Die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion zerstört den Planeten

Was leicht zu übersehen ist, wird nun doch immer deutlicher: unser modernes, industrielles Nahrungsmittelsystem trägt einen immensen Teil am Ausstoß von Treibhausgasen. Rund 50% aller Emissionen gehen auf das Nahrungsmittelproduktionssystem zurück. Die Ausbreitung der Landwirtschaft, allen voran für den Export bestimmte Monokulturen, sind laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für 80-90% der Waldrodungen auf dem Globus verantwortlich. Dies führt zu einem Anteil von 15-18% an den globalen Treibhausgasemissionen. Hinzu kommt die Input-intensive Landwirtschaft (11-15%), Transportwege (5-6%), Verarbeitung und Verpackung (8-10%) sowie die Konservierung und Abfallentsorgung mit jeweils rund 3%. Somit ist ein großer Teil der klimatischen Veränderungen auf die Nahrungsmittelproduktion zurückzuführen.

Hunger ist Resultat unseres Nahrungsmittelsystems

Immer noch wird trotz der enormen Expansion der Nahrungsmittelproduktion die Meinung vertreten, dass wir mehr produzieren müssen. Die Weltbevölkerung wird weiter wachsen und ohne eine Zunahme der Produktionskapazitäten sei es unmöglich, die zukünftige Anzahl an Menschen inklusive der jetzt schon Hungerleidenden zu ernähren. Was bei dieser Behauptung ignoriert wird, ist, dass produzieren wir schon heute genügend Nahrung für 10-12 Milliarden Menschen, wodurch deutlich wird, dass es nicht die Menge an Lebensmittel ist, sondern das Problem bei Zugang und Verteilung und somit am Ende eng mit wirtschaftlicher Ungleichheit verbunden ist.

Permakultur – Permanente Landwirtschaft durch Observation und Verbindung

Der Input-intensiven modernen Art der Landwirtschaft stehen schon länger Alternativen gegenüber. Die sogenannte Permakultur, dauerhafte Landwirtschaft, kombiniert modernes mit altem und indigenem Wissen und besteht in ihrem Grundgedanken aus dem Beobachten und Kopieren von funktionierenden Prozessen der Natur. Die Natur funktioniert auf intelligentem Weg, wodurch auch wir intelligenter und leichter Arbeiten könnten. Ein Beispiel aus der Praxis ist der Landwirt Sepp Holzer aus Österreich. Er hat auf eigene Faust einen alternativen Weg der Landwirtschaft gesucht und ist mit der Zeit mit dem der Permakultur zusammengekommen. Auf seiner Farm „zieht [er] auf einem Bergbauernhof in 1.500 m Seehöhe Kiwis, Kirschen und Kürbisse, mitten im Winter erntet er Radieschen, und sein Getreide wächst im Wald.“ Dieses Wissen hat er schon erfolgreich in Südamerika angewendet und Menschen dort neue Hoffnung gegeben.

„Anstatt chemische Dünger zu verwenden, setzen organische Bauern auf einen Nahrhaften Boden. Sie verwenden Kompost, wechseln die Sorten, die sie anbauen und sorgen so dafür, dass der Boden lange nutzbar und gesund ist. ‚Biologie statt Chemie‘ zeichnet sich dadurch aus, dass natürliche Systeme kopiert werden und ein gesunder Boden als Basis von gesundem Essen und gesunden Menschen geschaffen wird.“

Ernährungssouveränität – Das Recht zur Selbstbestimmung

Der Begriff ‚Ernährungssouveränität‘ existiert seit 1996 und kann als Gegenbewegung zur industriellen und zentralisierten Nahrungsproduktion verstanden werden.

„Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. […] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.“

In der Praxis stehen fünf Prinzipien als Grundlage: (1) Schütze und Nähre den Boden, (2) Biologisch statt Chemie, (3) Dezentralisierung und kurze Transportwege sowie ein stärkerer Fokus auf frische Lebensmittel, (4) Stopp von Landgrabbing für Monokulturen und Rückgabe des Landes an die lokalen Bauern und (5) funktionierende Praktiken anwenden statt falsche Lösungen

Ein Umdenken in der Lebensmittelproduktion ist dringend erforderlich, denn die bisherigen Paradigmen können die heutigen Anforderungen nicht erfüllen. Der Ausbau der industriellen Landwirtschaft hätte weitere negative Folgen für die Klimaentwicklung und wird das Ernährungsproblem nicht lösen. Ein Schritt zurück zur Natur wäre ein enormer Schritt nach vorne in die Moderne.

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