in Gesellschaft

Unternimmt man in diesen Tagen den Versuch, die geopolitische Lage samt den immensen Flüchtlingsbewegungen zu erklären, kann es vorkommen, dass man sich lieber schnell anderen Themen widmet, um der schier unfassbaren Ereignisvielfalt zu entgehen.

Dabei wird der gemeine Europäer von den Geschehnissen regelrecht überrollt und ein Wegschauen oder Nichterklären ist ein bedeutungsschwerer Fauxpas.

Doch was spielt sich in den Köpfen der Menschen ab, die seit Anfang 2014 ein Europa im Ausnahmezustand erleben? Mit Beginn der Ukraine-Krise wurden neue Möglichkeiten in die Grundwerte des europäischen Denkens eingebracht. Ein bewaffneter Konflikt zwischen den Rivalen des Kalten Krieges und ihren Handlangern scheint zumindest vorstellbar.

Der Europäer hat aber auch über den eigenen Tellerrand hinausgucken müssen. Ein neues Terrorismus-Monstrum wurde unter fleißiger Hilfestellung des Westens erschaffen und hält die Welt in Atem. Geduldet und finanziert aus westlicher Hand, wurde keine Mühe gescheut, Syrien in das gleiche Schicksal zu treiben, das vor Jahren den Irak ereilte.

Im Gegensatz zu Saddam Hussein, weiß Syriens Machthaber Baschar al-Assad in Russland und Iran jedoch einflussreiche Verbündete hinter sich. Somit ist der Niedergang der staatlichen Instanzen im Assad-Regime ungleich schwerer zu erreichen, als die Zertrümmerung des Nachbarlandes zwischen Euphrat und Tigris. Zerstört man staatliche Strukturen, nimmt man den folgenden ‚failed-state‘—Zustand bewusst in Kauf.

Deutlich schneller hat sich die Niedergang des Staatsapparats dagegen in Libyen dargestellt. Binnen kürzester Zeit wurde der langjährige Weggefährte des Westens, Muammar al-Gaddafi, samt seiner Schergen massakriert. In einem Land, in dem seitdem Willkür und Anarchie herrschen, wurde der Nährboden für die Flüchtlingsströme bereitet. Libyen ist heute das Einfallstor für Migranten nach Europa. Ein unkontrollierbares Schlepperparadies.

War Gaddafi bis zu seiner ‚Absetzung‘ verlässlicher Partner der Europäische Union in Flüchtlingsfragen, so sorgt der Status quo für Narrenfreiheit. Wie in Libyen, so war auch in Syrien die USA die treibende Kraft hinter den Umgestaltungsplänen.
Inszeniert vom Westen ist der arabische Frühling zum arabischen Albtraum verkommen, für hunderttausende von Flüchtlingen, die aus Syrien kommend, in Europa Schutz suchen.

Es drängt sich indes der Gedanke auf, dass es sich bei den Ereignissen der letzten Jahre weder um Zufälle noch um die Verkettung ungünstiger Umstände handelt. Vielmehr wurde die riesige Migrationswelle bewusst in Kauf genommen.
Wagt man sich gedanklich einen Schritt weiter, könnte man zu der Annahme gelangen, in Übersee haben einflussreiche Köpfe seit geraumer Zeit an einer neuen Chaos-Theorie getüftelt.

Nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine und der Griechenland-Krise wackelt Europa bedenklich. Der gewaltige Zuzug aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten schürt dazu die Urängste vor Überfremdung. Alles Faktoren, die zur flächendeckenden Destabilisierung eines Kontinents beitragen.

Ist Europa den Amerikaner als Gegenpart zu mächtig geworden?

Ein innenpolitisch aufgeriebenes Europa ist ein dankbarer Spielball für alle Transatlantiker, die die Entscheidungsgewalt in den Kernfragen der Welt in den USA sehen. Und noch ein weiterer Aspekt spielt den Amerikanern in die Hände. Instabile Verhältnisse sorgen immer auch für Kapitalabzug. Und wohin wenden sich Investoren und Firmen, die sowohl in Europa als auch in Nordamerika ihre Werke haben, wenn hierzulande das Chaos regiert?

Washington stützt somit nicht nur seine politische Ausnahmestellung, sondern auch seinen eigenen Wirtschaftsstandort. Gleichzeitig wird der Europäischen Union als direktem Wettbewerber der Wind aus den Segeln genommen. Aus diesem Blickwinkel erscheint auch die Krise bei Volkswagen in einem ganz anderen Licht. Dass Flüchtlingsströme gezielt als Migrationswaffe verwendet werden können, wurde zudem bereits an der Elite-Universität Harvard erarbeitet und zeichnet ein verstörendes Bild von der augenblicklichen Gemengelage.

Ein weiterer Aspekt, der ebenfalls einen großen Beitrag zur Destabilisierung Europas leistet, ist der aufkommende Nationalismus. Für viele Menschen führt eine derartige Flut von Zuwanderern aus anderen Erdteilen zur Rückbesinnung auf nationalstaatliche Gedankengänge. Diese Entwicklung konterkariert sämtliche Bemühungen Europa zu einen und schränkt gleichzeitig die gemeinsame Handlungsfähigkeit der Europäischen Union drastisch ein. Extreme Ränder werden gestärkt, Europa droht zu zerfallen.

PEGIDA und ähnliche Bewegungen bilden einen Zusammenschluss der Menschen, die vor geraumer Zeit den gedanklichen Anschluss verpasst haben und die Lösung in der Symptombekämpfung suchen. Dabei gebührt doch besonders denen unser Mitgefühl, die zum Spielball geopolitischen Machtgeplänkels geworden sind. Vertrieben von den Auswirkungen westlicher Ausbeutung und fortgejagt durch die Zerschlagung staatlicher Strukturen kommen sie an in einem Land mit fadenscheiniger Willkommenskultur. Ohne Lösungsansätze und Perspektive.

Treibt man Menschen mit Angst vor sich her, ist es letztlich um ein Vielfaches einfacher die Zustimmung für künftige Waffengänge gegen die ‚Gegner der Demokratie‘ zu erhalten. Ein weiterer Effekt der Flüchtlingskrise und ein gedanklicher Vorgriff auf zukünftige Interventionskriege unter Beteiligung der Bundeswehr.

Quellen:
„Strategic Engineered Migration as a Weapon of War“
http://belfercenter.hks.harvard.edu/publication/18120/strategic_engineered_migration_as_a_weapon_of_war.html?breadcrumb=%2Fproject%2F46%2Finternational_security

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Kommentar

13 Kommentare

  1. Es geht um unsere Sicherheit. Aber so oder so, das System wird brechen, ob mit oder ohne Migranten. Das wissen nur diese noch nicht, genauso wenig wie die gedanken- und hirnlosen Mitläufer, die am liebsten die ganze Welt in D aufnehmen würden. Damals waren die Nazis die Mitläufer. Niemand hat gemerkt, welche Gehirnwäsche in den letzten 70 Jahren bewerkstelligt wurde. Das Verhalten der Gutmenschen ist manifestierte Unbewusstheit. Man kann nicht gegen sie kämpfen, sie sind dumm und sie bleiben dumm. Wenn wir wirklich etwas zu einer postivien Veränderungen auf diesem Planete beitragen wollen. Mein Ratschlag: freu euch! Lacht gemeinsam! Macht Frieden mit euch selbst. Denn mit Freude und Lachen kann die Elite nicht umgehen. Werdet UNGEHORSAM!

    • Oh doch, damit könnte die Elite besstens umgehen ! Wenn wir uns bei der eigenen Hinrichtung auch noch freuen und dem Henker ins Gesicht lachen, fällt es dem Schlachter nur leichter sein Werk zu tun !
      Von wem wirst Du denn bezahlt ?
      Frieden macht man mit sich selbst, mit einem aggressiven Feind niemals, da könnten wir ja gleich kollektiven Suizid begehen !
      Geht’s noch ?

      • Liebe Mona Lisa, dann hast nicht verstanden, wie dieses System funktioniert: es basiert auf Angst. Die Elite braucht unsere Angst und jegliche Art von Negativität. Weil sie sich davon ernährt. Jeder kann sich entscheiden, ob er Frieden machen will oder beim Krieg mitmachen will. Beides gleichzeitig geht nicht. Ich rede hier nicht von einer treudoofe RTL-Gutmenschen-Freude, sondern von der tiefen innere Freude, die kein Gegenteil kennt. Mir persönlich ist es vollkommen egal, ob hier jemand versteht, was ich meine. Die Natur ist nämlich nicht daran interessiert, jeden Einzelnen überleben zu lassen, sondern nur daran, dass die Vielfalt der Spezies erhalten bleibt. Also, macht, was ihr wollt. Wie gesagt: das System wird ohnhin zusammenbrechen.

        • Doch, doch, Ekatharina, ich hab‘ dich schon verstanden. Und ich glaub‘ auch nicht, dass es dir egal ist, ob man dich versteht oder nicht. Wäre es so, hättest Du nicht geantwortet. Aber dass ist gut so, denn nur so lernen wir uns besser kennen. Tut mir leid, dass mein Kommentar etwas schroff klang !
          Es ist nur so, das ich glaube, dass wir mit einer gewissen esoterischen Einstellung nur belächelt würden. Ich kann einfach nicht glücklich lächelnd Blümchen pflücken gehen, wenn ich den Feind, potent bewaffnet im Rücken wähne !
          Prinzipiell kann der Glaube Berge versetzen, hab ich selbst schon erlebt. Aber ob jetzt noch Zeit ist, diese große Idee ins Kollektiv zu tragen, muss ich leider bezweifeln. Ich meine, wir MÜSSEN auf die Strasse !!!

    • Diese „Freude und Lachen“ sollte man nur keinesfalls mit der Spassgesellschaft oder mit RTL&co in Verbindung bringen .

      Dieses Lachen muss sich dem Zugriff der Machthaber völlig entziehen und ein Mitschwingen von Abscheu gegenüber den Machthabern beinhalten

  2. Die radikale Zensur und das inquisitorische Gehabe
    der westlichen Politik und ihren Medien
    sind nur die regressive Reaktion der Machthaber
    auf die zunehmende Erkenntnis in der Bevölkerung ,
    dass die mediale Inszenierung von Wirklichkeit durch die Machthaber ein Lügengebäude ist
    und die Realität die Unterwerfung der Bevölkerung unter ein internationales Finanzregime ist — eine totalitäre Diktatur , die im Menschen nichts anderes sieht als Produzenten und Konsumenten , die dem Ziel der Profitmaximierung der Herrschenden unterworfen sind .

  3. Wer lockt mit Twitter Flüchtlinge nach Deutschland?

    http://www.voltairenet.org/article188784.html

    Lotte Leicht/HRW Brüssel hat via twitter Deutschland i. September explizit mehrfach „empfohlen“

    5 Steps the EU Needs …

    https://twitter.com/hrw/status/642953840791289856

    Nobelpreisträger werfen Human Rights Watch Nähe zur US-Regierung vor

    https://amerika21.de/2014/05/101876/brief-human-rights-watch

    TTIP – Frankreich droht mit Verhandlungsabbruch

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/TTIP-Frankreich-droht-mit-Verhandlungsabbruch-2833345.html

    USA wollen EU von Friedens-Gesprächen über Syrien ausschließen

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten

  4. Hörr Autor, wir drehen uns im Kreise !
    Wir wissen, dass Europa destabilisiert werden soll. Das war uns schon klar als die Grenzen gen Osten fielen. Neulich unterhielten wir uns mit einem Ethnologen, der viele Reisen in alle Herren Länder unternahm. Seine tiefe Überzeugung: Menschen aus fremden Kulturen und ganz besonders mit fremden Religionen lassen sich nicht integrieren. Sollte dies gelingen, dauert es min. einige Generationen. Hierbei allerdings, kann man nicht mehr von Integration sprechen, sondern eher von einer schleichenden Vermischung der Kulturen.
    Warum schicken wir nicht die Hälfte aller Migranten nach USA, die sind doch geübt im Multi-Kulti und angeblich so liberal. Drehen wir den Spieß doch um !
    Frau Merkel könnte ja mit…

  5. Klasse Beitrag — die Ursachen müssen erläutert und von uns „verändert“ werden, nicht die Symptome. Es werden wieder verschiedene Lager konstruiert, die Menschen springen willig auf den Zug auf, bekämpfen sich gegenseitig, nichts hat sich an der elitären Spitze geändert, außer das wieder einmal der entstandene Frust gezielt kanalisiert wurde und die Menschen es nicht geschafft haben sich endlich zusammenzuraufen … Verbinden,nicht trennen…

    • Herr Bernhard, wir sind ganz Ohr !
      Sie haben dass so schön erkannt, dass Sie uns bitte nicht länger auf die Folter spannen mögen, und uns bitte Ihr Geheimrezept verraten möchten.
      Wie dürfen wir uns dieses konstruktive „Zusammenraufen“ konkret vorstellen ?
      Was glauben Sie, was wir hier alle gerade versuchen, – Kaffeklatsch !?