Meinungsfreiheit an Universitäten bedroht

Der Deutsche Hochschulverband hat jetzt davor gewarnt, dass die Rede- und Meinungsfreiheit an den deutschen Universitäten zunehmend eingeschränkt werde. Ein Kölner Uni-Seminar widmete sich der Rassismus-Kritik. In dem Seminar ging es auch um die Kölner Silvesternacht 2015, berichtet die „Welt“. Teilnehmer berichten, dass sich Dozenten und Studenten darüber einig gewesen seien, dass die „Herkunft der Täter irrelevant sei“. Es habe außerdem Meinungen gegeben, die alle „kulturrassistischen Ansichten“ bekämpfen wollten.

Ein Student stimmte dem nicht zu. Dieser hatte den Begriff „Kulturrassismus“ hinterfragt und vertrat die Ansicht, dass die Herkunft der Täter der „Kölner Silvesternacht“ durchaus eine Rolle spiele. Dann habe das Mobbing gegen den Studenten begonnen, der anderer Meinung als die Mehrheit der Seminarteilnehmer war. Wenn er gesprochen habe, sei er jedesmal unterbrochen und sogar beschimpft worden. Die Dozentin habe ihm sogar geraten, das Seminar zu verlassen und ihm untersagt, ihrer Meinung nach „kulturrassistische“ Aussagen zu treffen. Dies empfand der Student als belastend. Dennoch fragte er weiter: „Wo, wenn nicht an der Uni, soll man frei über Erklärungen der „Kölner Silvesternacht“ debattieren können?“.

Auf die Anfrage der „Welt“ an die Dozentin, ob sich der Sachverhalt so zugetragen habe, wie von dem Studenten berichtet, verwies die Dozentin an den Pressesprecher der Kölner Universität. Dieser beteuerte zwar, dass die Uni Köln ein „Ort des freien Wortes“ sei. Zu der Schilderung des Studenten wurde jedoch keine Stellung genommen. Über die Dozentin sagte der Pressesprecher, sie sei eine von 2.600 Wissenschaftlern an der Uni Köln und daher könne man wohl von einem Einzelfall ausgehen.

Der Präsident des Deutschen Hochschulverbands, Bernhard Kempen, warnt dennoch. Das „Klima an den Hochschulen verändere sich“ so Kempen. Im Namen der Political Correctness „erfolge zunehmend ein Angriff auf das Wesen der Universität: auf die Freiheit des Forschens, Denkens und Debattierens“, sagte Kempen der „Welt“. Eine Minderheit versuche, ihnen „unsympathische Ansichten“ nicht argumentativ zu widerlegen, sondern mit „Drohungen, Shitstorms, Blockaden und manchmal physischer Gewalt zu unterdrücken“. „Politcal Correctness“ sollte nicht die Leitlinie der Berichterstattung sein. Wir halten uns daran – hier. 

1 Kommentar zu "Meinungsfreiheit an Universitäten bedroht"

  1. Tja,das ist Links-Grüne „Demokratie“. So fing es 1939 auch an,nur anderst herum. Haben nix gelernt.

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