in Gesellschaft

Saskia Esken hatte es jüngst in einem Interview bereits zur Sprache gebracht: Die SPD-Chefin wünscht sich am liebsten eine Regierungskoalition mit den Linken und den Grünen, welche den Kanzler stellen sollen. In der Fortführung einer großen Koalition sieht Esken „keine Grundlage mehr für die gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Eine Koalition mit den Linken unter der Führung der Grünen könnte diese Grundlage schaffen, meint die SPD-Chefin. Esken will unbedingt an der Macht bleiben, obwohl die Partei kaum mehr als 14 Prozent in den Umfragen erreicht.

Es ist auch der Traum der Grünen, regierende Partei zu sein. So passt es zu Eskens Wunsch, dass auch Grünen-Chef Robert Habeck “sich bei der nächsten Bundestagswahl nicht mit Platz zwei zufriedengeben will“. Im ARD-Sommerinterview sagte er, dass die Grünen ihren „Führungsanspruch in Deutschland bekräftigen“. Seine Partei „kämpfe darum, die Union als stärkste Kraft zu schlagen. Niemand kämpfe um Platz zwei, der zweiter ist“, sagte Habeck mit Blick auf Umfragen, in denen die Grünen laut Medienberichten mit knapp 20 Prozent direkt hinter der Union liegen sollen.

Die Frage, ob die Grünen 2021 einen Kanzlerkandidaten ins Rennen schicken wollen, ließ Habeck dem Journalisten des ARD-Sommerinterview offen. Nicht er, sondern die Partei habe das zu entscheiden. Die Wahl sei in 13 Monaten, der Wahlkampf habe noch nicht begonnen – sich jetzt schon festzulegen, sei noch zu früh. Im Gegensatz zu den Grünen hat die SPD vergangene Woche ihren verheißungsvollen Kanzlerkandidaten, den Finanzlobbyisten Olaf Scholz, bereits benannt.

Habeck sagte, er wolle sich auch aus der Diskussion um mögliche Regierungsbündnisse heraushalten. Diese würden dann gefordert, wenn es notwendig sei. Sein Ziel sei es aber, „die Politik aus der Lethargie zu befreien. Das gehe nur, wenn man sich auf die inhaltliche Arbeit konzentriere“.

So sehen es Beobachter: Die Mehrheit der Bevölkerung in diesem Land dürfte noch in dem Glauben und der Meinung sein, dass der Fortbestand der BRD-Verwaltung und des Parteiensystems, welches dieses Land seit über 75 Jahren gespalten und in den Ruin geführt hat, noch von Wichtigkeit sei. Es wird dabei leicht vergessen, dass es Jahrhundertelang überhaupt kein Parteiensystem gab – und das ist noch gar nicht so lange her.

Dieses System ist nicht mehr zeitgemäß und wir können davon ausgehen, dass es spätestens nächstes Jahr abgeschafft und durch etwas vollkommen Neues ersetzt werden wird. Dementsprechend kann man das „Geschwafel“ der Politiker, die uns hier ein Bühnenstück vorspielen, auch als solches betrachten. Das BRD-Theater dürfte sich im letzten Akt befinden.

Saskia Esken zu Rot-Rot-Grün – hier lesen Sie mehr dazu.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick


Dein Kommentar

Kommentar

  1. So demontiert Frau Esken Ihren eigenen Kandidaten und hofiert den Obergrünen. Grüne wollen die Einfamilienhäuser abschaffen, Rentner sollen in Kommunen leben, Fleisch essen verboten u.s.w. Weder die SPD noch die Grünen sind überhaupt wählbar und die CDU hat fertig. Die FDP ist mit dem sich nicht öffnenden Fallschirm abgestürzt. Was nun? Vielleicht sollte man in Deutschland mal wieder Demokratie versuchen, dann klappt es auch mit den Bürgern.