in Gesellschaft

Sie sind doch informiert, oder? Ich meine: Sie sind voll auf dem Laufenden? Sie wissen, wie Geheimdienste die Bevölkerung manipulieren? Klar, das ist jetzt in aller Munde. Edward Snowden hat es uns allen gesagt. Man befürchtet sogar, dass im Internet manch einer Kommentare schreibt, der das gar nicht für sich oder den kritischen politischen Diskurs tut, sondern für die Interessen der jeweiligen Regierung. Gruselig, oder? Da schreibt der Geheimdienst einfach Meinungen, die nicht seine sind ins Internet oder bezahlt jemanden dafür.

Aber die machen ja nicht nur das: sie zerstören gezielt gesellschaftliche Bewegungen. Auch hier hat Herr Snowden für Aufregung gesorgt, Fistlook hat seinen Artikel dazu veröffentlicht. Bequemerweise möchte ich für nicht-englischsprachige Leser Auszüge aus einem FAZ-Artikel hierzu veröffentlichen:

Sie schreiben im Namen ihrer Zielpersonen falsche Nachrichten an Freunde, Nachbarn und Kollegen. Sie veröffentlichen zum Zwecke der Irreführung Bilder in sozialen Netzen. Sie veröffentlichen private und vertrauliche Informationen über Zielpersonen, und sie denken sich falsche, diskreditierende Informationen aus. Die Ziele werden in den Folien deutlich benannt: Diskreditieren Sie Personen und Organisationen!

Ebenso einfach sei es, Menschen durch spielerische Taktiken zu einem Verhalten zu motivieren, dessen eigentliche Ziele ihnen verborgen blieben. Sollte der spielerische Ansatz nicht helfen, müsse der menschliche Sinn für Gehorsam und Zustimmung, Führungskraft und Vertrauen kontrolliert bedient werden, legen die Forscher nahe. Letztlich, zeigt eine recht bunte Folie auf, bedienen sie sich selektiv in der Anthropologie, Psychologie, Soziologie, Geschichte, Politologie, Biologie und Wirtschaftswissenschaft, um „Cybermagier“ auszubilden.

Der Angriff der Cybermagier – und alle kriegen Angst. Schlimm, oder?

Nein. Schlimm ist das alles nur für jene Menschen, die Politik für ein Spiel halten, das sie in Foren und Chatrooms spielen. Nur die erschrecken sich darüber, dass der kritische Kollege von nebenan – der, der auch die schönen Gedichte schreibt und immer so wichtige kritische Informationen beiträgt – eventuell vom Geheimdienst sein könnte. Wäre ich Geheimdienstchef: die Freisetzung dieser Nachricht würde mir völlig ausreichen – danach herrscht genug Angst und Misstrauen, dass ich keinen einzigen echten Mitarbeiter dafür abstellen muss um dort noch für Aufregung zu sorgen: lohnt sich rein betriebswirtschaftlich nicht.

Die wirkliche Gefahr und Macht der Geheimdienste wird zudem durch solch naive Vorstellungen völlig unterschätzt. Schauen wir zum Beispiel mal nach den USA. Hier schrieb Michel Chossudovsky schon 2012 – lange vor Snowden – darüber, wie die mächtige Friedensbewegung der USA zerstört wurde – nicht durch „Tastaturkrieger“, sondern durch Geld:

Die Friedensbewegung und die Globalisierungsgegner stehen zwar der Wallstreet, den fünf großen Rüstungskonzernen und den riesigen texanischen Erdölkonzernen (die von Rockefeller kontrolliert werden) u.a. ablehnend gegenüber, aber dies hält die Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen der Rockefellers und anderer nicht davon ab, fortschrittliche antikapitalistische und Antikriegsgruppierungen sowie Umweltschutzgruppen (die Erdölkonzerne kontrollieren) großzügig finanziell zu unterstützen, um auf diese Weise deren verschiedene Aktivitäten letztlich beeinflussen und kontrollieren zu können. Diese Mechanismen der „gesteuerten Zwietracht“ benötigen eine manipulative Umgebung, in dem versucht wird, mittels Überreden und subtiler Kooption einzelne Individuen von innen auf progressive Gruppierungen auch der Friedensbewegung Einfluss zu nehmen. (Aus: Chossudovsky, Das Szenario eines Dritten Weltkrieges, Kopp 2012, Seite 130)

Klassische Geheimdienstarbeit, will ich meinen. Kaum vorstellbar, dass dies die Unternehmen ohne einen Dirigenten bewältigen können, der die Aktivitäten zielgerichtet bündelt.

Hat man dies gelesen, erscheint der Kampf einer Jutta Ditfurth gegen eine angeblich „neurechte“ Friedensbewegung in Deutschland in einem ganz anderen Licht. 2014 geschieht in Deutschland etwas, dass Chossudovsky 2012 schon beschrieben hatte:

Die 9/11-Wahrheitsbewegung, die die amerikanische Militärdoktrin und den Vorwand für einen Krieg kritisiert, wird von Teilen der Friedensbewegung als „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert. (a.a.O., Seite 128).

Das Ergebnis? Die amerikanische Friedensbewegung ist zerschlagen und völlig nutzlos. Die dürfen sich noch im Internet gegenseitig zerfleischen, aber nie wieder eine relevante Macht bilden. Ebensowenig gelingt es, in Deutschland eine kritische Masse auf die Straße zu bringen, weil Teile der linken Prominenz in absolut irrationaler Manier auf alles losgehen, was wider die Regierungsmeinung der großen Koalition gerichtet ist. Die Begründung ist hahnebüchen: es reicht schon, dass ein Neonazi unter den Zuhörern gesichtet wird, um bundesweit einen Generalverdacht auszurufen – eine Hexenjagd sondergleichen tobt, die die Kriegstreiber mit großer Freude zur Kenntnis nehmen.

Es gibt Gerüchte im Netz, dass auch bei der geballten Facebook-Aktion gegen die friedlichen neuen Montagsdemos der Geheimdienst in Gestalt eines verurteilen Neonazis, der die Gruppen gegründet hat und leitet im Spiel ist – doch hier sind momentan alle Informationen aus dem Netz entfernt worden. Und doch ist das alles Kinderkram, denn: für die „Verschwörungstheorien“, die im Westen kursieren, für die Unterstellung, es gäbe innerhalb der demokratisch gewählten westlichen Regierungen unsteuerbare Kräfte, die auch vor Mord nicht zurückschrecken, haben wir schon lange Beweise – ich zitiere den Deutschlandfunk:

1985. Es ist die Zeit der französischen Nukleartests vor Tahiti. Die Rainbow Warrior soll als Flaggschiff von Greenpeace die Proteste der Atomgegner in der Südsee anführen. Doch in der Nacht vor der Abreise aus Auckland reißen zwei Sprengladungen ein Loch in den Rumpf des Schiffs, die Rainbow Warrior läuft voll Wasser und sinkt.

Ein Greenpeace-Fotograf an Bord stirbt. Ermittlungen ergeben, dass sechs französische Agenten die Rainbow Warrior im Regierungsauftrag versenken sollten. Vier entkommen, die zwei Saboteure aber werden schnell gefasst und zu je zehn Jahren Haft verurteilt. Die Führung in Paris, unter Staatspräsident Francois Mitterrand, streitet zunächst alles ab, bemüht sich dann aber erfolgreich um die Auslieferung der Täter.

Die Bombenleger sitzen nur einen Bruchteil ihrer Strafe ab – nicht in Neuseeland, sondern auf einer zu Frankreich gehörenden Südseeinsel. Später bekommen die Agenten sogar einen Verdienstorden des Militärs verliehen. Die Verantwortlichen in der französischen Regierung werden nie zur Rechenschaft gezogen.

Das ist Fakt, keine Theorie. Geheimdienst versenkt Schiffe und ermordet Zivilisten. Es reicht eigentlich, dass das einmal gemacht wird, damit der Rest der Aktivisten weiß: es gibt eine Grenze im demokratischen Spiel, hinter der tödlicher Ernst lauert. Nach dieser Erfahrung ist die Vermutung, das nine-eleven ebenfalls von solchen Gestalten initiiert wurde, keine Spinnerei sondern einfach nur naheliegend.

Es wurde aber nicht nur in Frankreich gemacht – auch in Deutschland werden Existenzen vernichtet … und dazu bedarf es keiner „Tastaturkrieger“. Ich möchte dazu mal den Spiegel zitieren – vom Mai 2008:

Zwei Herren stellten sich Kremer im Frühjahr 2007 etwas umständlich als Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) vor und fragten, ob er nicht für sie arbeiten wolle. Skrupel, erklärten sie, müsse er nicht haben, das sei „gängige Praxis“. Angeblich würden das auch Mitarbeiter anderer Rüstungsfirmen machen, sagten sie, und nannten sogar Namen. Als Lohn, so erinnert sich Kremer, hätten die Agenten ihm „Vergünstigungen, auch finanzieller Art“ in Aussicht gestellt.

Kremer lehnte ab, und das Unglück nahm seinen Lauf.

Plötzlich kam das Gewerbeaufsichtsamt zur Betriebsprüfung, und wenige Wochen später auch die Zollfahndung. Da Kremer nicht alle verlangten Papiere sofort vorlegen konnte, witterten die Zöllner Unbill. Im September beantragten sie beim Amtsgericht Bremen einen Durchsuchungsbeschluss, der am 4. Oktober vollstreckt wurde.

Das war ausgerechnet der Tag, an dem Kremer drei Repräsentanten seines pakistanischen Geschäftspartners im Haus hatte. Während ein Teil der Zöllner Akten beschlagnahmte, führten andere die Pakistaner zur Vernehmung ab.

Von nun an ging es abwärts. Das Vertrauensverhältnis zu seinen Geschäftspartnern in Pakistan war nachhaltig gestört. Weil er den Auftrag nicht bearbeiten konnte, kam kein Geld mehr. Kremer musste den Betrieb in Bremerhaven schließen, den Großteil der Angestellten entlassen.

Hier wird mitten in Deutschland ein komplettes Unternehmen durch den Geheimdienst zerstört, weil es ausnahmsweise mal nicht für den Geheimdienst arbeiten wollte. Folgen? Keine. Wie auch bei der NSA-Affäre – letztlich führt diese Affäre verrückterweise nur dazu, dass sich der BND jetzt in Deutschland ähnlich aufstellen möchte wie die NSA – siehe Tagesschau:

Der BND will seine digitalen Überwachungsprogramme deutlich ausbauen. Bis 2020 sollen für eine sogenannte Strategische Initiative Technik (SIT) 300 Millionen Euro ausgegeben werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Überwachung der sozialen Netzwerke in Echtzeit.

Bezüglich der Überwachungsprogramme orientiert sich der BND explizit an den technischen Möglichkeiten der amerikanischen NSA und des britischen GCHQ.

Snowdens Erfolg? Wir werden jetzt doppelt abgehört, wissen aber davon.

Im 21. Jahrhundert muss jeder Aktivist, der wirklich Tatsachen schafft, um sein Leben bangen. Die Snowden-Affäre hat uns in aller Deutlichkeit unsere absolute Hilflosigkeit demonstriert, momentan bemerken Friedensaktivisten in ganz Deutschland, wie sie gnadenlos verfolgt und – paradoxerweise – als „Nazis“ verbrämt werden. Dank Snowden wissen jetzt alle, dass schon längst jedes Wort, jedes Telefonat, jede E-Mail abgefangen wird – so als wäre der Bürger selbst Feindesland. Wäre ich Geheimdienstchef: ich hätte Snowden extra mit diesem Auftrag losgeschickt – was der mit wenig Mitteln an Furcht gesät hat, ist bewundernswert.

Dabei war Snwoden gar nicht notwendig. Eines der wichtigsten Bücher es 21. Jahrhunderts ist meiner Meinung das Buch „Ego“ von Frank Schirrmacher – ein Buch über eine Verschwörung, die bis in die fünfziger Jahre zurückreicht und im Prinzip aufzeigt, wie schon damals „Cybermagier“ eine ganze Gesellschaft umformten – und sie bis heute weiter umformen. Frank Schirrmacher starb gestern, 54 Jahre alt, Herzinfarkt. Ach ja – auch bei Herrmann Scheer versagte das Herz im Alter von 66 Jahren, er war einer der wenigen deutschen Politiker, die uns vor einer konkreten Gefahr gewarnt haben – siehe Wikipedia:

Im Dokumentarfilm Let’s Make Money (2008) zu verschiedenen Aspekten der Entwicklung des weltweiten Finanzsystems, waren Redebeiträge von Scheer zu sehen. So äußerte er u.a.: „Wenn wir so weiter machen, dann kommen neue Selektionsmechanismen zwischen Staaten, zwischen Rassen, zwischen Religionen, zwischen berechtigten Menschen und unberechtigten, zwischen wertvollen und nicht wertvollen Menschen, dann wird der monetäre Wert des Menschen irgendwann in den Vordergrund geschoben und dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei. Das ist unausweichlich.“

Im Nachruf zu Schirrmachers Tod steht etwas Bemerkenswertes – siehe FAZ:

Alles, was wir, und zwar erst ein Jahr später, durch Edward Snowden erfuhren, und die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen werden sollten, stand schon im Wesentlichen in seinem Buch.

In diesem Buch finden wir auch – wenn wir genau hinschauen – den Ausblick auf jene Barbarei, vor der Herrmann Scheer gewarnt hatte und deren Realisierung Frank Schirrmacher im reichen Kalifornien schon gefunden hatte.

Und hier, wo die „Ökonomie des Geistes“ geboren wurde und wo wir, nach den jubelnden Worten Reid Hoffmanns, „die Welt von morgen“ erleben, kann man sehen wie der oikos sich plötzlich in ein Geisterhaus verwandelt. Denn entgegen der Lehre gibt es zwar Stein und Mörtel, aber keine Menschen. „Dienstleistungsinsolvenz“ nennt das der Bürgermeister: das neue Gemeindehaus ist fertig gebaut, aber es wird nie eröffnet werden, weil kein Geld für die Angestellten da ist. Büchereien, keine schlechten Orte für eine Wissensgesellschaft, werden an drei Tagen in der Woche geschlossen bleiben. „Ich glaube, dass wir einem Massenwahn verfallen sind“, meinte er. Ich verstand nicht recht, was er damit sagen wollte. „Wir werden alle reich werden“, erklärte er. „Wir werden ewig leben. Alle Kräfte im Staat stehen zusammen, um die Illusion aufrecht zu erhalten. Und hier – an diesem Ort – schlägt die Wirklichkeit zu“. (aus: Ego, Karl Blessing Verlag München, 1. Auflage 2013, Seite 278-279)

Schirrmacher zitierte hier den Bürgermeister einer der reichsten Städte des Silicon-Valley, der sich bald nur noch einen einzigen Mitarbeiter leisten kann – und dieser zahlt dann die aufgelaufenen Pensionsansprüche aus.

Das ist die Zukunft, von der Herrmann Scheer (Herzversagen nach kurzer, harter Krankheit) gewarnt hatte und deren Vergangenheit Frank Schirrmacher (plötzlicher Herzinfarkt) als große Verschwörung detalliert beschrieb: die Welt ohne Menschen. Perfekt organisiert, wunderschön gebaut, ultrareich …. und unendlich leer.

Die Wirtschaft weiß es. Die Politik weiß es. Die Intellektuellen wissen es. Jeder kann es wissen, der sich Zeit zum lesen nimmt.

Der Oikos? Sinnbild für die Familie, die Hausgemeinschaft, die Wirtschaftsgemeinschaft eines Dorfes, einer Stadt, eines Staates – ein Geisterhaus mit „Dienstleistungsinsolvenz“, die wir Tag für Tag immer häufiger erleben.

Darum müssen alle Kräfte im Staat zusammen stehen, um die Illusion bis zum endgültigen Zusammenbruch aufrecht zu erhalten, um die Wirklichkeit aus der Wahrnehmung auszusperren.

PS: es ist natürlich nicht beweisbar, dass in Deutschland der Geheimdienst kritische Menschen via Herzinfarkt zu Tode bringt. Lediglich aus den undemokratischen, brutalen Methoden der Vergangenheit kann man einen Anfangsverdacht ableiten. Und obwohl es nicht beweisbar ist, ist es – dank Snowden –  im 21. Jahrhundert denkbar. Leider. Ebensowenig ist beweisbar, dass es außer den aufgedeckten Anschlägen auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung noch weitere gab, die einfach nicht aufgedeckt wurden. Das mag an der Natur der Geheimdienste liegen, die davon leben, dass nichts an die Öffentlichkeit dringt. Und da Verschwörungstheorien inzwischen als besondere Form von Geisteskrankheit angesehen werden, wird das auch so bleiben. Praktisch, oder? Schon beeindruckend, wie leicht die Steuerung von Millionen von Menschen ist, die inzwischen völlig akzeptiert haben, dass Fussball wichtiger ist als jede Bundestagsdebatte.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ebenso einen Anfangsverdacht lieferte die Meldung der Teleprompterin Leo Busch von ntv, damals Tochtergesellschaft des us-Regierungssenders CNN als sie beim Tod von Jürgen W. Möllemann bereits in den Nachrichten verkündete, welche Todesursachen allein in Frage kommen: Unfall oder Selbstmord.

    Wohlgemerkt, noch bevor die Ermittlungen am Tatort von der örtlichen Polizei überhaupt aufgenommen worden waren!

    Beim WTC7 verplapperte sich ebenfalls eine Nachrichtensprecherin ganz analog.

    Ein orwellscher Überwachungsstaat ist eine große Bedrohung – was mir jedoch Angst macht ist eine Bevölkerung, die gerade mit Handy am Ohr an der Bushaltestelle steht. Es scheint, sie ist die Mehrheit!

  2. Der Artikel ist ein guter Konter auf die Story mit den „russischen Internet-Trollen“ (zuerst Welt, jetzt auch heise.de) – nicht dass es nicht auch russische Versuche der Manipulation gibt, aber wie Sie richtig sagen, haben wir es vor allem mit amerikanischen zu tun. Es war bei der NSA-Affäre von Anfang an so, dass Geheimdienstarbeit an sich nicht thematisiert wurde (die Massenüberwachung trägt zu dieser ja „nur“ bei). Annie Machon (Ex-MI5) war vor ein paar Wochen in Wien und hat betont, dass Massenüberwachung keine klassische Geheimdienstarbeit ist (siehe http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3003 und http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3031).

    • @Andrea Bader: Danke für das Lob – und die Ergänzung. In der Tat wäre es fatal, wenn jetzt jeder glauben würde, die „lauschen nur“. Sie schützen das System viel intensiver – nur manchmal geht etwas schief. Das Celler Loch sollte da nicht vergessen werden …. aber dadurch wäre der Artikel zu lang geworden.

  3. Ich schätze Eure Artikel und war kurz davor, Euch zu abonnieren.

    Aber jemand der seine Seite mit 44 Trecking-Sites verknüpft und über Abhöraktionen berichtet ist wohl der Wolf im Schafspelz.

    Ihr habt mich masslos enttäuscht!

    • Das haben Sie ja auch schon per Kontaktformular geschrieben.
      Was genau sind „Trecking-Sites“? Wie kommen Sie auf die Zahl von 44?
      Das einzige „Tracking“ das wir benutzen ist Google Analytics (Steht unter dem Menüpunkt „Datenschutz“). Anhand dessen werden auch die Gelder auf die Autoren verteilt.
      Manchmal ist Halbwissen gefährlich.

  4. Eine äußerst interessante Darstellung und Sichtweise der Geschehnisse nur fehlen die Beweise um von einem wirklichen Anfangsverdacht auszgehen. Und das traurigste daran ist, selbt wenn dieser Verdacht besteht, wie bei einem millionenfachen Datendiebstahl via NSA und GCHQ wird über den Bundesgeneralstaatsanwalt nicht ermittelt. Derselbe BGSta, der NASA mit NSA vertauscht und nicht wirklich in der Materie zu seien scheint. Wir brauchen an dieser Stelle einfach neues Personal und nicht die althergebrachten Judikativorgane, die sich mit §202c StGB noch nie beschäftigt haben.