, sind sich Verdi und NGG einig. 8,50 Euro pro Stunde könne nur der Einstieg sein. Denn, so Helge Adolphs, Geschäftsführer der NGG-Region Südwestfalen, reiche das „gerade mal für ein Leben haarscharf über Hartz-IV-Niveau“.

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Die 8,50 Euro kriegt längst nicht jeder. „Löhne von fünf bis sieben Euro sind kein Einzelfall“, erklärt Karsten Braun, stellvertretender Leiter des Verdi-Bezirks Südwestfalen. Es gibt sie nicht nur an der Brötchentheke, sondern überall im Dienstleistungsgewerbe.

Auch ohne genaue Zahlen spürt er die Tendenz nach oben deutlich. Durch Leiharbeit, mehr Zeitarbeit, Auslagerung, amerikanische Verhältnisse. Armut im Alter werde steigen.

Frontal21 über die drastische Zunahme der Multi-Jobber:

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