in Gesellschaft

Das moderne Bildungssystem hat ein Problem. Oder genauer: das Bildungssystem wird zum Problem für die Kinder. Anstatt die Kinder zu ‘Bilden’ werden sie ‘AUSgebildet’. Es geht nun schon seit einiger Zeit so, dass die Aus-Bildung nach dem Motto ‘Kopf auf, Informationen rein, Kopf zu’ funktioniert. Dies macht sie nicht zu gebildeten Denkern, sondern eher zu Lagerplätzen von Informationen.

Unseren jungen Geisten wird beigebracht Autorität als Wahrheit zu akzeptieren, anstatt Wahrheit als Autorität – und die Lehrer reden nur noch zu den Schülern und nicht mehr mit ihnen.*

Der immer noch größtenteils praktizierte Frontalunterricht hat die Lehrer zu Wiederholern von Informationen gemacht, anstatt mit den Schülern kritisch Themen zu erarbeiten. Noch schlimmer ist, dass sich die Aus-Bildung auf primär akademische Wirtschaftseliten beschränkt und jede Form von inhaltlicher Kreativität unter den Tisch fallen lässt. Unausweichlich wird dadurch eine Systemkonformität erzeugt, die das Andersdenken und das Stellen von kritischen Fragen unterbindet.

Wenn wir das Problem der Indoktrination des Aus-Bildungssystems lösen wollen, müssen wieder Fragen gestellt werden anstatt nur Antworten zu geben.*

Anstatt Kindern zu sagen, was richtig ist, muss ihnen beigebracht werden, wie sie für sich selber individuell herausfinden können, was richtig ist. Kinder sollen lernen zu Denken und nicht zu Wiederholen. Bildung und Lernen sollte einer Entdeckungsreise gleichen, die sich während des Prozesses entwickelt und wo das Ziel nicht schon von vornherein feststeht.

Solange kein Umdenken stattfindet, wird die Gesellschaft weiter wie von einem Autopiloten gesteuert, ohne dass die Individuen ein Mitspracherecht haben. Kinder werden nicht das lernen, was sie interessant finden und wofür sie eine Begabung haben, sondern werden sich immer weiter in einer Situation wiederfinden, in der sie sich voller Unzufriedenheit mit Dingen abgeben müssen, die uninteressant sind und ihnen nicht liegen.

*Freie Übersetzung aus dem Englischen

Quelle:

http://themindunleashed.org/2015/01/teaching-children-think-instead-think.html

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Kommentar

  1. Wir leben in einer Kastengesellschaft. Das garantiert das immer dieselben Leute oben sind und der Rest unten, unabhängig der Fähigkeiten. Die Folge ist wir Leben nicht in einem Bildungssystem sondern in einem Gehirnwäschesystem. Ein optimales Bildungssystem sollte so ausgerichtet sein das die Menschen aufgeklärt werden und mit dem erlernten sich selbst Antworten geben oder Neues herausfinden können. Die Voraussetzung ist aber das der Mensch frei von existenziellen Sorgen ist und Zeit hat zum Nachdenken und nicht für seine Gedanken attackiert wird oder diese bewertet werden. Von den Zeitpunkt an wenn der Mensch bewertet wird ist das keine Bildung mehr sondern Gehirnwäsche die nur die Entwicklung zulässt die dem Bewertungsmaßstab folgt.

    • Im übrigen sind nicht nur die Armen gehirngewaschen sondern die Vasallen genauso weil die gehen auf spezielle Eliteschulen. An einer Eliteschule ausgebildeter Affe bleibt dennoch ein Affe. An ihren Eliteschulden bekommen die reichen Vasallen(Manager, Politiker, Wissenschaftler, Medien) die Gehirnwäsche ihr seid Elite. Aber wehe dem er macht nicht das was vom ihm verlangt wird. Derjenige ist ruckzuck weg vom Fenster!!!!
      Im Grunde sind selbst die superreichen Profiteure nicht frei denn auch die sind Opfer ihrer eigenen negativen Taten. Die Menschheit wird nur dann nicht aussterben wenn sie weg kommt vom negativen tun und da muss auch jeder bei sich selbst anfangen.

      • @entsorger,

        Super Kommentar!!! So sind auch meine Gedanken darüber. Verbreiten Sie sie. Ich wünsche mir, nein, ich will, dass jeder Mensch es begreift, denn es ist das Ausschlaggebende für die Zukunft unserer Kinder und somit der ganzen Menschheit.

    • Ich stimme dir voll und ganz zu! Leider ist das System von dem du redest bisher in der Menscheitsgeschichte immer eine Utopie geblieben. Vielleicht sind Egoismus und Korruption in der Natur des Menschen tief verankert, als eine Art Reliktinstinkt des „Survival of the fittest“. Es wird Zeit das der Mensch sich weiterentwickelt und wir den Begriff „Menschlichkeit“ mit wahrer Bedeutung füllen.

  2. Die Eliten brauchen keine autonomen Individuen, die ein selbst bestimmtes Leben führen und womöglich die vorhandenen Strukturen hinterfragen, sondern eine nach betriebswirtschaftlichen Gesetzen optimierte Masse, die zuverlässig, hochmotiviert und vor allem billig funktioniert und unkritisch konsumiert. Dazu bedarf es nur bestimmter Wissensinhalte, die kompakt eingegeben und bei Bedarf abgerufen werden. Dazu noch ein lebenslanges Ranking, das für ständigen Wettbewerb und „Motivation“ sorgt. Ich denke, damit ist der post-moderne Mensch hinlänglich beschrieben.

  3. Wenn ich es richtig sehe, dann ist das Bildungssystem ein voller Erfolg. Der Wunschtraum aller Politiker überall ist erfüllt. Das war schon immer so – nur früher hat man mitunter noch nicht so genau gewusst, wie dieses Ziel zu erreichen ist. Wird das so bleiben? Aber natürlich. Erfolg ist Erfolg, begleitet von pädagogischem Gerede zur Vernebelung der Wirklichkeit. Trotzdem gilt: Denken ist (noch) nicht verboten. Immer wieder werden sich Einzelne darum selbstständig bemühen. Quasi als Hobby.

  4. „Anstatt Kindern zu sagen, was richtig ist, muss ihnen beigebracht werden, wie sie für sich selber individuell herausfinden können, was richtig ist“
    Es gibt ja zum Glück noch Eltern, die da auch zu beitragen können :)