in Gesellschaft

Der „Beitragsservice“, also die früheren GEZ-Gebühren, sind weiterhin stark umstritten. Den eigenen Worten nach hat der Beitragsservice für das Jahr 2017 in 21,2 Millionen Fällen „Maßnahmen im Forderungsmanagement eingeleitet“. Davon sind 1,3 Millionen „Vollstreckungsersuchen“ gewesen. Mit anderen Worten: Mehr als eine Million Menschen haben dauerhaft nicht gezahlt. Angesichts von gut 30 Millionen Privathaushalten in Deutschland ein sehr hoher Anteil. Wir haben über „Capitol Post“ darüber berichtet, wie Sie sich jetzt selbst wehren können: Mit Bargeldeinzahlungen. Dafür müssen Sie lediglich den bisherigen Lastschrifteinzug widerrufen, wie wir beschrieben haben. Die Adresse:

„ARD ZDF Deutschlandradio, Beitragsservice, Freimersdorfer Weg 6, 50820 Köln“ oder per Mail an „impressum@rundfunkbeitrag.de“.

Nicht reagieren

Nun fragen sich inzwischen allerdings Leser, was dann passiert. Nichts. Sie könnten nach einem neuen Gerichtsurteil versuchen, Ihren „Beitrag“ bar einzuzahlen. Der Service wird Ihnen jedoch einfach ein Formular zusenden, mit dem Sie einzahlen sollen. Erneut erhalten Sie die „Möglichkeit“, einen Lastschrifteinzug zu veranlassen. Wenn Sie den ersten jedoch widerrufen haben, werden Sie hier – mit einiger Sicherheit – nicht erneut zustimmen.

Sie müssen also nicht reagieren. Auf „mmews.de“ wird nun beschrieben, dass „Nichtstun“ einen „Festsetzungsbescheid“ veranlassen wird. Dies ist lediglich eine weitere Maßnahme, in der Ihre Schulden aufgeführt werden, ohne dass weitere Konsequenzen entstehen. Sie zahlen noch keine Gebühren dafür. Vielmehr erhalten Sie die Möglichkeit, dieser „Feststellung“ sogar zu widersprechen. „Capitol Post“ hält ein entsprechendes Schreiben für Sie bereit.

Im Anschluss daran allerdings wird der „Service“ sich wieder bei Ihnen melden. Nicht mit dem Hinweis, dass der Widerspruch angenommen wurde, sondern vielmehr mit der Aufforderung, den Widerspruch einfach zurück zu nehmen. Im folgenden Schritt erhalten Sie – nach einiger Zeit allerdings erst – einen „Widerspruchsbescheid“, also den „Entscheid“. Der wird mit einem „Säumniszuschlag“ belegt und dürfte weniger als 10 Euro kosten. Jetzt könnten Sie im kommenden Schritt zahlen und die Runden wiederholen – wenn Sie den Verwaltungsaufwand erhöhen wollen. „Capitol Post“ bereitet indes noch weitere mögliche Wege vor. Einfach klicken

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Na schau einer an, ist ja hervorragend die wilden Kommissare (Bürgerservice) erstellen Vollstreckungsversuche! Das tun sie mit Sicherheit nicht, denn sie versuchen gleich selbst zu vollstrecken. Ja und was soll dieses Gedahle , was kein Mensch richtig nachvollziehen kann, anstatt den Rat zu einer volksherrschaftlichen Verfassung, mit der dieser Spuk und viele tausend andere ein Ende finden könnten.

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