in Gesellschaft

Das Forschungsprojekt zur Untersuchung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche ist vorerst gescheitert.

Die Deutsche Bischofskonferenz teilte mit, der Vertrag mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) sei mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Der Missbrauchsbeauftragte der Kirche, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, nannte als Grund das mangelnde Vertrauen in den Leiter des Instituts, Christian Pfeiffer.

Im NDR sagte Pfeiffer, die Kirche beanspruche „im Grunde ein Zensurrecht“.

Dies sei „unvereinbar mit der Freiheit wissenschaftlicher Forschung“.

Ein Sprecher des Erzbistums München und Freising wies die Vorwürfe zurück.

Von “Zensurwünschen” der Erzdiözese könne keine Rede sein. Es müsse darüber diskutiert werden, „wie der unbedingte Wille zur Aufklärung im Sinne der Opfer von Missbrauch mit der notwendigen Sorgfaltsverpflichtung sowie Fürsorgepflicht gegenüber kirchlichen Mitarbeitern zu vereinbaren ist“.

Dabei gehe es um Fragen des Datenschutzes und der Anonymisierung. Nach Angaben Pfeiffers sei dies aber gewährleistet gewesen.

Audio: Kirche stoppt Missbrauchs-Aufklärung

Carsten Schabosky (WDR), ARD Berlin 09.01.2013

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Quelle und mehr: tagesschau.de

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