Deutschland wird ärmer: Jeder vierte Rentner bis 2035 in der Grundsicherung

Bis zum Jahre 2035 dürfte nach einer Erhebung des „Pestel-Instituts“ die Grundsicherung für 25 % aller Rentner der Rahmen für die eigenen Einkünfte sein. Dann werden mehr als 5 Millionen Rentner in Deutschland von dieser Form der staatlichen Unterstützung leben müssen. Die Grundrente wiederum ändre daran nichts bzw. wenig. Viele Menschen die vom Abrutschen in die Grundsicherung betroffen wären, würden die benötigten 35 Einzahlungsjahre in die Rentenkasse für die „Grundrente“ der GroKo nicht erreichen. Das wiederum bedeutet durch die dann noch immer hohen Fixkosten für die Betroffenen, dass deutlich weniger Einkommen zur Verfügung steht als bis dahin.

Grund dafür sind beispielsweise die Preise für niedrige Wohnungen, die bezogen auf bis dahin bewohnte alte Wohnungen kaum günstiger wären. Insofern geben die Rentner in Deutschland (dann) oft über 50 % des Einkommens allein für die Mieten aus.

Merkel-Deutschland scheint auch mit dem neuen Instrument die Altersarmut nicht in den Griff zu bekommen – dies haben wir oftmals beschrieben. Ein Beispiel:

„Deutschland ist ärmer als andere. Das haben wir an anderer Stelle bereits einmal berichtet und machen uns damit immer wieder unbeliebt – schließlich gehe es uns doch gut. Daher erinnern wir angesichts unserer jüngsten Berichte an einen Beitrag, der die wichtigsten langfristigen Studien zum Thema beschreibt.

Dies ist ein OECD-Bericht, eine Vergleichsstudie, die sich mit der Lage der 34 Mitgliedsstaaten beschäftigt. So haben nach dieser Studie Geringverdiener eine so geringe Rente wie sonst nirgends in den anderen Staaten, die untersucht worden sind. Weder in Europa noch in den USA.

Hälfte des Durchschnittseinkommen: Ein trauriges Beispiel

Beispielsweise erhalten die Beschäftigen, die nur die Hälfte des durchschnittlichen Einkommens beziehen, lediglich 55 % dessen als Nettoentgelt bzw. als Rente, was sie jetzt beziehen. Der Durchschnitt in den sonstigen OECD-Staaten liegt bei satten gut 81 %. Lediglich die Japaner verdienen im Alter weniger als wir.

Wer dagegen durchschnittlich verdiente, bekommt in der Rentenphase nach dieser Studie immerhin noch einen Beitrag von 57 %. Hier liegt die OECD-Mitte bei 66 %. „Gut“ geht es nur jenen, die „gut verdienen“. 56 % beträgt der Anteil am früher guten Einkommen im Alter. In der OECD-Statistik wird ausgewiesen, dass der Mittelwert der anderen Staaten bei 60 % liegt. Wir verdienen also lediglich „wenig“ weniger als die anderen. Dennoch stellt sich die Frage, was dazu führt, dass wir so wenig Geld haben.

Die OECD führt dies auf Reformen zurück, die zum Beispiel dafür sorgten, dass in den anderen Staaten die Geringverdiener nicht so massiv leiden müssten. Denn gerade Geringverdiener sind es, die schnell in die Armut „rutschen“, wie es heißt.

Vorbildlich sind diesbezüglich nach dieser Studie die Staaten Dänemark, die Niederlande oder Australien. Dort würden die Geringverdiener sogar mehr verdienen als in der Zeit ihres Berufslebens. Beispielhaft wird einem Bericht der „Berliner-Zeitung“ nach Dänemark genannt. Dort verdienen die früheren Geringverdiener eine Quote in Höhe von 117 %.

Die Aufstockung in solchen Ländern ist weiter als in Deutschland. Hier regiert weiterhin die Umlage. Die OECD warnt etwa vor den Verhältnissen in Deutschland:

„Es fehlt an einer systematischen Lösung der Altersarmut in Deutschland.“ Wir beschreiben das ganze Dilemma – sehen Sie selbst….