Frohe Weihnacht: Die Strompreise sind so hoch wie nie

Fast, so Kritiker, sieht es so aus, als gäbe es das Klimapaket schon. Jetzt sind die Strompreise in Deutschland auf dem höchsten Stand aller Zeiten, so das Verbraucherportal Verivox nach einem Bericht des „Handelsblatts“. Allein im Jahr 2019 haben sich die Strompreise bereits um gut 3 % erhöht. Wer etwa 4.000 KWh pro Jahr braucht (etwa eine Familie) muss derzeit 29,66 Cent pro KWh zahlen. Am Jahresanfang wurden noch 28,82 Cent fällig. Dies ergibt deshalb einen Mehraufwand von etwa 30 Euro. Wahrscheinlich noch verkraftbar, würden Politiker wohl behaupten. Nur haben von 800 regionalen Versorgern in Deutschland im vergangenen Jahr annähernd immerhin 700 die Strompreise gleich um gut 5 % erhöht. Dies ist wiederum ein deutlich höherer Aufwand für die betroffenen Familien.

Versorger: Beschaffungskosten steigen

Die Versorger verweisen auf den Umstand, dass ihre Beschaffungskosten gestiegen seien. Das heißt: Die Stromproduzenten und der Staat als Steuereintreiber kassieren mehr als vorher. Die wenig frohe Weihnachtsbotschaft dazu lautet: Im kommenden Jahr dürfte sich das Ausmaß der Erhöhungen noch erweitern. Denn über 500 der regionalen Versorger haben für die ersten beiden Monate des Jahres eine Preiserhöhung in Aussicht gestellt. Die Preise würden durchschnittlich gleich um 6 % steigen, heißt es.

Das wiederum würde den hier oben aufgeführten Mehrkostenaufschlag auf jährlich 71 Euro erhöhen. Grund für die Preiserhöhungen sind steigende Netzentgelte sowie die „EEG“-Umlage. „EEG“ ist das Kürzel für das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“. Das Klimapaket ist in seinen Grundzügen nicht erst in diesen Tagen erfunden worden, sondern existiert zum Beispiel in Form des „EEG“ seit Jahren.

Einziger Unterschied: Bei der Erfindung des „EEG“ war das „Klima“ noch nicht das treibende Thema. Vielmehr ging es damals noch um „die Umwelt“. Die Angst vor der Atomenergie und den Risiken der AKW führten zur „Energiewende“ der damaligen Merkel-Regierung. Heute findet sie noch mehr Argumente, um Verbrauchern in die Tasche zu greifen. Hier lesen Sie dazu mehr.