Kommentar: Spürt ihr die Signale?

Der Trauermarsch in Paris wurde für eine verlogene Demonstration der Einigkeit westlicher Staatsoberhäupter benutzt, um den Schein einer aufgeklärten Werte-Gemeinschaft zu erwecken. Die Wurzel des gemeinschaftlichen Übels, in Form von Duldung und Förderung eines willkürlich wuchernden Wirkungsraums für das private und öffentliche Kapital als tödliche Nebenwirkung des freien globalen Handels, wird wieder einmal nicht angepackt, sondern einfach ignoriert, vernebelt oder gar geleugnet. Dieser Umstand wird im Verständnis der politischen Kaste weitgehend als alternativlos beurteilt. Denn das internationale Handelskapital hinterlässt als Waffe eingesetzt, die stärkste Wirkung – nach der Atombombe – auf dem imperialen Schlachtfeld der führenden Wirtschafts-Nationen. Seit der Ablösung des offenen territorialen System-Krieges durch den indirekten Wirtschaftskrieg über Abhängigkeiten wie Schulden, Handelswege und Sicherheit, besitzt niemand die innere Kraft ihr zu entsagen.

Doch wie bei jeder einseitigen Entwicklung setzt ab einer bestimmten kritischen Masse eine Eigendynamik ein, die unkontrollierbar ihre Umgestaltungsräume erweitert. Ohne Ausgleichgewicht wächst dieser – neutral ausgedrückt – Gestaltungsspielraum immer stärker an bis die irdischen Grenzen des Belastbaren durch die Trägheit gesprengt werden und die Blase eines statischen Systems der Besitzstandswahrung platzt. Dies konnte man beim Untergang des klassischen Kommunismus als Bundesbürger hautnah miterleben.

Aber auch unser Wirtschaftssystem der sozialen Marktwirtschaft hat sich durch geduldeten Lobbyismus und willfähriges Verhalten zum Wolf im Schafspelz gewandelt und frisst mittlerweile ganz offen in der hässlichen Fratze des ungezügelten Raubtier-Kapitalismus seine Schäfchen mit Haut und Haaren auf. Diese Durchlöcherung der Matrix regt immer mehr Zeitgenossen zum Innehalten, Reflektieren und Nachdenken an, die lange Zeit der anglo-amerikanischen Marktgläubigkeit durch anfänglichen Wohlstandszuwachs blind ihr Vertrauen geschenkt haben.

Nun aber schlägt langsam durch, dass eine solche Art des Wirtschaftens auch nur kurzfristigen Erfolg versprechen kann, da sie in dieser Form langfristig nur am eigenen Ast sägt. Diese deflationäre Abwärtsspirale geht solange, bis auch dieses Wirtschaftsmodell natürlicherweise seiner Schwerkraft erliegen muss und am Boden zerschellen wird. Die exponentielle Kapitalkonzentration am Markt treibt den Rendite-Druck dermaßen in die Höhe, dass die Existenzgrundlage des Handels in Form einer breiten Kundenbasis durch Getriebenheit und Auszehrung immer weiter zerstört wird. Zudem wird die Beziehung zwischen Verkäufer und Käufer aufgrund der übergeordneten Gier derart gestört, dass das Vertrauen als höchstes Gut des Handels immer weiter schwindet.

Wenn souverän gewählte Volksvertreter nicht alle Anstrengungen unternehmen, um die multi-nationalen Großkonzerne (Oligarchen) zumindest auf ihrem Hoheitsgebiet in gesellschaftliche Schranken zu verweisen, sondern selbst die Hochfinanz aus neoliberaler Abhängigkeit heraus hofieren und auch noch bewusst die katastrophalen Folgen des eigenen Handelns oder Nicht-Handelns ignorieren bis verschleiern, um sich einer direkten Mitverantwortung in der Weltöffentlichkeit zu entziehen, ist dies einfach nur unehrenhaft.

Wenn souverän gewählte Volksvertreter aber dreister Weise auch ihre Legitimation geben für Waffenlieferungen an insäkulare Staatsgebilde und die Subventionierung von ausbeuterischen Großkonzernen, ja sogar selbst als radikale Marktteilnehmer in Form von subventionierten Agrarprodukten an lokalen Märkten in Erscheinung treten, dann ist es nur noch verlogen weltweit den erwachsenden Radikalismus, Fanatismus und die prosperierende Korruption, wie Manipulation scheinheilig zu verurteilen und die Folgen des wirtschaftlichen Überlebenskampfes zu betrauern. Obwohl man still und leise im Dunklen die Wurzel des Übels eher fördert, als bekämpft.

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