in Gesellschaft

Wusste der geneigte Leser schon, dass die Hippiebewegung in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Wirklichkeit eine CIA-Verschwörung war, um den politischen Widerstand gegen das System zu zerschlagen? Nein? Ich auch nicht. Was wir nun aber gemeinsam mit Sicherheit wissen, ist, dass keine Verschwörungstheorie dämlich genug ist, um nicht Zulauf zu finden. Natürlich ist die Welt oft feindselig und unverständlich, doch wenn wir sie feindselig und voller Unverstand in unserem Bewusstsein noch schlechter machen, als sie ist, kriegen wir den Niedergang erst recht nicht in den Griff. Deshalb ist es so erschreckend, dass sich derzeit im Internet, und nicht nur dort, ein neues Phänomen manifestiert, dass dem gerade aufkeimenden und sich vorsichtig organisierenden Widerstand gegen relevante Niedergangsprozesse eben mal locker den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht.

Der Zusammenbruch unserer Welt, wie wir sie kennen, ist nämlich ein unerhört komplexes Phänomen, dem, wenn überhaupt, nur mit komplexen Erkenntnismethoden und ebenso komplexen Widerstandsversuchen beizukommen ist. Was jetzt passiert, ist davon das genaue Gegenteil: Einzelne Feindbilder werden aufgebauscht und aus dem Zusammenhang gerissen, Ursache und Wirkung werden verkehrt.

Das beste Beispiel dafür sind die sogenannten Montagsdemonstrationen mit ihrem Epizentrum in der Berliner Mitte und Filialen in weiteren 40 Städten. Analog zu den sich formierenden diffusen Stimmungen im Internet treffen sich hier Friedensfreunde, Eurogegner, Verteidiger des Sozialstaats und Antiglobalisierer auf einem geringstmöglichen intellektuellen Niveau. Eine ungesunde Mischung gegenläufiger Interessen ist das ohnehin.

In der Tat sympathisiert Konrad Kustos irgendwie mit jeder einzelnen dieser Strömungen, doch endet diese Sympathie bei billigen Parolen und verkürzenden Problembeschreibungen. Diese Bewegung hat für alle Fehlentwicklungen dieser Welt einen griffigen Schuldigen oder etwas Schuldhaftes parat. Der drohende Kollaps des Wirtschaftssystems liegt dann wahlweise am Zinssystem oder der Bankenherrschaft, die Globalisierung liegt an den Bilderbergern, einer ganz personalen Verschwörung ominöser Supermächtiger, und die Kriegsgefahr geht vornehmlich von einem aggressiven amerikanischen Imperialismus aus.

Das alles sind in der Tat mehr oder weniger Elemente des Problems, doch indem hier ein paar Parolen einen trüben Cocktail mixen, werden vorschnelle Antworten gegeben und auf das einzige verzichtet, das den Niedergang eine neue Qualität entgegensetzen könnte: die unentwegte Suche nach größerer Erkenntnis komplexer Zusammenhänge.

Das zugkräftigste Opfer der so betriebenen Desorientierung sind die USA, die einem nun schon beinahe wieder leid tun müssen. Natürlich ist die amerikanische Außenpolitik seit längerem selber desorientiert. Natürlich kann die Innenpolitik nur als bevölkerungsfeindlich beschrieben werden. Natürlich kommt von hier der moderne Puritanismus, die institutionalisierte Arroganz und auch die Political Correctness. Aber was wird daraus im Widerstand durch Internet und Montagsdemo? Als zusammenfassende Antwort auf diese rhetorische Frage mag hier das Zitat eines anonymen Kommentators dienen, der sich kürzlich bei Konrad Kustos meldete:

„als nonkonformist und patriot liebe ich die freiheit und ich hasse dieses dreckssystem aller deutschenhasser und landeshochverräter der einheitsbreiparteien der bananenrepublik der besatzerrepublik der angloamerikanischen zionsisten der atlantikbrücke und der bildernerger !!!!!!!!!!!!!“ (unkorrigiert inklusive Ausrufezeichen).

Dieses anderswo sicher noch etwas eleganter formulierte Weltbild ist eine weitverbreitete Melange von Dyslogismen. Weil die Amerikaner die größte Armee haben, sollen sie die größten Kriegstreiber sein. Weil einige Juden viel Geld haben, betreiben sie angeblich eine zionistische Weltverschwörung. Weil uns die Amerikaner vom Hitlerfaschismus befreit haben, sind sie noch heute unsere Besatzer. Weil die CIA ein mächtiger Geheimdienst ist und anscheinend nichts anderes zu tun hatte, musste sie eben mal das World Trade Center sprengen.

Weil es in unserer Sozialisation einfach so schön klingt und wir meistens keine Ahnung von der viel komplexeren Realität haben, hetzen die US-Kritiker über freien Waffenbesitz, ominöse Gulags, die Todesstrafe, Burger King, Polizeiterror und Obama bin Laden. Ach, wenn die Welt nur so einfach wäre, dann müsste ich mir nicht solche Mühe mit diesem Blog machen. Ich werde mir jedenfalls, auch wenn es angesichts dieses Gepöbels manchmal schwerfällt, weiter die Freiheit nehmen, die USA zu kritisieren, wo es denn nottut, und sie zu lieben, wo sie es verdient.

Natürlich sind die Amerikaner in vielen Fällen die Vorreiter des Niedergangs, ganz einfach, weil sie in so vielem weiter sind als wir, weiter in Richtung Niedergang also. Daraus abzuleiten, wir würden alle unter einem amerikanischen Unterdrückungsapparat leiden, ist gefährlich, weil wir uns viel mehr um unseren eigenen Niedergang und unsere eigene Unterdrückung kümmern sollten. Außerdem kämpfen Amerikaner auch an vielen Stellen für das, was wir gemeinsam für Zivilisation halten – aus welchen Gründen und mit welchem Erfolg auch immer. Im neuen Antiamerikanismus in den Foren zeigt sich gleichermaßen blinder Nationalismus, der linke Radikalismus der Studentenbewegung und eine Flucht vor der Komplexität der Wirklichkeit

Deshalb findet bei den Montagsdemos auch zusammen, was nicht zusammen passt: linke Friedensduselei, rechter Nationalismus, destruktiver Ökologismus, bei Bedarf noch eine anbiedernde Migrationsfreundlichkeit sowie ein diffuser Antikapitalismus, obwohl der Kapitalismus doch längst den Monopolen zum Opfer gefallen ist.

Es geht mir keineswegs darum, die Demonstranten zu diskriminieren – auch und erst recht nicht, weil diese Menschen immerhin als absolute Minderheit erkennen, dass die Welt vor die Wand fährt, und bereit sind, sich dem zu widersetzen. Vielmehr will ich verhindern helfen, dass dieser Widerstand unter seinen eigenen Plattheiten zusammenbricht.

Die Montagsdemos sind eine vergebene Chance. Schlimmer noch, ein Hinweis darauf, dass sich der Widerstand gegen den Niedergang noch schwerer wird organisieren lassen, als es bisher schon zu befürchten war. Der gemeinsame Nenner der neuen Bewegung lautet: Komplexe Zusammenhänge werden auf eine dunkle Macht eingedampft oder besser virtuell zurechtgeschrumpelt, um dem diffus erahnten Bösen ein Gesicht geben zu können. Natürlich ist nichts dagegen zu sagen, negative Kräfte zu benennen, aber es bedarf der Begründung, der Wahrnehmung gegenläufiger Argumente und dann der Einordnung in ein komplexes Kräftegefüge. Stattdessen werden wahre ebenso wie erfundene Fakten völlig einseitig manisch aufeinandergehäuft, wechselseitig hochschaukelnd zitiert und dieser ganze Vorgang mit einem Erkenntnisprozess verwechselt. Der Widerstand deformiert so von einer zielgerichteten Aktion zu einem Akt der Selbstbefriedigung.

Die ernstgemeinte Frage lautet also: Muss das wirklich sein? Ist es dem Niedergang immanent, dass er jeden Widerstand korrumpiert? Verhindert die Unfähigkeit, die Komplexität der Abläufe zu erkennen, die Erkenntnis dieser Unfähigkeit? Sind wir immer wieder dazu gezwungen, positivistisch und ganz im Sinne der Aufklärung Antworten zu erfinden, selbst wenn diese Antworten nur ein neuer Aspekt einer großen, besänftigenden Lüge sind? Sind wir also tatsächlich nicht in der Lage, voller realistischer Demut vor das große Welttheater zu treten und unsere persönliche Unfähigkeit angesichts einer immer komplexer werdenden Welt einzugestehen und daraus innovative Strategien abzuleiten? Dann nämlich wären wir gezwungen, statt dem Übel an die Wurzel zu gehen, der Hydra (bestenfalls) immer neue Köpfe abzuschlagen und uns zu wundern, dass diese schneller nachwachsen, als wir köpfen können.

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Kommentar

41 Kommentare

  1. Sorry, dieser ganjze Artikel ist absoluter Schwachsinn.
    Eine subjektive Meinung eines völlig Fehlgeleiteten. Von nicht wirklich eine Ahnung habend, werden hier Fakten verdreht und für persönliche Meinungen missbraucht.
    Wenn auch rhetorisch und semantisch völlig korrekt dargeboten, bleibt es deshalb trotzdem blödsinnig.
    Es wäre müssig, auf alles einzugehen, weil hier schon mal zuerst das Geschichtsbewusstsein fehlt.

    • Da haben Sie Recht! Wer geneigt ist, schaut sich einfach mal Videos und Vorträge, der ehemaligen NATO Offiziere Deutschlands an. Diese sind im Film, Kriegsversprechen und Kriegsversprechen 2, ziemlich aktuell und gut dokumentiert. Oder er führt sich ein Buch, von Dr. Daniele Ganser, zu Gemüte.
      Der Gegner ist das System, dass die Arbeit besteuert und nicht das Vermögen. Vermögensgrenze soll max. 1 Mia.$ sein. Der Überschuss muss zurück ins System, sonst muss man das Sytem umbauen.
      Zitat von Mussollini:“Faschismus sollte man besser Korporativismus nennen, weil es die Verschmelzung der Staatsmacht mit der Konzernmacht darstellt.“
      Wissen Sie jetzt Bescheid, Herr Kuskos?!

  2. Es ist schlichtweg frech, die Teilnehmer der Montagsdemonstrationen pauschal auf ein „geringstmögliches Intellektuelles Niveau“ zu reduzieren. Aber ich schliesse mich dem vorigem Kommentar an, dass es nichts bringt auf alles hier eingehen zu wollen.
    Jedoch bleibt zu sagen, dass auf den Montagsdemos, Friedenstreffs etc. Menschen auf die Strasse gehen und sich Veränderungen zu äussern, Ideen zu den verschiedensten Themen geben und u.a.auch auf Seiten wie die Neopresse aufmerksam zu machen. Das diese Bewegung gespalten werden soll (u.a.durch Artikel wie diesem hier) zeigt nur einmal mehr, dass ein für die Eliten gefährliches Potential darin steckt.

  3. Ich kann dem Verfasser nur zustimmen. Es war ja wohl offensichtlich nicht seine Intention die Teilnehmer zu beleidigen, es ging um die Klarstellung dass dort ein teilweise sehr einfaches Weltbild gepredigt wird. Die Komplexität dieser Welt wird oft nicht erfasst. Ich hätte dem Kommentar nichts hinzuzufügen! Super geschrieben!

    • Mit anderen Worten, wer die (Ihre) Komplexität der Welt (und was soll das bitte sein?) nicht versteht, der darf keine einfachen Erkklärungen kundtun. Mir reicht allerdings der eine kleine gemeinsame Nenner: Frieden für jeden!

      Übrigens, warum recherchiert der Verfasser dieses platten Berichts nicht mal richtig. Es sind nich 40 sondern ca 130 Städte in D, A, und CH, in denen jeden Montag die Mahnwachen stattfinden.

    • Ja genau, die Komplexität verstehen nur Sie und solche wie der Autor, die so ein Senf schreiben können. Das scheint dann wie Atomphysik zu sein, nichts für jedermann, was.
      Einfach nur lächerlich ihre Aussage.

    • Bleibt zuhause Kinder, is zu komplex für euch… Auch bei komplexen Themen muss man, wenn man was bewegen will, sich auf die wesentlichen Faktoren konzentrieren, die man als erstes in Angriff nehmen will. Im Uebrigen werden gewisse Sachverhalte absichtlich komplex dargestellt um die Bevölkerung zu verwirren. Ein gutes Beispiel hierzu wäre das Steuergesetzbuch :-)

  4. @Redaktion:
    Ja, abweichende Meinungen sollten hier auch Platz finden, aber bitte nicht so ein (sorry) unreflektierter Müll.
    Kurzes Beispiel:
    „Weil die Amerikaner die größte Armee haben, sollen sie die größten Kriegstreiber sein.“
    Nein, weil sie
    1. die größte Armee haben
    2. den größten Wehretat
    3. die meisten Militärbasen weltweit
    4. an den meisten militärischen Konflikten beteiligt sind
    5. die Führungsrolle der Welt beanspruchen
    6. einem „Verteidigungsbündnis“ vorstehen, welches seit 25 Jahren offiziell keinen Feind mehr hat, aber dennoch ständig Kriege führt

    Auf Wunsch gerne mehr.

    So könnte man mit jedem Satz dieses Beitrages verfahren. 2 Dinge direkt an den Autor gerichtet:

    • wie jetzt NEIN die U.S haben nicht die größte Armee,
      aber warum ist dein erster punkt, dass sie die größte Armee haben
      HÄÄÄÄ???

  5. Ich stimme dem zu, dass es mit Sicherheit solche Vorträge gibt, die ein sehr einfaches Weltbild predigen oder gar in Fäkalstrasse sich über das System auslassen. Doch es bleibt eine pauschale Kritik an Veranstaltungen, die in mehr als 100 Städten (und nicht 40) stattfinden. Ich kann selbst nicht für alle sprechen, aber meine Erfahrung ist eine andere, nämlich junge und alte Menschen, die sich nicht mit platten Stammtischreden zuwerfen sondern mit intellekt gepaarte Diskussionen führen.

  6. Mir scheint dieser Artikel basiert aus einer Mischung von Timothy Learys psychedelischen Wahrnehmungen welche anfangs lediglich durch den Missbrauch von „Lysergsäure-diäthylamid“ erfolgten und Aldous Huxleys „mescalinen Stell-Dich-Ein“. Ganz nach dem Motto: If the doors of perception were cleansed every thing would appear to man as it is, infinite.

    Übrigens: Macht korrumpiert, der Niedergang lässt „Belanglosigkeit“ regieren.

  7. 1. Da man die Rolle des größten Kriegstreibers ja durchaus vergeben kann, anhand welcher Kriterien würden sie das festmachen und wer wäre dann der „Gewinner“ ?

    2. Die Natur ist ein komplexes System. Diverse Wechselwirkungen zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen & diversen chemischen Elementen. Aufgrund dieser Tatsache können wir leider nicht bestimmen, was nach dem Abwurf einer Atombombe über (bitte ihre Heimatstadt einsetzen) zum Tod von 100.000 Menschen geführt hat. Und jeder der die Atombombe und den Befehlsgeber des Abwurfes dafür verantwortlich macht ist ein kurzsichtiges dummes kleines Verschwörungstheoretikernaziarschloch was nur einfache Lösungen sucht und die Welt nicht verstehen will. Wollen Sie uns das mit ihrem Beitrag…

  8. Schließe mich meinen Vorrednern an. Dieser Artikel ist hervorragend formuliert, aber inhaltlich fast kompletter Schwachsinn. Hans hat ganz schön angefangen, um auf alles einzugehen fehlt ist glaube ich die Kommentarfunktion nicht mit genügend Zeichen versehen und man müsste zig Kommentare schreiben.

  9. hmm…

    wenn die Erkenntsnis aus der aktuellen Lage mir vermittelt das wir einem Kriegstreibertum ausgesetzt sind, vollkommen gleich wer oder was die Hintermänner sind, so ist diese Erkenntnis alleine für mich ausreichend um zusagen, :

    Raus aus der NATO, oder
    Kein Krieg mit Russland
    etc.

    Es geht nicht darum was der Einzelne für Theorien in seinem Geiste abspielt während er sich der Gefahr bewußt ist, sondern das wir dummen Europäer von den Kriegstreibern und ihren Lügnern erstens, hinters Licht geführt werden und evtl. verheizt.

    Es ging nie um Tod den Bankern (obwohl ich da zustimen würde) sondern um ein Zeichen für den Frieden. JEder der gegen Frieden ist durch Spaltung ist pro-Krieg. Ganz easy!

  10. Wenn du gegen den Frieden agierst in dem du Feindschaften sähst und gezielte Unterschiede herauspickst um dieses Feindbild aufrecht zuerhalten, verschleppst du eine organisierte Friedensbewegung. Es geht den Spaltern darum Zwietracht zu sähen um Zeit zu gewinnen für die Kriegstreiben. Wer das nicht kappiert hat tut mir persönlich nur leid. Denn du bist so blind wie ein Maulwurf… und selbst der kommt irgendwann einmal zum Ziel…

  11. Und eine weiter Erkenntnis macht sich bei mir breit und zwar das zuviel Gerede keinen Sinn macht. Der Mensch sollte weniger Quatschen und labern und sülzen und wieder agieren. Wir sind keine Wascheweiber und dieser Tage ist auch nicht Zeit um sich zu streiten wer denkt wie über dies das und jenes. Es ist einfach nur erbärmlich was viele mit der Sprache anfangen. Sie ist nicht gedacht um dir das Hirn zu vermasseln.

  12. Kustos hat uns eine wohltuend ausgeglichen Analyse geliefert. Einerseits eine klare Kritik an der Aussenpolitik der USA mit all ihren verheerenden Auswirkungen, andererseits ein Appell an die globalisierungskritische Bewegung: Wer nicht fähig ist zu Selbstkritik, Bescheidenheit und differenzierter Wahrnehmung, wer einfach runtermacht und niederbrüllt (einige der obigen Kommentare), der tut der Sache keinen Dienst.

  13. Kommentar:Der Feind in meinem Kopf,sind Leute die sowas wie du schreiben.
    Das du auf deiner Website die Tagesschau zitierst zeigt schon auf was für einen Level du agierst.
    Ich bin der Meinung jeder sollte das was er zu sagen hat auch sagen dürfen ohne das sich Leute wie du über ihn auslassen.
    Es sei denn er verletzt andere oder macht sich strafbar !

  14. Der Facettenreichtum des Weltgeschehens und seine Multikausalitäten negieren nicht den Haupteinfluß der großen Faktoren wie us-Politik, Wallstreet-Agitation inkl. Weltbank und IWF.

    Der Autor wertet die Kritiker am Zinssystem ab ohne die entscheidende Bedeutung dieses widerlegen zu können. Um sich als der mit der überlegenen Sicht auf das „Big Picture“ zu produzieren ist das ein wenig dürftig.

    Hört sich nach einem weiterem Stammtischler an, der die Dummheit der Anderen postuliert und selber die Allein-Richtigsicht hat – bar schlüssiger Argumente oder Konzepte.

  15. Was ich aus dem ganzen Geschwurbel rausgelesen habe:
    Die Welt ist viel zu komplex um vernünftige Kritik äußern zu können.

    1. Die meisten Dinge die komplex erscheinen sind in Wahrheit sehr einfach strukturiert. Ich empfehle mal nach Ockhams Rasiermesser zu googlen.

    2. Wenn die Dinge doch ach so schrecklich komplex wären könnte man ja von vornherein aufgeben. Was ganz sicher falsch ist. Den gordischen Knoten zerschlägt man und fummelt nicht lang dran rum.

  16. @Bernd, danke, wollt ich auch gerade sagen.
    Das Komplizierte ist meist extra kompliziert gemacht, damit wir nicht durchsteigen sollen.

    Wenn man die Natur betrachtet, gewinnt immer das Einfache. Anders gesagt ist kompliziertes meist falsch und sollte sofort geändert werden. Das kann man beispielsweise beim falsch aufgebauten Geldsystem (Zins,Giralgeld) gut sehen, was ich übrigens für das grösste Übel auf diesem Planet halte.
    Abgeleitet auf das falsche Geldsystem kann man praktisch alle politischen Vorgänge erklären und sogar voraussagen. Und was ich daraus voraussage ist ein Weltkrieg, weshalb es die Friedensdemos und die Aufklärung dringend braucht. Möglicherweise ist das Zeitfenster für Demos schon vorbei, weil Frankreich Pleite ist.

  17. Ein wenig konstruktiver, dafür unnötig überheblicher Kommentar zum Phänomen „Montagsdemos“. Anstatt sich in intellektueller Masturbation zu ergehen, würde es sich empfehlen, mal nach dem neuen Buch ‘Unstoppable’ von Ralph Nader zu ixquicken, das darstellt, wie man in den USA eine neue ‚left-right alliance‘ aufbauen kann, um ‚corporate America‘ zu stoppen!

  18. Anstatt also das zarte Pflänzchen ‚Ziviler Widerstand‘ gleich im Keim zu ersticken, sollte es doch eher darum gehen, konkrete Topics zu identifizieren, die von einer breiten Mehrheit negativ bewertet werden (e.g. Aufrüstung, Ressourcenkriege, Austeritätsdiktat, TTIP, GMOs, Demokratieabbau) und konkret gegen diese einwandfrei identifizierbaren, destruktiven gesellschaftlichen Fehlentwicklungen anzukämpfen, ohne sich zuvor in Glaubenskriege über deren Genese zu verstricken. Das würde tatsächlich einzig und allein der Oligarchie nutzen! Zum Thema ‚Oligarchie‘ empfiehlt sich die Princeton-Studie von Gilens & Page (2014), nach deren Lektüre sich ein gewisses Gefühl der Dringlichkeit einstellt, aus der Analyse zum Widerstand zu kommen.

  19. Ich hab gerade zuvor auch den Beitrag zur Zukunft des Journalismus gelesen.

    Beide Artikel möchte ich zusammenfassend wie folgt beantworten:

    Diejenigen, die sich nicht mehr zufrieden geben mit den lügenden Leitmedien sind dienenigen, die sich darüber bei den Mahnwachen äußern und sind diejenigen, die objektiven Journalismus im Internet z.B. auch bei Neopresse suchen.

    Vielleicht sollten Sie sich mal ernsthaft mit den Leuten der Mahnwachen beschäftigen. Der kleinste gemeinsame Nenner dort ist „Frieden für Jeden“. Wie überheblich muss man sein, das als Plattheit zu beschimpfen?

  20. Die Leute welche die Mahnwachen oder auch Friedensdemos verleugnen sind Maulwürfe der Kriegstreiber. Ob nun nützlicher Idiot der es nicht besser weiß oder bewußter IM.. sei´s drum.

    **************** Kommentar editiert von Redaktion ****************

    Bitte hier KEINE Gewaltandrohungen oder Gewaltaufrufe!

  21. Jede Bewegung produziert ihre Gegner. Das ist doch klar, wenn diese auch unterschiedlichen Intentionen folgen.
    Problematisch ist, sowohl für die Mahnwachen, als auch für deren Gegner (hier bespielhaft im obigen Artikel), dass das „Problem“ mit Vorliebe im Außen gesucht und gefunden wird.
    Tatsächlich ist das, was man im Außen vorfindet, lediglich das Ergebnis innerer, menschlicher, intellektueller, emotionaler Prozesse.
    Eigentlich weiß das jeder. Aber es ist nunmal schwer zu akzeptieren, weil es ganz unverhohlen das Selbstbild infrage stellt.
    Dass der wirkliche Feind im Inneren sitzt, ist dann wohl auch die Erklärung dafür, dass Veränderungen so träge vonstatten gehen.
    „WIR ALLE“ sind gefragt, notwendigerweise an uns selbst zu…

  22. …arbeiten und unsere Beziehung zu uns selbst und damit zum „Anderen“ zu erneuern.
    Das, so meine ich, ist die wahre Aufgabe und große Chance der Friedensbewegung!

  23. Schade das der Herr Kustos die Montagsdemos nicht verstanden hat. Wahrscheinlich sind Sie sehr zufrieden in einem Schein zu leben.

    Wir auf den Montags Demos sind hoch qualifiziert und sind in der Lage „voller realistischer Demut vor das große Welttheater zu treten und unsere persönliche Unfähigkeit angesichts einer immer komplexer werdenden Welt einzugestehen und daraus innovative Strategien abzuleiten“. Wir sprechen es aus und stehen ein, wo andere keine Kraft, Zeit, Geduld oder den Mut haben.
    Ich akzeptiere wenn Menschen mit Wissen sich nicht zu den Montagsdemos bewegen.

    Aber Sie Herr Kustos werden mit hoher Wahrscheinlichkeit einer derjenigen sein der sagen darf: „Ich habe es nicht gewusst“.

  24. Ich bin froh das es die Montagsdemos wieder gibt weil sie Wiederstand der Normalos bedeuten die zunehmend entrechtet werden. Natürlich wollen die Leute die von der Masse der Entrechteten leben nicht das diese sich Organisieren. Heute wurden aus Sozialschmarotzer, Terroristen und wenn alles nicht hilft rührt man noch Links- Rechtsradikal und Antisemitismus in eine Soße. 2004 gab es ebenfalls Montagdemonstrationen als Prostest gegen die drohende Agenda 2010. Anfänglich wurden diese von den Gewerkschaften unterstützt aber plötzlich nicht mehr mit der Begründung die Gewerkschaften wollen nicht die Kommunisten unterstützen. Das Ergebnis war das die Agenda 2010 kam und die Gewerkschaften stiekum waren und somit der Widerstand zum erliegen kam.

  25. Den Montagsdemonstranten „geringstmögliches intellektuelles Niveau“ vorzuwerfen, spiegelt die Denkweise von vielen Intellektuellen wieder. Das vorherrschende Inseldenken von Neu-Intellektuellen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, welches die Meinung von einfachen Menschen generell als zweitrangig ansieht, ist mit ein Grund für den gesellschaftlichen Niedergang.

    Der Autor will eine ungesunde Mischung von Interessen erkennen. Dabei macht gerade diese Vielschichtigkeit die Montagsdemos zu einer bemerkenswerten Aktion. Linke, Rechte, Alternative … positionieren sich gemeinsam und friedlich gegen ein ungerechtes System. Dass keine Intellektuellenriege an der Spitze der Demonstration steht und sich …

    http://pastebin

  26. Hippie-Bewegung war ein Kind der CIA? Gibts dafür Quellen? Nun wird dieser durchaus verblüffende aber noch zu belegende Fakt zum Aufreißer eines Beitrages, der eher verstörend wirkt.
    # keine Verschwörungstheorie ist dämlich genug …
    Einfach mal die Definition einer Verschwörungstheorie verinnerlichen. Dieser Begriff wurde in den vergangenen Jahren ganz bewusst ideologisch ins Reich der Spinner und Durchgeknallten gezogen, um Menschen zu diffamieren, die Wahrheiten aufdecken, die der Öffentlichkeit nicht recht bewusst sind. Ich unterstelle dem Autor NICHT, im Auftrag des Mainstreams zu schreiben, aber mit dieser intellektuellen Arroganz macht er sich – ob er will oder nicht – zu derem kleinen Helferlein. >>>

  27. # Kollaps … Wirtschaftssystems … wahlweise am
    # Zinssystem … Bankenherrschaft … Globalisierung
    # liegt an Bilderbergern, … einer … Verschwörung
    # … Supermächtiger …
    # Kriegsgefahr geht vornehmlich von einem
    # aggressiven amerikanischen Imperialismus aus.
    Ach, das stimmt gar nicht!? Das ist also nur Gedankengut von Leuten auf „geringstmöglichem intellektuellen Niveau“? Dafür denken diese Leute aber ganz schön komplex. In mir keimt der Verdacht, dass der Autor Spaß am Formulieren hat, weniger an Inhalten. Er möge uns doch bitte erleuchten. Hier gehts doch nicht um intellektuelles Geschwafel im Hinterstübchen, sondern um die Verhinderung eines Krieges. Die Montags-Leute verdienen schon deshalb großen, großen Respekt…

  28. # Frage lautet also: Muss das wirklich sein?
    JA, unbedingt, diese Form politischen Widerstandes ist ohne jeden Zweifel notwendig!
    # Ist es dem Niedergang immanent, dass er jeden
    # Widerstand korrumpiert?
    Ja, so ist es. Herr Kustos Artikel ist ein subtiles wie anschauliches Beispiel dafür.
    # Und Verhindert die Unfähigkeit, die Komplexität
    # der Abläufe zu erkennen, die Erkenntnis dieser
    # Unfähigkeit?
    Dieser Satz ist eine Zumutung, den will auch nur der Autor verstehen, um zu beweisen, auf welch hoher geistiger Ebene er agiert. Der Witz ist nur: Die Dinge sind gar nicht so kompliziert, sie werden nur so kompliziert gemacht um einen Grauschleier über die Wahrheit zu legen. Und diesem Zweck entspricht auch Herr Kustos kruder…

  29. Sie stehen eben intellektuell auf einer anderen Stufe…..(ich stehe sicherlich weit unter ihnen) und was jetzt, weil Sie so toll schreiben und sich ausdrücken können, sind nicht der öffentlichen Ansicht entsprechende Behauptungen und Meinungen verdreht?

    ALSO unabhängig von den Behauptungen und Meinungen….der Normalbürger spürt das eine Schieflage in fast allen Bereichen herrscht. Und dagegen aufzustehen und demonstrieren finde ich richtig. Nur der Aspekt, dass ein Teil der arbeitenden (und das in 2014 in D) von Ihrem verdienten Lohn, Ihre Grundbedürfnisse NICHT mal decken können
    ….ach ich hör lieber auf.

  30. Die Reduktion der Menschen auf die eignen inneren Problem ist kein schlechter Weg. Allerdings ist es eine Reduktion, denn die Menschen selbst machen die Kriege nicht. Die werden geplant, finanziert und organisiert. Wenn Sie etwas nachsehen, werden Sie finden, daß die BRiD für die Besatzungsmächte Geld ausgibt, daß in der Höhe der russischen Rüstungsausgaben liegt. Länder mit Militärstützpunkten werden gleich zur Finanzierung der Besatzer herangezogen. Ganze Länder (mit Grundgesetzen, die keine Verfassungen haben) werden direkt geplündert. Das sind die äußeren Bedingungen, deren Auswirkungen das Innere schon traumatisieren und problematisieren können.

  31. Das Unrecht wird zu sehr „akademisiert“. Dabei kann es schnell passieren, dass man „vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht“.
    Mein Lösungsvorschlag ist nicht komplex – aber dafür (noch) zu abstrakt.

    Hier: Jede Welt, all`die guten und die schlechten Taten – beginnen immer im Kopf. Und nur von dort aus können die „äußeren“ Machtstrukturen auch nachhaltig verändert werden.
    Angetrieben von einer extrem gefährlichen, schweren, psychischen Störung, ist es einer kleinen (völlig gewissenlosen) Gruppe (sog. Elite) gelungen, fast alle wichtigen Machtpositionen in unserer Welt zu kapern bzw., zu korrumpieren. Ich spreche von Hardcore-Psychopathen (etwa 1% der ges. Weltbevölkerung).

    Näheres dazu:
    http://homment

  32. Ergänzung:
    Das größte Problem in unserer „modernen“ Zivilisation, ist die zunehmende Entmenschlichung.
    Diese Tendenz ist nicht neu – kollidiert aber verstärkt mit dem Geist der Informationsgesellschaft. Extreme Spannungen sind die Folge.

    Es liegt in der Natur der Psychopathie, dass die betroffenen Personen wortwörtlich – ANTI-Menschlich agieren – und pathologisch-bedingt, praktisch nach jeder Art Macht greifen, um die so ergatterten Machtpositionen (krankheitsbedingt), sofort zu missbrauchen.
    „Der Feind sitzt tatsächlich im Kopf“.., das ist richtig. Nur die Schlussfolgerungen im Artikel sind falsch.

    Hintergründe:
    http://homment.com/pathokratie-plutokratie

    Daryl

  33. Endlich mal ein handfester Lösungsvorschlag – und nicht nur resignative Empörung und konjunktivistische Fragen und Appelle.
    Diese These von @Daryl,so selten und abstrakt dieselbe auch erscheinen mag, ist vermutlich der erste, wirklich logische und vernünftige Ansatz, um die Problematik des Makro-Sozialen-Bösen in jeder Gesellschaft endlich an der Wurzel zu packen!
    Ob dieses Unterfangen von der Gesellschaft auch tatsächlich aufgegriffen und umgesetzt wird, wage ich in dieser Epoche der maximalen Massenverblödung durch Desinformation, eher zu bezweifeln.
    Leider. Schließlich läuft seitens der Psychopathen die Nummer mit der Unterdrückung und Verfolgung psychisch gesunder, empathiefähiger Menschen, ungebremst schon seit Jahrtausenden.
    B…