in Gesellschaft

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé ist dafür bekannt, dass er sich um Menschenrechte, Grundwasserversorgung, natürliche Wasserreservoirs sowie nachhaltiges Wirtschaften nicht sonderlich Gedanken macht. Um seine Marktpräsenz und Monopolstellung noch weiter auszubauen, hat sich Nestlé nun noch für rund sieben Milliarden US-Dollar die Vermarktungsrechte von allen Gastronomie- und Konsumprodukten des US-Coffeeshops Starbucks gesichert. Von dem Vertrag ausgeschlossen sind jedoch die Starbucks Cafés, sowie die dort angebotenen Produkte. Die 28.000 Starbucks Filialen werden vorerst weiterhin unter Kontrolle von Starbucks bleiben.

Ab sofort wird nun Nestlé weltweit die Produkte von Starbucks verkaufen. Die Produkte wie Kaffeebohnen und gemahlener Kaffee sollen künftig auch in Supermärkten erhältlich sein. Gemeinsam wollen Starbucks und Nestlé an Innovationen arbeiten. In den USA und Europa werden rund 500 Mitarbeiter zum Nestlé-Konzern wechseln, hieß es in einer Presse-Mitteilung des Konzerns. Nestlé will weiterwachsen, vor allem in den USA. Zwar ist Nestlé bereits der weltweit größte Kaffeeproduzent, jedoch hat der Konzern in Coffeeshops noch zu wenig Präsenz. Genau da will Nestlé expandieren.

Nestlé hat bereits andere Marken in den USA wie Blue Bottle Coffee und Chameleon Cold Crew übernommen. Nestlé sucht auch permanent in anderen Bereichen Kooperationspartner. So löste beispielsweise die jüngst bekannt gewordene Zusammenarbeit der deutschen Brauerei Krombacher mit Nestlé einen regelrechten Shitstorm aus.

Durch Kooperationen und Vermarktungsrechte wird der Lebensmittelkonzern immer mächtiger und einflussreicher. Nestlé gilt schon jetzt als größter Lebensmittelkonzern weltweit. Der Konzern steht regelmäßig wegen der an Illegalität grenzenden und fragwürdigen Wassergeschäfte in der Kritik. Nestlé ist zudem zum Großteil für die Abholzung des Regenwaldes verantwortlich. In vielen Produkten von Nestlé ist Palmöl enthalten. Auf den abgeholzten Regenwaldflächen werden Palmölplantagen im großen Stil betrieben. Da sehr viele Produkte von Nestlé hergestellt werden, lohnt sich der genaue Blick auf die Verpackungen.

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Kommentar

  1. Nicht nur Nestlé boykottieren.
    Dieser Lebensmittelkonzern hat noch Hunderte von Tochterfirmen, die unter anderen Namen firmieren.
    Auch der Discounter mit den Namen Süd und Nord im Zusatz, will Eigenmarken zusammen führen. Nebenbei soll bei Zuliefer vermehrt gekauft werden. Auch von Nestlé.
    Alles den Gewinn der Angehörigen-Stiftungen geschuldet.