in Gesellschaft

Erfahrungsbericht. Zweifellos, die Konnektivität der modernen Gesellschaft bietet viele Annehmlichkeiten. Und die meisten sind bereit, dafür auch einen Preis zu bezahlen, nicht nur mit Geld, sondern allenfalls auch mit ihrer Gesundheit. Studien belegen die Unbedenklichkeit der hochfrequenten Strahlung, Gegenstudien widerlegen sie. In der letzten Zeit aber ist es ruhig geworden, die Menschen haben sich an die Sendermasten und die Antennen in ihrer Nachbarschaft gewöhnt. Nun mehren sich die Hinweise, dass Geheimdienste diese bereits schon starke Strahlensuppe zum Schaden der Betroffenen zusätzlich kräftig würzen. Das ist ein weiteres Zeichen ihrer zynischen, menschenverachtenden, wenn nicht gar hochkriminellen Grundhaltung.

Funktechnologie seit Snowden kein Geheimnis mehr

Ein Artikel, der beim standard.at vor einem Jahr erschienen ist, liess mich nicht mehr los. Auf dem Online-Portal ist zu lesen:

Wer einen Rechner halbwegs effizient vor der Spionage durch große Geheimdienste schützen wolle, sollte ihn besser gleich gar nicht mit dem Internet verbinden: So lautete die etwas bittere Empfehlung mancher Sicherheitsexperten nach den Enthüllungen der vergangenen Monate. Wie sich nun herausstellt, schützt aber nicht einmal das. So berichtet die „New York Times“ in einem aktuellen Artikel, dass der US-Geheimdienst NSA auch Rechner aus der Ferne ausspionieren kann, die vollständig offline sind. Möglich werde das durch eine geheime Funktechnologie, die die NSA bereits seit dem Jahr 2008 einsetzt.

 Strahlenbelastung lässt sich problemlos mit Gerät selbst messen

Im Frühjahr dieses Jahres besorgte ich mir im bei Conrad ein Messgerät (HF 32D, HF-Analyzer, Gigahertz-Solutions, made in Germany, siehe Bild), um herauszufinden, ob ich allenfalls betroffen davon sei. Schliesslich ist Big Brother meine kritische Einstellung ihm gegenüber bekannt. Ich hoffte sogar, dass sich meinen Sorgen hinsichtlich der himmlischen Überwachung aus Welt schaffen ließen. Doch weit gefehlt, das Gerät bestätigte meine Befürchtungen. Im Wohn- und Arbeitsbereich, dort, wo meine Computer stehen, knatterte es bedrohlich und zeigte Werte zwischen 1000 und 2000 mW/m2 an (die Notebooks waren ausgeschaltet und auch ein Wifi-Router oder ein anderes Funkgerät war nicht in Betrieb). Dass diese auf Handy-Antennen in der Umgebung zurückzuführen sind, ist unwahrscheinlich, denn das Messgerät verortet die Quelle dieser Strahlung im Himmel. Meine Nachbarn, die über mir wohnen (Attika-Wohnung), haben entsprechend höhere Werte, nahe bei 2000 mW/m2. Auch hier scheint die Quelle himmlischer Natur zu sein. Der Nachbar unter mir ist ähnlichen Werten ausgesetzt. In den Wohnungen gegenüber sind die Belastungen verträglicher, d.h. die Werte bewegen sich zwischen 0 und 100 mW/m2. Der Hersteller des Geräts nennt übrigens 1 mW/m2 als Grenzwert.

Drohnen – für einmal nicht bestückt mit Killerbomben

Ich maß ebenfalls die Werte bei einem befreundeten Publizisten, der in seiner Kritik am Imperium kein Blatt vor den Mund nimmt. Dort, wo sein Computer steht, übersteigen die Werte gar den Skalenbereich des Strahlenfühlers, d.h., sie sind höher als 2000 mW/m2 (selbstverständlich gemessen bei ausgeschalteten Geräten). Wir vermuteten, dass die Strahlung von einem Satelliten herrühre, der das Ziel habe, die Daten aus unseren Computern abzusaugen. Darüber aber zu sprechen, hieß zu diesem Zeitpunkt, auf wenig Verständnis zu stoßen. Befreiend wirkt daher der Beitrag, der kürzlich auf rtdeutsch.com erschienen ist, in dem darüber berichtet wird, wie nun großflächig Computer mittels Drohnen angezapft werden sollen.

Oder doch nur die übliche Strahlensuppe?

Ob diese außerordentlich hohe Strahlung von einer Drohne oder von einem Spionage-Satelliten kommt, lässt sich natürlich nicht mit Gewissheit sagen; es ist gut denkbar, dass die Strahlenverseuchung einfach als normale Strahlenzivilisationssuppe bezeichnet werden muss. Aus Neugier habe ich an vielen anderen Orten das Messgerät in die Luft gestreckt, und zum Beispiel vor dem Gebäude des Tages-Anzeigers in Zürich Werte um die 2000 mW/m2 abgelesen. Auch in manchen Hotelzimmern gibt dieses solche bis zu 800 mW/m2 an. Diese Strahlenverseuchung alleine den Drohnen und den Satelliten in die Flügel zu schieben, wäre gewiss falsch. Hauptgrund wird wohl die Onlinesucht in unserer modernen Gesellschaft sein. Damit diese befriedigt werden kann, müssen halt sehr viele Sender und Sendemasten aufgestellt werden. Nun ja, die Römer haben ja auch Wasser aus Bleiröhren gesoffen. Wenn Sie also in einem Hotelzimmer nicht oder schlecht schlafen – vielleicht liegt es an der Strahlensuppe, in der Sie sich wälzen.

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11 Kommentare

  1. Das Verrückte an der Geschichte ist, dass man nicht genau weiß, woran man mit dieser Strahlerei ist. Ungewissheit ist Verunsicherung. Gerade dies mag ein Ziel sein der NSA. Es könnte alles sein, es könnte überall sein – da schweigt man doch lieber, als dass man ein Opfer würde. Und wenn das doch alles Schall und Rauch wäre?
    Verunsicherung bedeutet Verängstigung. Dies ist wohl das Hauptziel des weltweiten Informationskrieges, zu dem auch die Widersprüchlichkeiten bzgl. Strahlenforschung oder Klimaforschung oder … oder … oder … gehören.
    Sich nicht verunsichern lassen, ist das Gegenmittel. Sich aus dem eigenen, dem möglichst klaren und möglichst nüchternen Denken Urteile bilden und ohne „Rücksicht auf Verluste“ schreiben, was man…

  2. Physikalisch gesehen nimmt die Feldstärke mit dem Quadrat der Entfernung ab. Bei derart geringen Werten ist in einer Entfernung von 100m aus dem allgemeinen Frequenzrauschen keine klare Information mehr heraus zu filtern, bzw. zu gewinnen.

    Gesundheitliche Bedenken sind zwischenzeitlich längst nicht mehr haltbar, wie es auch die Millionen toter Vögel unter den Windgeneratoren offenbar nicht gibt.

    Der NSA genügt es die Glasfaserkabel anzuzapfen. Mit den so gewonnenen Infos sind sie ausgelastet.

  3. „Wir vermuteten, dass die Strahlung von einem Satelliten herrühre, der das Ziel habe, die Daten aus unseren Computern abzusaugen“ So was wenn ich schon lese, wir mir schlecht. Dass immer die Leute die überhaupt keine Ahnung haben so einen Mist verbreiten. Da kann ich nur auf Dieter Nuhr verweisen.
    „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten“

    • Die zitierte Formulierung ist tatsächlich nicht prägnant – es müsste heissen: „Wifi-Router oder Sendeantennen, die von Satelliten oder Drohnen aus gekapert und gesteuert werden …“
      Dass dies möglich ist, wird zumindest im Beitrag von rtdeutsch.com suggeriert (siehe Link im Text) .

  4. @ Eckart und GpsKid: … wissenschaftlich widerlegt, gesundheitliche Bedenken nicht mehr haltbar – Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die Fresse halten …

    Wie oft hat man solche Dinge schon gehört und gesagt, bis jedermann die „Fresse“ gehalten hat? Wie oft wurde bei wissenschaftlich bewiesenen, bzw. widerlegten Argumenten später das Gegenteil offenbar.
    Hochfrequenz-Strahlung ist nun mal widernatürlich – wer weiß denn, was nur der geringste Eingriff in die natürliche Strahlung, die allerkleinste Veränderung im natürlichen Äther bewirkt. Da gibt es viel zu wenige Forschungen und wenn, viel zu grobe – geschweige denn: Es sind noch gar keine Langzeitstudien möglich.
    Warum denn „Fresse halten?“ Kritik und Zweifel sind immer…

  5. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der Geheimdienst für die hohe Strahlenbelastung verantwortlich sein soll. Wie Eckart schon sagte, da zapfen die lieber die Glasfaserkabel an. Das „Problem“ ist doch, dass alles um uns herum digitalisiert wird und es zu einer erhöhten Strahlenbelastung kommt. Ich will damit nicht sagen, dass wir im Mittelater leben sollten.
    Jedoch wird die Strahlung von Sendemasten, Handys und co. nicht ganz ungefährlich sein…

  6. Probleme bereitet vor allem die gepulste Handystrahlung. Bei Menschen, die viel und mobil telefonieren, steigt das Risiko eines Tumors im Bereich des Temporallappens. Dort wurden bei jugendlichen Vieltelefonierern bereits Gliome entdeckt. Aber auch Glioblastome und Astrozytome sind denkbar.

    Gerade während das Handy wählt, ist die Strahlung besonders stark. Daher sollte man sich die Dinger so selten wie möglich ans Ohr halten. Freisprecheinrichtungen gibt es zuhauf, man sollte sie wirklich nutzen.

  7. @ alle: Also doch nicht so ganz ohne, wenn sich so eine Organisation von „Menschenfreunden“ ganz unauffällig einer „unbequemen Persönlichkeit“ entledigen wollte … dies einfach als Bemerkung zu einer technisch völlig objektiv machbaren Möglichkeit.
    Diese Bemerkung kommt keineswegs aus irgendeiner Verängstigung heraus, sondern einzig aus der Überlegung einer denkbaren Möglichkeit …

  8. Meine Anmerkung bezieht sich auf die Aussage: „Wir vermuteten, dass die Strahlung von einem Satelliten herrühre, der das Ziel habe, die Daten aus unseren Computern abzusaugen“ Wer so was glaubt und damit auch noch andere Leute die keine Ahnung haben verrückt macht, gehört in die Klapsmühle und zwar schnellstens.

    Am besten alle Sender abschalten, also keine Radio, keine Fernsehen, keine Handys usw. mehr ab zurück in die Steinzeit. Auch die Aussage, das HF Strahlung nicht richtig Erforscht ist, ist falsch. Seit fast 100 Jahren Forscht man nun. Aber egal, mir schon klar, die Leute glauben nur das was Sie glauben wollen.

    Aber eins ist klar, wer so was wie oben schreibt, den kann ich nicht ernst nehmen und genau deswegen das Nuhr Zitat.

  9. Nun noch eine Anmerkung an den Schreiber dass schönen Berichtes. Ein Rechner ist nicht aus auch wenn man glaubt er würde aus sein. Einfach mal den Stecker aus der Steckdose ziehen und dann noch mal messen und was für ein Wunder, die Strahlung ist weg und wieso sie sie weg? Weil im Rechner ein Schaltnetzteil verbaut ist und diese auch wenn der Rechner aus ist unter Strom steht und genau dieses Schaltnetzteil strahlt eben. So einfach ist das und hat nix mit NSA oder sonstigen willen Gerüchten zu tun.

  10. Die dem Artikel zugrundeliegenden Messungen sind wohl korrekt, jedoch wird ein sehr wichtiges Detail vergessen. Das sog. Radiofenster in unserer Athmosphäre lässt jegliche strahlung von 15MHz bis ca. 100GHz durch. Somit können Alle Astronomischen Ereignisse die in diesem Frequenzbereich Energie aussenden auf der Erdoberfläche beobachtet werden. Somit stören sie auch die dem Artikel zugrunde liegenden Messungen. Die Sonne tritt hier als stärkster Strahler auf, danach folgt die Milchstrasse. Folglich muss bei Messungen, insbesondere am Tage oder in Mondnächten, ein gewisses Grundrauschen berücksichtigt werden.