in Gesellschaft

In der 3sat Sendung “Kulturzeit” sah ich gestern eine Wiederholung eines besonders sehenswerten Beitrags von “ttt”. Es geht um zwei Briten, die sich mit meiner Meinung nach sehr wichtigen Fragen beschäftigt haben, die ich auch schon des öfteren gestellt und diskutiert habe.

Die Anhäufung von Krimskrams führt laut Robert Skidelsky nicht zu Zufriedenheit

How much is enough? so die zentrale Frage, die sich der britische Wirtschaftshistoriker Robert Skidelsky und sein Sohn der Sozialphilosoph Edward, gestellt haben. Der Titel ihres Buches lautet in der deutschen Übersetzung ”Wie viel ist genug?: Vom Wachstumswahn zu einer Ökonomie des guten Lebens”. Dieses Buch habe ich leider noch nicht gelesen, aber der kurze Bericht von “ttt” macht es für mich praktisch zur Pflichtlektüre.

Einige wichtige Aussagen aus dem TV Beitrag mit den Skidelskys:

  • Menschen betäuben sich mit mehr und mehr Krimskrams.
  • Wir haben in der westlichen Welt einen ausreichenden Wohlstand. Nicht jeder einzelne, aber gesamtgesellschaftlich. Genug um ein gutes Leben zu führen.
  • Geld sollte uns Muße ermöglichen.
  • Die beiden fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen, welches die Produktivkraft unserer Wirtschaft längst hergibt.
  • Wäre der Reichtum besser verteilt, könnten alle viel weniger arbeiten.
  • Stattdessen schuften auch die Reicheren wie die Wahnsinnigen, weil wir uns permanent miteinander vergleichen und jeder mehr haben will als der andere. Einen Lebenssinn macht das alles nicht.
  • Wir fördern die Gier. Früher war Gier eine Sünde.
  • Mehr Zeit für Muße wird gebraucht. Für Sachen, die einen Freude machen, ohne das finanzielle Erwägungen eine übergeordnete Rolle spielen.
  • Wir erziehen Menschen für den Arbeitsmarkt, der nebenbei immer kleiner wird. Erziehung sollte sich dagegen viel mehr damit auseinandersetzen, wie wir mit unserer Freizeit umgehen.

Ich persönlich kann all diese Punkte aus voller Überzeugung unterschreiben und es frustriert mich, dass wir nicht in einer besseren, humaneren Gesellschaft leben, obwohl eine solche grundsätzlich leicht zu etablieren wäre. Leider ist das Bewusstsein dafür auf der einen Seite nicht vorhanden, während auf der anderen das Interesse fehlt. Hier geht´s zu diesem wirklich sehr interessanten und sehenswerten Beitrag:

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/431902_ttt-titel-thesen-temperamente/13854148_was-brauchen-wir-wirklich-fuer-ein-gutes-leben- 

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