Merkel: Ausreiseverbote als Lockdown-Alternative? Das „gute“ Gefängnis

Die „Welt“ berichtet nunmehr darüber, dass die Gefahr steige, dass es zu erneuten Reiseverboten bzw. auch Einreiseverboten kommen könne. Die Reisebeschränkungen etwa gelten in verschiedenen Ländern bereits, nun greift die Diskussion auch in Deutschland wieder über. Angela Merkel möchte Medienberichten zufolge die Reisebeschränkungen auf jeden Fall vermeiden. Sie ist offenbar eher darauf aus, zwischenstaatliche Lösungen zu fördern. Mit Blick auf die Staaten Finnland, Lettland und Litauen jedoch scheint es zu spät zu sein. Die haben nun verfügt, dass Einreisen dazu führen, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen.

Regierung zurückhaltend

Die Regierung zeigt sich noch vergleichsweise zurückhaltend. Es gebe derzeit keine Überlegungen, die „vorläufigen Binnengrenzkontrollen wiedereinzuführen.“ Allerdings scheint die Aussage auf wackligen Füßen zu stehen. Denn die gewünschte Koordination scheint nicht zu funktionieren. Daher sei daran erinnert, was Merkel bereits im Juli wissen ließ: Sie hatte sich „für die Maßnahme stark gemacht“, dass es keine Beherbergungsverbote für die Menschen geben solle, die aus den Corona-Hotspots anderer Regionen kämen. Vielmehr könnte es Ausreiseverbote für die Bewohner geben, die aus „stark betroffenen Landkreisen“ kämen.

Dies wiederum war offenbar einigen Ministerpräsidenten zu viel. Merkel konnte sich mit ihrem Begehren nicht durchsetzen.

Jetzt geht es in der neuen Woche erneut darum, wie die Bundesländer die nächste Stufe beider Ausbreitung der Pandemie verhindern wollen. Die Menschen würden es „nicht mehr verstehen“, wenn und dass es unterschiedliche Anweisungen gibt. Dies jedoch dürfte kaum das herrschende Gefühl der Menschen widerspiegeln. Die Merkel-Regierung hat mit ihrer Lockdown-Politik und der Maskenpflicht, die bis zum heutigen Tage gilt, viel zu lange die Menschen hingehalten, so die Kritiker. Wie geht es mit den Reiseeinschränkungen weiter? Lesen Sie hier mehr.