in Gesellschaft

Seit ein paar Tagen häufen sich die Meldungen über Neugeborene, die mit Fehlbildungen auf die Welt kommen. Die Fälle erinnern an den Contergan-Skandal. In Frankreich machen Babys ohne Hände seit Jahren Schlagzeilen. Nun ist das Phänomen auch in Deutschland angekommen. Eltern sind in großer Sorge, Mediziner alarmiert. Das Gesundheitsministerium NRW hat sich nun eingeschaltet. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef-Laumann (CDU) sagte, die Berichte über Fehlbildungen bei Neugeborenen müssten ernst genommen werden.

Mehrere Hebammen haben in sozialen Medien auf die Fälle aufmerksam gemacht. Eine Kölner Hebamme erklärte gegenüber der „Bild“, dass sich bereits 30 weitere betroffene Familien bei ihr gemeldet hätten. Sie habe nun Angst, dass es die ganze Bevölkerung treffen könne. Denn es gebe vergleichbare Fälle in ganz Deutschland, vor allem aber im ländlichen Raum.

In Gelsenkirchen sind innerhalb kurzer Zeit drei Babys mit der gleichen Fehlbildung einer Hand geboren worden. Zuvor hatte es dort jahrelang keinen einzigen Fall gegeben. Alle drei betroffenen Familien wohnen nicht weit voneinander entfernt. In Nordrhein-Westfalen sind insgesamt fünf ähnliche Fälle bekanntgeworden. Auch in Thüringen sind solche Fälle nun bekanntgeworden. Die Ursache für die Fehlbildungen soll bislang nicht bekannt sein. Ein Gendefekt konnte bei den betroffenen Kindern jedoch bereits ausgeschlossen werden.

Der Sprecher eines Krankenhausverbundes in NRW sagte, eine vertiefte Ursachenforschung könne erst mit Einwilligung der Eltern erfolgen. Die Eltern seien bereits eingeladen worden, mit der Klinik Kontakt aufzunehmen. Das Gesundheitsministerium NRW will nicht nur die Fälle in Gelsenkirchen untersuchen, sondern alle Kliniken in dem Bundesland abfragen, ob dort ähnliche Fehlbildungen aufgefallen seien. Darüber hinaus nimmt das Gesundheitsministerium Kontakt mit Ärztekammern, dem Bund und anderen Bundesländern auf, um möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

Die betroffenen Familien in Frankreich wohnen Berichten zufolge in kleinen Dörfern, die von Raps-, Sonnenblumen- und Maisfeldern umgeben sind. Die Behörden in Frankreich haben bislang keine Untersuchungsergebnisse über die Ursachen für die Fehlbildungen geliefert.

In Argentinien, wo seit Jahren großflächig und massenhaft glyphosathaltige Pestizide auf Feldern versprüht werden, kommen seit Jahren Kinder mit teils schwersten Missbildungen zur Welt. Wissenschaftler der drittgrößten Universität des Landes, der Universität Rosario, haben die Fälle jahrelang untersucht. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass die Missbildungen sowie Krebs und andere schwerwiegenden Erkrankungen auf den bedenkenlosen und massiven Einsatz der glyphosathaltigen Pestizide zurückzuführen sind.

Im Oktober 2018 hörten Abgeordnete des Deutschen Bundestages eine Warnung. Sie stammte von den Wissenschaftlern der Universität Rosario. Sie waren nach Deutschland gekommen, um vor dem großflächigen Einsatz von Pestiziden zu warnen. Obwohl diese Studien auch hiesigen Gesundheitsämtern und Ärztekammern bekannt sein müssten, behauptet man noch immer, die Ursachen für die Fehlbildungen der Babys in Deutschland und Frankreich nicht zu kennen. Es ist doch offensichtlich, dass Pestizide die Ursache sind, da alle betroffenen Familien in ländlichen Regionen leben – Regionen, in denen besonders viel Pestizide auf die Agrarflächen gesprüht werden.

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Kommentar

    • Hat kaum Zweck. Das murksel hat keine Kinder und wird auch keine mehr bekommen. Ebenso die Sonne-Mond-Sterne-Fatima . Diese beiden nur mal als Beispiele.
      Wesentlich hilfreicher wäre da die Anwendung der Erfindung des französischen Arztes Joseph-Ignace Guillotin.

  1. Ob Insektizide, Pestizide, Ausbringung chemischer Dünger, Frisch-Gülle und immer wieder genehmigte Versuchsfelder für genmanipulierte Pflanzen – für alles gibt es in Deutschland de facto keine Kontrollen und Überprüfungen mehr, sie wurden sukzessive gegen Null gefahren: ebenso die Routineuntersuchungen des oberirdische (z.B. Flüsse), wie unterirdischen (Grundwasser) Wasserdargebotes.

    Nur wenn doch Vorfälle an die Öffentlichkeit gelangen, wird rege Betriebsamkeit vorgetäuscht. Ändern wird sich nichts.

    Die Gesundheit der Bevölkerung interessiert die Politiker schon lange nicht mehr. Sie sind längst nur noch willige Erfüllungsgehilfen, zur Gewinnmaximierung, der vom Finanzkapital bestimmten Industrie und der Großagrarier.

  2. Müssen es Pestizide sein ,es könnten genau so auch was mit der Modernen Funkübertragung zusammen hängen 3G ,4G und was noch kommt 5G . Man sollte alles in Erwägung ziehen .