in Gesellschaft

Geldanlage bei Kirchen: Kunden mit mehreren Milliarden Euro

Nach einem Bericht im „Handelsblatt“ zählen die Kirchen zu den ganz großen Kunden im Anlagegeschäft. Die Institutionen sitzen allein in Deutschland auf mehreren hundert Milliarden Euro und müssen daraus nicht nur das Vermögen vermehren, sondern auch die Lasten aus den Pensionsverpflichtungen tragen, wie es heißt. Dabei sind die niedrigen Zinsen, verursacht durch die Europäische Zentralbank EZB, ein Dorn und inzwischen eine sehr hohe Hürde. Die Verluste summieren sich zu mehreren Millionen Euro, wie es heißt. Zudem hat es offenbar einige Fehlinvestitionen gegeben, so die Meldung.

Immobilien-Fehlinvestitionen mit Millionenschaden

Konkret sind dies Immobilien-Investitionen durch das Bistum Eichstätt gewesen, die inzwischen offenbar einige Millionen Euro Schaden angerichtet haben. Gerade im betreffenden Bistum sollten sich nun sogenannte Fachleute um das Geld kümmern. Hintergrund sind die schwindenden Renditen, die mit anderen Geldanlagen erwirtschaftet werden.

Durch die steigenden Einkommen in Deutschland ist auch das Aufkommen aus der Kirchensteuer wieder gestiegen. Die Kirchensteuer-Höhe hängt von den Einnahmen aus den Einkommensteuern ab. Dennoch ist die Ertragslage insgesamt unter dem Strich geringer geworden, heißt es in den betreffenden Berichten.

Dabei sind die Kirchen bis dato noch nicht einmal in der Lage, den Umfang des anzulegenden Vermögens korrekt abzubilden. Denn so seien noch nicht einmal alle Körperschaften die entsprechenden Vermögen vollständig bewertet oder auch nur aufgedeckt worden, heißt es im selben Bericht.

Kirchen sind mit ihrem Vermögen von mehreren hundert Milliarden Euro auch für die professionellen Geldanleger ein wichtiger Kunde – aus unserer Sicht vielleicht sogar der wichtigste. Es gibt kaum vergleichbaren Anlage- und Beratungsbedarf, den Banken wiederum provisionsorientiert angeben. Insofern schätzen andere Vermögensverwalter und -berater, dass das Geld auch vermehrt in Aktien fließt sowie in den Rentenmarkt. Hier jedoch sind die Renditen weiterhin zu schwach. Nur große Staaten dürfen sich über die wachsende Nachfrage freuen.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Gelder von kriminelle Organistation und mafiosen Strukturen müssen durch die Allgemeinheit beschlaghsnahmt werden. Da die Kirchen ihr Vermögen mit Raub, Mord, Erpessung und und und erhalten haben, ist die Lage doch klar oder? Keine Anlage sondern Beschlagnahme und die die dieses Vermögen vermitteln, anlegen etc. werden wegen Beihilfe weggesperrt.

  2. Die Kirchen sind reich und verlangen von ihren armen Mitgliedern, ihren letzten Mantel zu zerschneiden für Wohlstandssuchende aus Afrika.
    Ist das nun moralisch?
    Bedeutet Christentum, von anderen Opfer zu verlangen?
    Sind Marx oder Bedford-Strom überhaupt Christen?
    Ist der Papst ein Christ?

    • Volker, Du scheinst Probleme mit dem materiellen Reichtum der großen Kirchen zu haben. Mein Rat an Dich: Sieh auf das Wesentliche, Deine persönliche Beziehung zu Gott!
      Ob Bischof Reinhard Kardinal Marx oder Bedford-Strom glaubwürdige Christen sind, daran kann man durchaus Zweifel hegen. Doch was nützt dies Dir??? Letztlich kommt´s auf DEINE Beziehung zu Gott an!
      LG
      Ejo

      • „Letztlich kommt´s auf DEINE Beziehung zu Gott an!“

        Da haben Sie uneingeschränkt recht. Der Glaube braucht keine Kirche, er kann auch eine Sache zwischen einem Menschen und Gott sein, und zwar nur zwischen beiden, und das geht dann niemanden etwas an, es ist ganz persönlich.
        Deshalb rede ich auch nicht gern über das, was ich glaube und das, woran ich zweifele. Gott wird mich verstehen, Menschen tun es sehr oft nicht.

  3. Hallo, Volker,
    klar gibt es Gott, den der Bibel meine ich! Alles andere sind Menschenwerk und damit Götzen. Lies die Bibel, und Du wirst es selbst herausfinden.
    Aber die Existenz Gottes ist noch kein Grund, in einer Kirche (mit Versorgung durch Kirchensteuern) zu verbleiben. Deinen Glauben an Gott wirst Du i.d.R. sogar eher in einer sogenannten freikirchlichen Gemeinde (ohne Versorgung durch Kirchensteuern) finden und leben können. Ein Christ braucht Gemeinschaft mit anderen Christen. So hat Jesus es vorgesehen. Sei gesegnet von unserem großartigen, lebendigen und dreieinigen Gott, dem Vater, Sohn und heiligen Geist!

  4. Was die Kirche in D angeht sag ich nur:
    Die Kirche ist die einzige FIRMA die Steuern eintreiben darf und den „Staat“ das für sich besorgen lässt.
    Und die Firma namens Kirche hat sogar das Priveleg das „christliche“ im Umgang mit ihren Mitarbeitern in „christlichen“ Kindergärten, Krankenhäusern etc. zu vergessen. Z.B. Lohndumping.
    Und wie jede andere Firma/Person auch, suchen sie nach Möglichkeiten ihr Kapital zu mehren oder mindestens nicht zu verringern.

    Sorry, hätte fast vergessen das auch das ÖRF quasi Steuen (Beitrag) auf „Ihre Lehren“ (was Mensch in D zu glauben/wissen hat) erheben darf. Erst kürzlich vom BfG bestätigt.

    • Und mal so nebenbei:
      Für MEINE „Sünde“ hab ich vor Gericht (mit Kreuz an der Wand) selber gerade stehen müssen. Da war kein Jesus da, der gesagt hat: ich geh für dich in den Knast, oder häng mich ersatzweise ans Kreuz. Lag ja vielleicht daran, dass es damals keine Sünde war ein bisschen Gras in der Tasche zu haben.