Erstaunlich: Weltweit sinken die Covid-19-Fallzahlen

Deutschland steht vor einer schleichenden Übernahme des Infektionsgeschehens durch die „Mutanten“, wie Karl Lauterbach und Co. in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder betonten. Dann ist dieses Land offenbar eine Insel der Unglückseligen. Da die Welt ohnehin relativ durchlässige Grenzen hat, ist ein Blick auf das weltweite Geschehen die wohl trefferende Herangehensweise, um die Lage zu beschreiben.

Die Weltgesundheitsorganisation höchstselbst stellte im wöchentlichen Lagebericht fest, dass die Zahl der positiv Getesteten (wie wir die Infektionsfälle nennen) innerhalb einer Woche um 17 % gesunken ist. Dies sei der niedrigste Wert der vergangenen 15 Wochen, lässt die WHO wissen. Auch die Zahl derjenigen, die an und mit Corona als Todesfallursache Erfassten (die offiziellen Statistiken nennen dies Corona-Todesfälle) ist um immerhin 10 % gesunken.

Todesfallzahlen hinken hinterher

Es ist ohnehin ein offenes Geheimnis, dass die Todesfallzahlen um Wochen hinterherhinken – zumindest in Deutschland. Durch die Meldevorgänge sind zwei Wochen Verzögerung bis zum Eingang in die Statistik offfenbar der Mindest-Normalfall. Das wiederum bedeutet, dass analog zu den sinkenden weltweiten Fallzahlen in Tagen und Wochen auch die Zahl der Todesfälle sinken wird.

Die WHO meldete zudem, dass fünf von sechs Regionen einen Rückgang der Infektionszahlen um über 10 % gemeldet haben. Dies lässt weiterhin fallende Zahlen verdeutlichen. Selbstverständlich sind die Methoden, mit denen in einzelnen Regionen gemessen und gemeldet wird, zu hinterfragen und auch nicht als einheitlich zu bewerten. Die systematischen Fehler ziehen sich dennoch seit einem Jahr durch die Statistik, insofern ist die Tendenz eindeutig.

Die Impfquote hat offensichtlich noch keinen Einfluss auf die fallenden Zahlen.

Die Lockdown-Maßnahmen haben – dies zeigen die schon Wochen sinkenden weltweiten Zahlen bei unterschiedlichen Maßnahmen – offenbar keinen allein wirkenden Einfluss. Auch eine Herdenimmunität wird es in den meisten Regionen noch nicht geben. Alles was wir wissen – oder vielmehr ahnen: Wir wissen sehr, sehr wenig über die Wirkung von Maßnahmen, von Impfungen, von Dunkelziffern, von Mutationen (Zahlen sinken in GB auch dramatisch). Dies liegt unter anderem daran, dass etwa in Deutschland in die Datenerhebung und -auswertung offenbar kaum Zeit und kaum Geld investiert werden.

Wenn wir aber extrem wenig wissen und die Zahlen weltweit sozusagen unbegründet sinken, dann gibt es für massive Grundrechtseinschränkungen keinen Grund. Oder schlechte Gründe.