in Gesellschaft

In den USA regt sich vermehrt Widerstand gegen die Kriegspolitik der amerikanischen Regierung. Nicht nur von der Bevölkerung, nein auch von Seiten der US- Army bläst den Kriegsherren in Washington ein zunehmend schärferer Wind entgegen. Deutlich wird dies unter anderem an der Rede des jungen US- Veteranen Mike Prysner bei einem Treffen amerikanischer Kriegsgegner. Hier seine Ansprache

Ich wollte immer stolz auf meinen Einsatz sein, aber ich konnte nur Scham empfinden. Die Tatsache der Besatzung war nicht mehr durch Rassismus zu übertünchen. Das waren Leute, menschliche Wesen. Seither quälen mich jedesmal Schuldgefühle wenn ich einen alten Mann sehe, wie den, der nicht laufen konnte, den wir auf eine Trage rollten und die irakische Polizei anwiesen, ihn wegzubringen. Wenn ich eine Mutter mit ihren Kindern sehe wie die, die wild weinend schrie, wir seien schlimmer als Saddam, als wir sie aus ihrem Haus trieben. Wenn ich ein junges Mädchen sehe wie jenes, das ich am Arm packte und auf die Straße zerrte.

Man sagte uns, wir kämpfen gegen Terroristen. Doch der wahre Terrorist war ich und der wahre Terror diese Besatzung. Rassismus war lange im Militär ein wichtiges Mittel um die Zerstörung und Besatzung anderer Länder zu rechtfertigen. Er wurde als Rechtfertigung für das Töten, Unterjochen und Foltern der Völker benutzt.

Die Regierung benutzt den Rassismus als zentrale Waffe. Er ist wichtiger als ein Gewehr, ein Panzer oder ein Bomber oder ein Schlachtschiff, zerstörerischer als eine Granate oder ein Bunkerbrecher oder eine Missile. All diese Waffen, die die Regierung erschafft und besitzt sind harmlos ohne die Menschen, die sie einsetzen. Die, die uns in den Krieg schicken, müssen den Abzug nicht ziehen oder einen Mörser herumwuchten. Sie müssen den Krieg nicht kämpfen, nur verkaufen. Sie brauchen eine Öffentlichkeit die dazu bereit ist, ihre Soldaten auf den Weg des Verderbens zu schicken, die bereit sind zu töten und getötet zu werden, ohne zu fragen. Sie können Millionen für eine einzige Bombe ausgeben, aber die ist erst dann eine Waffe, wenn die Militärs dazu bereit sind, den Einsatzbefehl auszuführen. Sie können den letzten Soldaten überall auf der Welt hinschicken – aber Krieg gibt es nur, wenn die Soldaten auch dazu bereit sind, zu kämpfen.

Die Klasse der Herrschenden, die Milliardäre, die vom Leid der Menschen profitieren, sind nur auf Bereicherung und Kontrolle der Weltwirtschaft aus. Sie haben nur Macht, wenn sie uns überzeugen können, das Krieg, Unterdrückung und Ausbeutung in unserem Interesse liegen. Sie wissen, dass ihr Reichtum davon abhängt, dass sie die arbeitende Klasse dazu bringen können zu sterben, um die Märkte anderer Länder zu kontrollieren. Um uns zum Töten und Sterben zu bringen müssen sie uns weismachen, dass wir irgendwie etwas Besseres sind. Soldaten, Matrosen, Flieger, Marines, sie alle haben gar nichts von dieser Besatzung. Die große Mehrheit der Menschen in den USA hat nichts von dieser Besatzung. Tatsächlich haben wir nicht nur keinen Vorteil davon, sondern leiden darunter. Wir verlieren Gliedmaßen, erleiden Traumata und geben unser Leben. Die Familien müssen zusehen, wie mit Fahnen bedeckte Särge in der Erde versenkt werden.

Millionen in diesem Land ohne medizinische Versorgung, ohne Job, ohne Ausbildungsplatz sehen zu, wie diese Regierung 450 Millionen Dollar am Tag für diese Besatzung verschleudert. Arme, schuftende Menschen in diesem Land werden ausgeschickt, um arme, schuftende Menschen in einem anderen Land zu töten, um die Reichen reicher zu machen. Ohne den Rassismus würde den Soldaten klar werden, dass sie mit dem irakischen Volk mehr gemeinsam haben als mit den Milliardären, die sie in den Krieg schicken.

Ich habe im Irak Familien auf die Straße geworfen nur um nach Hause zu kommen und hier auf die Straße geworfene Familien vorzufinden. Es ist eine tragische und unnötige Zwangsvollstreckungskrise. Wir müssen aufwachen und erkennen, dass unsere Feinde nicht in einem fernen Land sitzen. Das sind keine Leute, deren Namen wir nicht kennen und auch keine Kulturen, die wir nicht verstehen. Der Feind, das sind Leute, die wir sehr wohl kennen, Leute, die wir identifizieren können. Der Feind ist ein System, das Krieg anzettelt – wenn es Profit bringt. Der Feind sind die Vorstände, die uns feuern – wenn es Profit bringt. Die Versicherungen, die uns eine Behandlung verweigern – wenn es Profit bringt. Die Banken, die uns unser Heim wegnehmen – wenn es Profit bringt. Unser Feind ist nicht 5000 Meilen entfernt, sondern genau hier zuhause.

Wenn wir uns organisieren und gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern kämpfen, können wir den Krieg beenden, diese Regierung stoppen und eine bessere Welt schaffen.

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