Merkel mit neuem „Ziel“ in Corona-Kontrolle

Angela Merkel hat erneut davor gewarnt, das Land wäre noch nicht durch die Corona-Phase hindurch gekommen. Alle klassischen Signale weisen zwar das Gegenteil nach, aber Angela Merkel hat sich ihr Narrativ kurz vor dem Wochenende nicht nehmen lassen. Der R-Wert, der zuletzt belegen sollte, dass die zweite Welle kommt, hat nunmehr wieder einen Wert von 1,0 erreicht. Exakt diesen Wert hatte Angela Merkel vor einiger Zeit als „Ziel“ genannt. Ziel erreicht? Mitnichten. Die Kanzlerin möchte jetzt als neues Ziel im Herbst eine Neu-Infektionszahl im dreistelligen Bereich erreichen, also weniger als 1.000 als neu infizierte Menschen pro Tag messen lassen. Das Ziel war – nach Wissen dieser Redaktion – noch nie formuliert worden. Es gilt auch als sinnfrei.

Denn wahrscheinlich würden täglich immer wieder mehr als 1.000 Menschen positiv getestet werden, wenn die Tests hinreichend ausgedehnt werden. Die absolute Zahl positiv Getesteter ist selbst keine Zielgröße, mit sich Politik machen ließe. Die Krankenhäuser, um deren Entlastung es anfangs angeblich als „Ziel“ ging, sind weitgehend unterbelegt (bezogen auf Corona-Fälle). Warum formuliert die Kanzlerin permanent neue Ziele?

Neue Ziele: Wer folgt der Kanzlerin noch?

Wenn die Kanzlerin sich anfangs auf die Verdopplungszeit bei der Zahl der Infizierten stürzte und dies mit der Krankenhaus-Auslastung begründete, dann einen R-Wert von 1 erreichen wollte und nun die absolute Zahl der Neumessungen anführt, wird deutlich, worum es nicht geht: Eine kontrollierte Durchseuchung, die anfangs stets als Ziel galt, ist offenbar lange schon nicht mehr das finale Ziel. Immer deutlicher wird, dass die Kanzlerin stets neue Ziele benennen wird, um Panik zu schüren. Außer den großen Medien scheint niemand diesem permanenten Zielwechsel noch zu folgen. Wie lange kann Frau Merkel das Theater noch spielen? Bitte lesen Sie hier weiter.